Zwillinge, ein Wochende, eine Hochzeit….kann das gut gehen?

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

wieso in der Gegenwart nach Autoren suchen, wenn es noch in der Vergangenheit Autoren gibt, die noch keiner kennt und das völlig zu unrecht. Man kann auch mit vergessenen Geschichten die Menschen in der Gegenwart begeistern. Der Verlag DTV hat genau so einen Titel herausgebracht nämlich „Zwei Schwestern“ von Dorothy Baker (1907- 1968)

Inhalt:

Cassandra Edwards hat ihre  Arbeit an der Uni unterbrochen und befindet sich auf den Weg nach Hause. Ihre Zwillingsschwester Judith kehrt zurück und an ihrer Seite hat sie einen Mann, mit dem sie sich verlobt hat. Nun soll in Judiths und Cassandras Zuhause geheiratet werden. Doch Cassandra fährt nicht heim um ihrer Schwester Glück zu wünschen. Sie will diese Hochzeit verhindern. Denn nach Cassandras Ansicht darf kein Mann, die beiden Zwillingen trennen. Als Judith die Familie verlassen hatte, hat sich Cassandra allein gefühlt. Irgendwie unkomplett und hat sich daraufhin mit der Arbeit abgelenkt. Doch in ihr nagt dieses Gefühl der Einsamkeit, allein gelassen worden zu sein. Der Verlobte ist ein Störfaktor in der Welt, die die Zwillinge sich in der Kindheit zusammen aufgebaut haben.  Der Vater von Cassandra und Judith ein Professor  hat sie immer darin gestärkt wie besonders die Beiden sind. Cassandra setzt sich zum Ziel Judith daran zu erinnern, wie es war gemeinsam gegen den Rest der Welt zu sein. Das man das besonderen Band zwischen ihnen nicht einfach zerschneiden kann. Selbst wenn es bedeutet, dass Cassandra Judiths Glück zertören muss. Aber auch Judith hat zu kämpfen. Sie kann sich vorstellen wie ihre Schwester regaieren wird auf die Verlobung. Aber sie ist nicht umsonst nach New York abgehauen. Ihr wurde die Welt, die Cassandra und sie umgaben zu klein. Nun hat sie sich losgelöst aber sie befürchet, dass Cassandra sie wieder in diese Welt zurückziehen wird und das mit aller Gewalt. Kann Cassandra sich vielleicht noch um entscheiden oder werden sie und Judith so lange kämpfen, bis jemand aufgibt? Wird diese Hochzeit in einem Familiendrama enden, weil man die Vergangenheit nicht loslassen kann? Haben nicht auch Zwillinge das Recht auf ein eigenes Leben? Als Cassandra Zuhause ankommt kann ihr Plan, den sie sich im Auto zusammengeschmiedet hat, in die Tat umgesetzt werden. Die Hochzeit verhindern und das mit allen Mitteln! Es muss schnell gehen, denn sie hat nur dieses Wochenende zeit.

 Warum dieser Titel?

Dorothy Baker hat es geschafft auf wenigen Seiten ein Drama zu machen, das sich von Seite zu Seite steigert, den Höhepunkt entgegen strebt. Dabei wird dem Leser wieso die Protagonisten zu aggieren, durch die sehr gute Beschreibung der Charakteren und der guten Beobachtung der menschlichen Psychologie, klar dargestellt. Es gibt kein Gut und Böse in dieser Geschichte. Auf den Buchseiten entfacht sich eine tiefgehende Geschichte, die auch literarisch sehr anspruchsvoll ist. Es ist ein Wunder, dass man die Dorothy Baker nicht eher entdeckt hat auf den deutschen Markt. Sie muss sich nicht verstecken hinter den anderen berühmten Autoren ihrer Zeitgeschichte.

Diese Lektüre ist für die Leser geeigent, die auf ein schönes Drama mit tiefgehenden Charakteren lust haben. Es passiert so viel und doch so wenig. Ein Wochenende und ein Familiendrama.

Titel: Zwei Schwestern

Autor: Dorothy Baker

ISBN: 978-3-423-14559-6

Verlag: DTV

Preis: 10,90 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

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Der Wahnsinn hat ein Zuhause…Night Vale

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Hallo Freunde des Lesens,

mögt ihr auch das Abgefahrene? Mögt ihr eine Welt in der der Wahnsinn die Normalität ist? Dann hat der Verlag Hobbit Presse Klett-Cotta genau das Richtige für euch. Die Autoren Joseph Fink und Jeffrey Cranor haben mit dem Titel Willkommen in Night Vale genau so eine Welt erschaffen.

