Die vergessenen Kinder

Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Adventssonntag. Mit diesem Beitrag werde ich nun eine kleine Aktion starten. Ich werde jeden Adventssonntag eine Weihnachtsgeschichte veröffentlichen. Das wichtige an meinen Geschichten ist, dass sie an Weihnachten spielen ansonsten sind sie recht unterschiedlich. In der Hoffnung ihr habt Spaß daran wünsche ich eine frohen 1. Advent.

Ach ja falls euch Fehler auffallen bitte ich euch es mir unverzüglich zu melden. Ich werde sie dann schnellst möglich bearbeiten. Schließlich bin ich ein Mensch und keine Maschine und versuche aus Fehlern zu lernen.

Viel Spaß euch noch wünscht euch

Jan Erichson

 

Die vergessenen Kinder

Von Jan Erichson

Es hat sich die Sonne gerade verabschiedet um dem Mond den Weg frei zu machen. In den Straßen der kleinen Stadt Zyklus flackern allmählich die Straßenlaternen auf. In einer Seitenstraße will  eine der Vier dort stehenden Lampen nicht richtig leuchten. Sie flackert ab und zu und veranstaltet dadurch wilde Schattenspiele auf der gegenüberliegenden Mauer, wo in Sprayschrift nationalistische Sprüchen und kommunistische Sprüche sich an die Gurgel gehen und somit an Klarheit und Präsenz verlieren obwohl sie das Gegenteil bewirken wollen. Mitten auf diesen nicht zu erkennenden Schriftzügen sind 10 Plakate von einer Musikband, die ihr nächstes Konzert auf dem alten verlassenen Fabrikgelände ankündigt. Gegenüber dieser Mauer ist ein altes Fachwerkhaus. Das Dach ist halb eingestürzt und die Fensterscheiben sind nicht mehr vorhanden. Die Tür hängt halb in den Angeln und wird vom Wind hin und her geschlagen. Die dumpfen Geräusche der Schläge und das Quietschen der Scharniere erfüllen die stille Nacht. Der Wind bläst seinen kalten Atem durch jeden vorhandenen Spalt des Mauerwerks vom Haus.

Wir schreiben den 24.12. Ein Mann mit weißen Bart und rotem Mantel stampft seelenruhig durch diese Seitenstraße mit den Vier Laternen, der Mauer und dem Fachwerkhaus. Es liegt hoher Schnee, der die Straße verschwinden lässt. Der Mann hat Schwierigkeiten einen Fuß vor den anderen zu setzen. Der große braune Jutebeutel macht es nicht leichter das Gleichgewicht zu halten. Trotzdem strahlt dieser Mann eine Ruhe und Gelassenheit aus, um die ihn jeder Mensch beneidet. Der Blick vom Mann wandert nach rechts zu dem heruntergekommenen Fachwerkhaus. Er bleibt stehen, denn dieser Anblick vom dem Haus verursacht in ihm ein Gefühl des Unbehagens. Sein Blick wandert vom Haus zum Ende der Straße. Es nicht mehr weit. Nur noch an diesem einen Haus muss er noch vorbei. Dann auf einmal vernimmt er im heulen des Windes ein Kichern und Lachen wahr. Plötzlich gehen die Laternen aus und die Straße liegt in der Dunkelheit. Nur noch der Schnee spendet eine Art Licht. Zwei kleine Gestalten tauchen plötzlich aus dem nichts auf. Sie stehen an der Mauer bevor sie durch den Schnee zum Fachwerkhaus rüber laufen. Das Lachen begleitet die zwei und für einen kurzen Moment hört auch der Wind schweigend zu. Der Mann mit dem Jutebeutel blinzelt ganz kurz mit den Augen und da sind das Lachen und die Gestalten auch schon wieder verschwunden. Die Vier Laternen leuchten wieder wobei eine sehr stark flackert. Hat sie seinen alten Augen vielleicht einen Streich gespielt? Wird er doch älter? Mit einem kräftigen Kopfschütteln verneint er diese Fragen besonders die Letzte, als ob er einen der ihm Gegenübersteht überzeugen müsste. Er will gerade seinen Jutesack wieder über die Schulter werfen und seinen Weg fortsetzen als er wieder dieses Lachen und Kichern hört. Er hört genauer hin und er stellt fest, dass es das Lachen von Kindern ist. Es ist ein freundliches und helles Lachen sowohl von einem Jungen als auch von einem Mädchen. Diesmal kommt das Lachen nicht von der Mauer sondern aus dem heruntergekommenen und verlassenen Fachwerkhaus.