 Inhalt:

Jackie führt das örtliche Pfandhaus in Night Vale. In dem können die Menschen alles beleihen. Immer mit 10 Dollar. Jacky führt ein unkomplizieretes Leben. Eines Tages kommt zu ihr ein Mann mit einem Hirschlederkoffer. Dieser Mann gibt ihr ein Zettel auf dem mit Bleistift geschrieben steht King City. Dann verschwindet er wieder in der Wüste. Jackies Problem ist, dass sie diesen Zettel nicht mehr los wird. Egal was sie macht, ihn verbrennen, mit Wasser zerstören, ihn zerreißen, der Zettel kehrt immer wieder in ihre Hand zurück. Noch dazu kommt, dass sie den Mann nicht beschreiben kann. Sie weiß er war da und der Zettel ist der eindeutige Beweis, aber sie kann sich nicht mehr erinneren wie er aussieht und das obwohl sie ihn bildlich vor Augen hat. Die einzige Person, die ihr helfen könnte beziehungsweise mehr über solche Sachen bescheid weiß ist die Bürgermeistertin von Night Vale. Sie ist nämlich eine der wenigen, die als Praktikant bei der Radiostation von Night Vale gearbeitet und überlebt hat. Noch dazu wurde die Bürgermeisterin von Außerirdischen entführt. Genau das ist die richtige Person, die mehr über solchen Sachen bescheid weiß.  Jackie vegräbt schnell die Tür von Pfandhaus, weil sie schließt und macht sich auf den Weg. Während der Suche trifft Jackie auf die alleinerziehende Mutter Diane mit ihren pupertierende Sohn Josh, der Gestaltenwandler ist. Diane selbst sucht nach dem diesem Mann, weil sie ihn aus ihrer Vergangenheit kennt. Diane und Jackie könen sich nicht leiden aber gemeinsam gehen sie der Sache auf den Grund. Wer ist dieser Mann, wieso kann sich niemand an ihn erinnern und was hat King City damit zu tun?…

Warum dieser Titel?

Dieser Roman ist unlogisch und doch voller Logik. Die Welt von Night Vale tickt halt anders. Es ist illegal zu behaupten das Engel existieren, an Berge glaube ist Blasphemie und eine Bibliothek verlässt man nicht lebend. Das sind nur ein paar Beispiele, die in dieser verrückten Welt existieren. Die Autoren sind was Sukrilitäten angeht nicht bescheiden. Zusammen haben sie einen Podcast gegründet wonach dieser Roman entstanden ist. Das Wichtige ist für diese Lektüren, dass man die Logik aus dem Kopf nimmt und für den Lesespass beiseite legt, dann kann man auch mit dieser Lektüre Spaß haben. Hinter all den Verrücktheiten stecken nämlich auch gesellschaftliche Probleme, denen wir alle vielleicht schon mal selbst begegnet sind. Manche Sätze muss man nochmal lesen, weil man manchmal nicht glaube kann was da geschrieben steht.

Diese Lektüre ist für die Leser, die das Skurille und Unlogische lieben, geeignet. Unterhaltung pur. Es liest sich gut und trotz der Abgefahrenheit und dem Wahnsinn, der auf diesen Seiten herrscht ist alldem ein gewisse Ernsthaftigkeit nicht abzustreiten.

Titel: Willkommen in Night Vale

Autor: Joseph Fink & Jeffrey Cranor

ISBN: 978-3-608-96328-1

Verlag: Hobbit Presse Klett-Cotta

Preis: 12,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

 

 

Was dachte Heinrich VIII eigentlich?

2016-07-15 12.18.44Hallo liebe Freunde des Lesens,

den Titel, den ich nun vorstelle ist ein historischer Roman, der zwar alt ist aber immer noch ein Thema hat, dass selbst heute noch jung und alt fasziniert. Nämlich die Tudors. Es geht um die Lektüre „Heinrich VIII. Mein Leben. Mit Anmerkungen des Hofnarren Will Somers.“ von Margaret George beim Goldmann Verlag erschienen.

Inhalt:

Will Somers war der Hofnarr von Heinrich dem VIII. Er genoß die Narrenfreiheit und durfte in Anwesenheit des Königs Heinrich dem VIII stets seine Meinung kundtun ohne gefahr zu laufen mit den Konsequenzen leben zu müssen. Zehn Jahre nachdem Tod von Heinrich dem VIII schreibt Will Somers, der nun in Kent sich zurückgezogen hat,  der Catherine Carey Knollys einen Brief. Sie musste aus England nach Basel fliehen, weil die Paptisten wieder an die Macht gekommen sind und mit aller Gewalt den aufkommenden und durch Heinrich den VIII. gestärkten Protestantismus wieder aus England vertreiben wollen. Will Somers berichtet der Catherine, das nicht William Carey ihr Vater ist sondern der König Heinrich der VIII. Sie stammt aus einer Affäre, die ihre Mutter kurz vor ihrer Heirat mit den König von England hatte. Catherine reagiert auf diese Behauptung sehr zornig. Der König, der in ihren Augen arrogant, selbstsüchtig und egositisch war kann nicht ihr Vater sein. Will Somers beharrt aber darauf und kann es nicht fassen was sie ihrem biologischen Vater für Charakterzüge zuschreibt. Nichts desto trotz schickt Will der Cahterine das Tagebuch von Heinrich dem VIII, das er heraus schmuggeln konnte bevor die Paptisten es entdeckten und es zerstören konnten. In diesem Tagebuch kann Catherine die Wahrheit nachlesen. So kann sie herausfinden wie ihr Vater wirklich war und was ihn dazu getrieben hat so zu werden. Will Somers ließ es sich aber nicht nehmen zu der einen oder anderen Situtaion im Tagebuch selber eine Anmerkung zu hinterlassen. So lasst nun Heinrich den VIII zu Wort kommen….

Warum dieser Titel?

Die Tudors sind in der historischen Literatur sehr stark vertreten. Ihre Geschichte lässt  es aber auch zu. Sie ist spannend und hat mehr oder weniger auch wirklich stattgefunden, was eindeutige historische Fakten beweisen können. Dieses Buch macht es einfach interessant aus der Sicht von Heinrich VIII. das alles zu sehen. Was hat er als Kind gedacht? Wie hat er es verkraftet als sein Bruder Arthur zu früh starb und er statt seiner kirchlichen Laufbahn nun Thronfolger wurde? Natürlich sind es alles Vermutungen, die die Autorin hier anstellt. Doch es liest sich stimmig und nachvollziehbar. Man wird immer mehr in der Welt des englischen Adels und dessen Intrigen hineingezogen.

Dieser Titel ist für die Leser geeigent, die faziniert sind von der englische Geschichte rund um Heinrich VIII. Es ist ein schöner historischer Roman, der eine tolle Perspektive bietet auf das Geschehene begleitet von historischen Ereignissen.

Titel: Heinrich VIII. Mein Leben. Mit Anmerkungen des Hofnarren Will Somers.

Autor: Margaret George

ISBN: 978-3-442-09466-0

Verlag: Goldmann

Preis: –

antiquarischer Titel, nicht im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

 

Schon mal auf einer Hummel geritten?

2016-07-13 11.55.00Hallo Freunde des Lesens,

lasst mich nun von einem Titel erzählen, der für die jungen Leser ist, wobei sich auch Erwachsene sich an dieser Geschichte erfreuen und spaß haben können. Der Beltz Verlag hat mit dem Titel „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ von Verena Reinhardt genau so eine Geschichte heraus gebracht.

Inhalt:

Friedrich Löwenmaul will eigentlich einen ruhigen Nachmittag verbringen in seinem Schaukelstuhl. Er hat es schwer in seiner Familie. Denn seine Familie ist bekannt dafür Hummeln zu zähmen und darauf zu reiten. Besonders sein Großvater hat damit einen sehr großen Bekanntheitsgrad erreicht. Doch Friedrich will mit alldem nichts zu tun haben. Als Friedrich im Schaukelstuhl sitzt und die Ruhe genießt taucht eine Hummel auf. Diese Hummel hat goldene Streifen und kann sprechen.  Sie stellt sich als Hieronymus Brumsel vor. Hieronymus überredet Friedrich auf ihn zu reiten. Friedrich zuerst argwöhnisch ist dann doch neugirig auf das Gefühl durch die Lüfte zu schweben. Während des Flugs eröffnet Hieronymus Friedrich, dass dies eine Entführung ist. Er soll sich nicht wehren, weil es keinen Sinn hat. Friedrich fügt sich dieser Situation und gemeinsam überqueren sie das Meer, wo das Königreich Skarnland sich befindet in dem Königin Ophrys herrscht. Die Königin verlangt von Friedrich gemeinsam mit Brumsel, der auch Chef des Geheimdienstes ist, das Land Nordwärts auszuspionieren. In diesem Land herrscht die weiße Fee, die Konkurettin der Königin. Die Königin Ophrys hält Friedrich für einen tapferen Hummelreiter. Denn das einzige Wissen über Hummelreiter, dass die Bewohner von Skarnland haben  stammt von einem Buch, dass sie in einem Schiff gefunden haben vor der Küste. Dieses Buch stammt ausgerechnet von Friedrichs Großvater. Friedrich versucht diesen Irrtum aufzuklären doch es ist zwecklos. Schließlich fügt er sich dem Befehl der Königin. Gemeinsam machen sich Friedrich und Brumsel auf den Weg. Doch schon sehr bald finden beide heraus, dass es doch nicht so einfach ist. Sie müssen sich gegen Hornissen, Heuschrecken und Magier wehren. Werden Friedrich und Brumsel es schaffen die Bedrohung aus Nordwärts zu verhindern? …