Dieses Haus sieht für den Mann aber unbewohnt aus. Kann es sein, dass das Haus doch auf seiner Liste steht und er es nur Übersehen hat. Es wäre das erste Mal, dass ihm so etwas passieren würde. Er schreitet nun selbstbewusst zu dem Haus hin. Der Gedanken, dass er Kinder vergessen hat vertreibt in ihm die Furcht vor dieser Ruine, die er vorher in sich gespürt hat. Er nähert sich der Holztür, die nun still angelehnt ist, weil der Wind aufgehört hat zu heulen, denn er beobachtet die Szene still und leise. Durch einen Holzspalt dringt Licht nach draußen.  Genau dieser Spalt gibt den Blick frei auf zwei Schatten, die sich in der Ruine bewegen.  Sie scheinen vor einem Feuer zu sitzen und machen mit ihren Händen Schattenspiele, die sie an die gegenüberliegende Wand werfen.  Er kann nicht erkennen was sie als Schatten darstellen doch es ruft ein kindliches Kichern hervor. Noch dazu hört er ein klackern, dass ihn vermuten lässt, dass die Kinder mit Murmeln spielen. Ganz vorsichtig öffnet er die Tür, denn sie sollen keine Angst haben und dann wieder spurlos verschwinden. Doch die Tür macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Ein lautes quietschendes Geräusch kündigt sein kommen an. Die Kinder drehen sich hektisch um und schauen zum Mann hinüber. Doch bevor er etwas sagen konnte wird er von den Kindern mit Fragen attackiert. „Wer sind Sie? Was machen Sie hier?“, fragt sofort der Junge, der sich von den beiden Kindern als der ältere erweist und sich schützend vor dem Mädchen hinstellt. Der Mann ist irritiert wegen dem höflichen aber doch unterschwellig aggressiven Unterton ihm gegenüber. „Ich bin der Weihnachtsmann.“  Doch anscheinend kann er damit nicht punkten. Der Junge guckt ihn weiterhin skeptisch an. „Ich hatte draußen auf der Straße Stimmen gehört. Mir ist dieses Haus sonst nie aufgefallen. Auf meiner Liste steht es auch nicht. Habt ihr denn kein richtiges Zuhause?“ Der Weihnachtsmann versucht seinen Blick auf das Mädchen zu richten während er spricht. „Das ist unser Zuhause.“, antwortet der Junge. Das kleine Mädchen lugt hinter den Rücken ihres Bruders hervor. „Bist du wirklich der Weihnachtsmann?“ Ihre dunklen braunen Augen gucken den Weihnachtsmann  flehend an. Dabei fällt ihm auf das ihre Augen müde aussehen obwohl die Körpersprache ein andere ist und dass ihr Gesicht eine kränkliche Blässe aufweist.  „Ja ich bin der Weihnachtsmann und in diesem braunen Jutebeutel..“, mit einer heftigen Bewegung hievt der Weihnachtsmann seinen Jutebeutel vor seinem Körper, „…habe ich Geschenken für Kinder drinnen, die auf meiner Liste stehen.“  „Hast du auch für uns Geschenke? Stehen wir auf deiner Liste?“ fragt das Mädchen ganz schüchtern. Sie hat sich aus ihrer Deckung getraut. Steht jetzt neben ihrem Bruder, dessen Hand sie immer noch festhält. Die Stille, die nach ihrer Frage kommt wird auf einmal mit einem lauten Lachen des Jungen durchschnitten. Dieses Lachen ist kein ehrliches Lachen sondern es klingt nach Hohn und Spott. „Du glaubst doch nicht wirklich, dass der Weihnachtsmann für uns was hat. Der hatte noch nie etwas für uns. Es jetzt das erste Mal, dass er überhaupt dieses Haus betritt.“ In seinem Blick liegt eine Arroganz und der Weihnachtsmann kann ihm diese auch nicht verübeln. Im diesem Haus war er wirklich noch nie gewesen weswegen er ein schlechtes Gewissen hat als das Mädchen lautstark wird. „ Da irrst du dich! Er hat für jeden immer etwas dabei! Für jeden!“ Der Weihnachtsmann hört dem Streitgespräch zu. Für die Kinder  ist der Weihnachtsmann gerade unsichtbar. Sie stehen sich nun gegenüber. Der Junge herablassend auf das Mädchen. Das Mädchen guckt kämpferisch nach oben zum Jungen.  Während sie sich mit sich selbst beschäftigt sind kann der Weihnachtsmann seinen Gedanken in Ruhe nachgehen.  Wieso ist dieses Haus nicht auf seiner Liste und wieso kennt er diese Kinder nicht? Ist seinen Elfen ein Fehler unterlaufen? Doch bevor er darauf eine Antwort finden kann merkt der Weihnachtsmann wie die Kinder ihn anstarren. Der Junge guckt ihn an als ob er ein Lügner wäre, das Mädchen hingegen guckt erwartungsvoll. „ Na Weihnachtsmann hat dir die Frage deine Fähigkeit zu sprechen geraubt?“, kommt es neckisch vom Jungen.  Der Weihnachtsmann versucht wieder den Faden aufzunehmen. „Entschuldigung, ich war gerade mit meinen Gedanken ganz woanders.  Wieso? Habt ihr mich etwas gefragt?“ Dabei wendet er sich dem Mädchen zu und versucht den Blick des Jungen zu ignorieren. „Was hast du denn mich gefragt?“ „Ob du uns nun die Geschenke reicht´s?“ Dabei klingt das Mädchen nicht mehr erwartungsvoll, wahrscheinlich weil sie ihre Frage ein zweites Mal stellen musste. Um diesen erwartungsvollen Blick wieder zu erzeugen kommt von ihm wie aus der Pistole geschossen: „ Natürlich habe ich für euch Geschenke dabei.“ Jetzt hat der Weihnachtsmann auch das Interesse des Jungen geweckt. Innerlich verflucht sich der Weihnachtsmann für seine schnelle Zunge.  Er öffnet seinen Jutebeutel und greift hinein. Um etwas Zeit zu schinden stellt er den Kindern Fragen. „Wie heißt ihr denn?“ „Ich bin Isabell und der dort“ und zeigt mit dem Finger auf den Jungen, „ ist mein großer Bruder Thomas.“ „Und wie alt seid ihr?“ Der Weihnachtsmann hofft, dass die beiden Kinder nicht merken wie panisch seine Hand im Jutebeutel nach etwas sucht. „Ich bin 6 Jahre alt und mein Bruder ist 9“. Doch Thomas merkt, dass der Weihnachtsmann nur Zeit schinden möchte. „Du hast gar keine Geschenke für uns!“ schreit er und zeigt bedrohlich mit dem Finger  auf den Weihnachtsmann. Isabell guckt erschrocken zu ihrem Bruder dann wieder zum Weihnachtsmann.  „Auf jeden Fall habe ich etwas für euch dabei.“ Der Weihnachtsmann merkt, dass Thomas nicht auf den Kopf gefallen ist und erwidert daraufhin schnell: „Ich brauche eure Namen und euer Alter, damit ich weiß was ich euch schenken kann. Sonst könnte ja jeder den Weihnachtsmann spielen.“ Diese Aussage stellt Thomas erstmal zufrieden, dass kann man an seinen Gesichtsausdruck sehen, dass sich entspannt.  Der Weihnachtsmann ist nun genötigt etwas zu finden, denn ansonsten würde die kleine Isabel den Glauben an ihn verlieren. Wenn Kinder anfangen den Glauben an ihn zu verlieren ist somit auch seine Existenz bedroht. Die Miene des Weihnachtsmannes entspannte sich als seine Hände etwas ertasten. Sein Blick wandert zu Isabell, deren Augen wieder anfangen zu strahlen. Ihre Augen sagen ihm, dass sie nie daran gezweifelt hat, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.  Mit einem Augenzwinkern an Isabell gerichtet holt der Weihnachtsmann aus dem Jutebeutel ein Spielzeugpferd aus Holz heraus. „Oh! Das habe ich mir schon immer gewünscht!“ Isabell nimmt das Pferd setzt sich auf dem Boden und fängt an damit zu spielen. Thomas ist noch blasser geworden. Mit gesenktem Haupt die Hände hinter dem Rücken schleicht er näher an den Weihnachtsmann heran. „Hast du auch etwas für mich?“ Die Arroganz und der Argwohn sind der Neugier und der Schüchternheit gewichen. Der Weihnachtsmann muss innerlich grinsen als  Thomas so angeschlichen kommt. Für Thomas holt er aus seinem Jutebeutel ein Holzgewehr hervor. Thomas Augen leuchten als er das Spielzeug in die Hand nimmt.  Der Weihnachtsmann sieht den beiden Kindern Isabell und Thomas beim Spielen zu. Sie wirken auf ihn Glücklich und irgendwie auch erlöst. Der Weihnachtsmann wünscht den Beiden eine Schöne Weihnacht und er verlässt das Fachwerkhaus. Der Wind fängt wider an zu heulen.