Warum dieser Titel?

Die Geschichte von der Autorin Verena Reinhardt ist ein tolle und spannende Geschichte. Es macht Spaß in diese Welt von Skarnland und Nordwärts einzutauchen. Hier sollte man besonders die Mythen in Tüten erwähnen. Denn dadurch dass es auch für Friedrich alles neu ist kann man sich auch als Leser gut die Situatuionen vorstellen. Die Insekten und  Menschen von Skarnland und Nordäwrts zeigen schöne Charakterzüge auf, wobei sie die Welt nicht ganz so kompliziert sehen. Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt und mit 521 Seiten nicht gerade eine kurze Lektüre. Die Geschichte wird von einen schönen Humor begleitet und hat die ein oder andere Überraschung parat.

Dieses Buch ist für Leser geeignet, die Spaß an eine tolle, spannende und lustige Geschichten haben. Es ist eine tolle Fantasywelt, die die Autorin hier entworfen hat. Die Geschichte ist nicht nur für Kinder geeignet, sie kann auch die Erwachsenen begeistern.

Titel: Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul

Autor: Verena Reinhardt

ISBN: 978-3-407-74855-3

Verlag: Gulliver bei Beltz & Gelberg

Preis: 12,95 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Django lässt grüßen…

20160708_183814-1Hallo  Freunde des Lesens,

nicht nur in der Filmwelt ist der Western zurückgekehrt auch in der Literatur hat man wieder den Mut gefunden sich diesem Abenteuergenre zu widmen. Dem Verlag Tropen ist mit dem Titel vom Autor Joe R. Lansdale „Das abenteuerliche Leben des Deadwood Dick“ ein toller Westernroman gelungen herauszugeben.

Inhalt:

Nat Love besser bekannt als Deadwood Dick ist eine lebende Westernlegende und das obwohl er schwarz ist. Wie ist er zu dieser Legende geworden? Das alles schreibt er nun auf. Es hat alles damit angefangen als er noch ein kleiner Junge war namens Willie Jackson und in die Stadt ging um Besorgungen für seinen  Vater abzuholen. Auf den Weg zum Laden hat er einer weißen Frau zu langen auf den Hintern geguckt. Der Ehemann Ruggert, der regelrecht eine Haß auf Schwarze hat, beschuldigt ihn der Vergewaltigung und will ihn mit einen aufgebrachten Mob lynchen. Dabei spielt die Hautfarbe eine größere Rolle als die eigentliche Anklage. Denn Ruggert haßt 2 Arten von Menschen Yankees und die Schwarzen. Willie muss fliehen, wenn er überleben will. Sein Vater gibt ihm ein altes Pferd, damit er so schnell wie möglich abhauen kann. Der Vater von Willie muss als Opfer herhalten. Doch Ruggert ist nicht zufrieden. Willie hingegen findet zuflucht auf der Farm von Mr. Loving, einem ehemailgen Soldaten. Mr. Loving kümmert es nicht was Willie getan hat oder wie seine Hautfarbe ist. Nur die Segelohren von Willie stören ihn. Der Junge lernt durch Mr. Loving lesen und schreiben. Auch den Umgang mit Schußwaffen bringt Mr. Loving  dem Jungen bei und zeigt dort sowohl Talent als auch Können Damit eröffnet sich fürWillie eine ganz neue Welt und auch neue Möglichkeiten. Doch Ruggert ist ihm auf den Fersen und er wird Willie verfolgen selbst, wenn er dafür in die Hölle muss. Ruggert bekommt immer das was er will und geht dabei über Leichen. Schliesslich muss Willie Jackson die Farm von Mr. Loving verlassen. Aus Willie Jackson wird Nat Love. Wie schafft es Nat trotz seines Verfolgers zur Legende Deadwood Dick zu werden?…

Warum dieser Titel?

Dieser Titel ist kein Juwelin der Literatur, wie manche es bezeichnen. Aber das darf man von ihm auch nicht verlangen. Es macht einfach Spaß zu lesen.  Das Cover verspricht das, was drinne ist. Der Autor Joe R. Lansdale ist es gelungen durch eine authentische Sprache die richtige Atmosphäre darzustellen. Natürlich kann man die Menschen verstehen, denen es zu viel ist und mehr tiefe Verlangen. Dieser Nat Love alias Deadwood Dick hat tatsächlich existiert und zählt zu den Westernlegenden. Allein das verleiht eine gewisse Tiefe und macht diesen Roman  lesenswert.

Dieser Abenteuerroman ist für Leser geeignet, die nichts gegen eine dreckige, authentische Westerngeschichten haben. Der Charakter Nate Love lässt gewisse paralellen zu der Filmfigur Django zu bzw. umgekehrt.

Titel: Das abenteuerliche Leben des Deadwood Dick

Autor: Joe R. Lansdale

Verlag: Tropen

ISBN: 978-3-608-50140-7

Preis: 24,95 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

 

Ein kleiner Text

Diese Text habe ich vor 3 Jahren geschrieben. Ein bisschen Düster vielleicht gefällt es euch.

Beschallung

Von Jan Erichson

Beschallung. Die Ohren schmerzen. Sie fangen an zu bluten. Das Blut tropft vom Ohrläppchen auf die Schulter. In der Stille ist ein leises plätschern zu vernehmen. Erinnert an ein Bächlein, welches seinen Weg durch die Landschaft bahnt.

„Ich bin der Herr.

Mir musst du dienen.

Bis in den Tod hinein.“

Diese Stimme verursacht Schmerzen im Kopf. Obwohl der Wärme, strahlt sie Kälte aus. Kein Befehl, doch zwingend. Keine Dominanz, doch herrschend.

„Ich bin der Herr.

Mir musst du dienen.  

Bis in den Tod hinein.“

Diese Stimme verursacht Schmerzen im Kopf. Sie selber kennt den Schmerz nicht. Fragen sind nicht gestattet. Tatsachen werden geschaffen. Das rote Bächlein wird zum Fluss, bildet  einen Strom.

Menschen sitzen in Reih und Glied. Die Oberkörper beugen sich rhythmisch  nach vorne, nach hinten. Diener ihres Willens. Der Verstand foltert.

„Du bist der Herr.

Ich muss dich ehren.

Bis in den Tod hinein.“

Murmelnd antworten sie der Stimme. Ihre Blicke sind auf dem Boden gerichtet, beschallt werden die Ohren, bluten tun sie nicht mehr. Es hat sich ausgeblutet. Leer. Nur noch eine Hülle vorhanden. Bis in die Unendlichkeit für die Ewigkeit Gefangene im Diesseits und im Jenseits! Kein Entkommen!

Ruhe. Das Murmeln ist verstummt, sie halten inne in der Bewegung. In der Stille kann man das rhythmische Schlagen des Herzens vernehmen. Das Herz wehrt sich, es kämpft. Schwarze Ketten versuchen es zu drosseln, zu würgen. Mit aller Kraft wehrt sich das Herz.

Hoffnungsschimmer? Ein Ende der Unendlichkeit für die Ewigkeit Gefangene im Diesseits und im Jenseits? Ein Entkommen?

„Ich bin der Herr.“

„Ich habe keinen Herrn!“

„Du musst mich ehren.“

„Warum soll ich dich ehren?“

„Bis in den Tod hinein!“

„Nicht mein Leben!“

Die Köpfe heben sich. Die Blicke wenden sich der Schwärze zu, versuchen zu erkennen.

Wer Spricht dort?

Wer zwingt sie?

Das Herz sprengt die enganliegenden schwarzen Ketten. Es kann wieder atmen, es kann überleben. Die Schwärze verschwindet, die Sicht wird klarer. Alle zeigen in die Richtung der  verschwundenen Schwärze, in der sich der Schuldige versteckt hat. Freude spiegelt sich in den Augen auf  Gerechtigkeit.