Auf der Straße wird der Weihnachtsmann von einem Polizisten angesprochen, der durch die Straßen patrouilliert. „Hey sie da mit dem roten Mantel?! Was haben sie da im alten Fachwerkhaus gesucht?“  „Ich habe nur dort Zwei Kinder besucht. Thomas und Isabell heißen sie.“ Der Polizist guckt den Mann mit dem roten Mantel und dem weißen Bart an. „In dem Fachwerkhaus wohnten Kinder und sie hießen auch Isabell und Thomas: Sie waren Sechs und Neun Jahre alt. Doch das ist schon lange her. Vor 50 Jahren fiel eine Bombe auf das Haus und tötete sie beide. Sie sind nun auf dem Friedhof beerdigt.“ Mit diesen Worten lässt der Polizist den Weihnachtsmann in der Straße stehen. Der Blick des Weihnachtsmannes wandert wieder rüber zum Fachwerkhaus. Am  Eingang stehen Thomas mit seinem Holzgewehr und Isabell mit ihrem Holzpferd und winken ihm zu. Der Weihnachtsmann winkt zurück. Dabei kommt ihm der Gedanke, dass es egal ist was für Wesen Thomas und Isabell sind. Er hat sie glücklich gemacht und allein das zählt. Dies ist die Aufgabe des Weihnachtsmannes Glück zu verbreiten. Der Weihnachtsmann nimmt sich vor auch nächstes Jahr Thomas und Isabell zu besuchen und sie zu beschenken.  Und während er seinen Sack über die Schulter hievt hat er nächste Weihnacht vor außer Isabell und Thomas noch all  die anderen  vergessenen Kinder zu besuchen. Er will ihnen wieder Glück bringen und das wird er auch. Und mit diesem Versprechen verlässt der Weihnachtsmann die Straße und das Fachwerkhaus. Das Fachwerkhaus in Zyklus.

 

 

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Das Leben ist kompliziert….

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

lasst mich euch einen Roman vorstellen, der wahrscheinlich den Preis für den längsten Titel bekommen würde. Todd Hasak-Lowly hat mit seinem Titel „Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass Du Du bist“ einen besonderen Roman für Jugendliche aber auch für Erwachsene entworfen. Erschienen ist der Titel beim Beltz Verlag.

Inhalt:

Darren ist Fünfzehn. Doch sein Leben ist aus den Fugen geraten. Seine Eltern lassen sich scheiden. Der Grund ist, dass sein Vater gemerkt hat doch eher eine Beziehung  mit einem Mann einzugehen. Für Darren ist es nicht schlimm, dass sein Vater schwul ist sondern dass seine Eltern sich scheiden lassen.  Sein Bruder Nate, mit dem er in einer Band spielt, verlässt das Zuhause um am College zu studieren. Noch dazu kommt, dass das Mädchen in die sich Darren verguckt hat ihm eine Abfuhr gibt obwohl er ein hammergeiles Bass-Solo spielt.  Darren ist das Leben einfach zu viel. Besonders sein Vater nervt, weil er ständig mit ihm zu Dr. Schrier gehen will, damit sie über ihre Probleme sprechen. Seine Mutter ist ständig auf Geschäftsreise und somit nicht Zuhause. Darren will Abstand. Er beschließt Nate auf dem College zu besuchen. Das Problem Darren hat keinen Führerschein. Also bittet er Zoey, mit der er eigentlich gar nichts zu tun hat, um den gefallen ihn zum Bahnhof zu fahren. Auf der Fahrt zu Nate kommen sich Darren und Zoey näher, wobei Darren nicht ganz schlau aus ihr wird. Doch statt es besser wird bei seinem Bruder, wird alles noch viel komplizierter. Darren weiß nicht was er vom Leben erwarten soll?  Warum können seine Eltern nicht eigentlich wieder zusammen sein und was ist der wahre Grund für die Trennung? Außerdem steht für Darren noch der 16te Geburtstag  an, er hat noch vor den Führerschein zu machen und sein Vater stellt ihm seinen neuen Partner vor. Außerdem fragt Darren sich was es mit Zoey auf sich hat. Haben die Beiden eine Zukunft? Für Darren ist das Leben kompliziert geworden und irgendwie wird es mit der Zeit auch nicht leichter seinen Platz zu finden…

Warum dieser Titel?

Dieser Titel ist ganz besonders geschrieben. Er ist nämlich in Listen verfasst.  Jede einzelne Seite ist eine Liste. Manchmal sind auf der Liste über 10 Punkte manchmal aber auch nur 1 Punkt.  Trotzdem schafft der Autor dadurch eine Geschichte zu erzählen, die über einen Jungen ist, dessen alten  Welt aus den Fugen gerät und sich einen Platz in der neuen Welt suchen  muss. Es liest sich durch die Listen recht leicht und trotzdem entwickelt der Autor eine gute Geschichte daraus.

Diese Lektüre ist für die Leser geeignet, die Geschichte mögen über Jugendlichen die sich mit dem Leben auseinandersetzen müssen um ihren Platz zu finden.

Titel: Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass Du Du bist

Autor/in: Todd Hasak-Lowy

ISBN: 978-3-407-74863-8

Verlag: Gulliver von Beltz

Preis: 12,95 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht

meineliteraturwelt

 

Ein Krieger für England….

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

Bernhard Cornwell schreibt historischen Romane, die er zu einer Serie ausbaut. Das beste Beispiel ist die Sharpe-Reihe, die 23 Titeln umfasst. Doch hier werde ich nun den Anfang einer anderen Reihe von Cornwell vorstellen. Nämlich die Sachsen-Saga, die bis jetzt aus 10 Titel besteht. Erscheinen tut die Reihe seit 2007 beim Rowohlt Verlag.

Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 866: Uhtred ist der Sohn eines Fürsten. Sein Vater regiert über einen Landabschnitt im Norden Englands. Als Uhtred 10 Jahren alt ist kommen merkwürdige Boote zu Ihnen, die aussehen wie Drachen. Es sind die Wikinger, die mordend und plündernd ihren Weg durch England schlagen. Auch Uhtreds Familie fällt in der Schlacht um das eigene Land. Doch der 10 Jährige Uhtred zeigt einen so großen Kampfgeist, dass der Anführer der Dänen von ihm beeindruckt ist. Er nimmt Uhtred mit und zieht ihn als seinen eigenen Sohn auf. In den folgenden Jahren lernt Uhtred das Kämpfen im Schildwall und die Kultur der Dänen kennen. Durch seinen enormen Kampfgeist gewinnt er den Respekt und die Kameraden in der Armee der Wikinger. Gemeinsam kämpfen sie sich durch England bis die Dänen auf das letzte noch verbliebene Königreich stoßen. Wessex. Dieses letzte Stück Land wird vom König Alfred und der noch letzte verbliebenen englischen Armee verteidigt. In Uhtred regt sich der Engländer. Obwohl ihn die Dänen wie einen als der Ihren aufgezogen haben wechselt Uhtred die Seite und kämpft für ein freies England. Die Engländer haben mit Uhtred einen Krieger gewonnen, der sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Gegners kennt. Doch mit den Erfolg kommen die Menschen, die ihn beneiden. Somit muss Uhtred sowohl gegen Dänen kämpfen als auch gegen die Neider, die aus der eigenen Armee kommen. Doch Uhtred hat nur ein Ziel: Er möchte das Land seines Vaters zurückbekommen. Werden die Engländer es schaffen gegen diese Übermacht an Feinden anzukommen? Hat Uhtred wirklich die Seiten gewechselt und wird er es schaffen das Land seines Vaters zurückerobern? Die Schlacht kann man gewinnen doch der Krieg ist damit noch lange nicht vorbei….