Wer ist der Diktator?

Wer ist der Folterknecht?

Aus der Schwärze hat sich eine spiegelnde Fläche geformt. Alle zeigen auf sich selbst.

Stille.

 

Ein Japaner in Hamburg

2016-07-13 19.12.21Hallo liebe Freunde des Lesens,

den ersten Titel, den ich nun präsentiere ist eine spannende Sommerlektüre.

Henrik Siebold ist es gelungen mit „Inspektor Takeda und die Toten von Altona“ einen sehr guten, klassischen Krimi zu präsentieren.

Inhalt:

Der Inspektor Takeda macht bei einem so genannten Austauschprogramm mit. Die Städte Tokio und Hamburg wollen enger zusammenarbeiten und deswegen schicken sie Takeda nach Hamburg um den Dialog zwischen den Morddezernaten beider Städte voranzutreiben. In Hamburg angekommen bekommt  Herr Takeda Claudia Harms als Kollegin zu gestellt. Sie ist weniger froh darüber, weil sie  von Ihrem Chef eher die Rolle des „Babysitters“ für den japansichen Kollegen übernehmen soll . Dabei hat sie es als Frau schon schwer genug unter den männlichen Kollegen des Morddezernats und dazu kommt noch, dass ihr Vater ein stadtbekannter und gefürchteter Rechtsanwalt ist und das Gerücht herum geht, dass sie nur deswegen den Job hat. So allem Überfluß versucht der Chef von Frau Harms den Japaner nicht allzu sehr in den Arbeitsbereich des Morddezernats einzugliedern, weswegen Frau Harms  und Herr Takeda nur die eindeutigen Fällen bekommen sollen, wo kaum ermittelt werden soll. Denn die Angst ist groß bei den Hamburgern, dass das Projekt befremdlich auf die Bürger wirkt, wenn ein Japaner ermittelt und es scheitert. Deswegen sollen Frau Harms und Herr Takeda nur eindeutige Fälle zu gesteilt bekommen. So ein Fall kommt schneller als gedacht nämlich den Selbstmord eines Buchhändlerehepaares, die in ihrer Wohnung in Altona tot aufgefunden worden sind. Doch dort angekommen wird Herrn Takeda, der übrigens ohne Waffe ermittelt, schnell klar, dass diese angebliche Selbstmordtheorie nicht stimmt. Doch wer hatte ein Motiv? Die Immobilienfirma, die Altona komplett aufkauft und die Menschen zwingt ihre Häuser zu verlassen? Die Nachbarn, weil  das Buchändlerehepaar eine gewisse Ausländerfeindlichkeit aufzeigten? Vielleicht kommt der Täter auch aus der Vergangenheit und wollte sich rächen? Oder war es doch Selbstmord? Takeda und Harms stoßen immer mehr auf Wiedersprüche. Können sie den rästelhaften Schleier heben und sehen was wirklich geschehen ist und warum ist der Inspektor Takeda wirklich nach Hamburg gekommen?….

Warum dieser Titel?

Es ist ein guter spannender Krimi. Erst auf den letzten Seiten kommt die Auflösung, aber so viel sei gesagt der sogenannte Showdown bleibt nicht bei einem zentralen Ort. Die Figuren sind authentisch und nicht zu übertrieben dargestellt. Neben dem Kulturencrash wird auch der gesellschaftliche Wandel von weltoffenden Menschen zu intoleranten Menschen vom Autoren gezielt in den Fall eingebunden. Gerade in der heutigen Zeit ist es aktueller und vorstellbarer denn je. Durch die Sicht eines Aussenstehenden ( Von Herrn Takeda) bekommt der Leser eine ganz andere Perspektive geboten auf die heutige bzw. unserer deutschen Gesellschaft. Dazu kommt noch ein schöner, bodenständiger Humor hinzu, die den Leser zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregt.

Dieser Krimi ist für alle geeignet, die einen klassischen Krimi bevorzugen. Hier spielt das Ermitteln und die Charakteren, die entscheidene Rollen. Das alles ergibt eine stimmige und flotte Leselektüre.

Info:

Titel: Inspektor Takeda und die Toten von Altona

Autor: Henrik Siebold

Verlag: Aufbau Taschenbuch (ATB)

ISBN: 978-3-7466-3213-1

Preis: 9,99 €

im öffentlichen Handel erhaltbar.

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch,

meineliteraturwelt