Warum dieser Titel?

Bernard Cornwell schafft es geballte Action mit historischen Hintergrundinformation zu verknüpfen. Von Schlacht zu Schlacht wird der Leser geführt.  Sehr detailreich und realistisch beschreibt Cornwall die damaligen Schildkämpfen. Der Charakter von Uhtred ist gut dargestellt als Leser fiebert man mit Uhtred mit. Dabei schlagen zwei Herzen in Uhtreds Brust. Man liest die Geschichte recht schnell, weil auch die Handlung sehr schnell ist.

Diese Lektüre ist für Leser geeignet, die einen historischen Roman in dem Action aber nicht der geschichtliche Hintergrund fehlt lesen wollen. 10 Bände voller Schlachten.

Titel: Das letzte Königreich

Autor/in: Bernard Cornwell

ISBN: 978-3-499-24222-9

Verlag: Rowohlt

Preis: 10,99 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Das Herz ist eine empfindliche Uhr…

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Hallo liebe Freundes des Lesens,

das Herz ist eines der bedeutesten Organe, die der Mensch besitzt. Mathias Malzieu ist eigentlich Musiker nämlich Frontmann in der französischen Band Dionysos. Mit dem Werk „Die Mechanik des Herzens“ zeigt er, dass auch Musiker das Zeug haben zum Schriftsteller. Erschienen ist das Werk bei Carl´s books.

Inhalt:

Es ist das Jahr 1874. In Edinburgh herrscht die kälteste Nacht im Jahr. Eine Frau kommt zu Dr. Madeleine, deren Hütte auf einem Hügel außerhalb der Stadt steht. Sie wird von den Stadtbewohnern als eine merkwürdige Gestalt beschrieben manch einer bezeichnet sie sogar als Hexe.  Zu Madeleine kommen immer Frauen, die schwanger sind aber die Kinder nicht behalten wollen. Die Dame zieht dann die Kinder groß und gibt sie zur Adaption frei. In der kältesten Nacht des Jahres taucht eine Frau auf, die schwanger ist. Sie gebärt das Kind und zieht von dannen in die eisige Nacht hinaus und kommt nie wieder. Das Kind, dass sie gebärt hat, hat ein sehr schwaches Herz. Es sieht so aus als ob das Kind die Nacht nicht überleben kann. Dr. Madeleine sieht sich gezwungen den Jungen zu retten indem sie ihm eine Kuckucksuhr als Herz in ihn einbaut. Dies rettet dem Jungen das Leben und so nennt sie ihn Jack. Jack wächst bei Madeleine auf. Doch keine Familie will ihn adoptieren. Das Herz schreckt alle ab. Eines Tages bittet Jack Madeleine ihn mit in die Stadt zu nehmen. Madeleine ist zwar zuerst dagegen kann Jack aber den Wunsch doch nicht abschlagen. In der Stadt begegnen sie der kleinen Flamencotänzerin Miss Acacia. Um Jack ist es geschehen. Das Problem ist, dass seine Uhr total verrückt spielt. Madeleine muss ihn erstmal reparieren um ihn dann zusagen, dass er sich niemals verlieben darf, denn sein Herz ist nicht stark genug für solche Gefühle. Doch Jack will dieses Gefühl wieder erleben und so macht er sich auf die Suche nach Acacia. Doch auf der örtlichen Schule ist sie nicht mehr. Dafür begegnet Jack Joe, der auch ein Auge auf die Tänzerin geworfen hat und Jack damit droht er solle die Finger von ihr lassen. Nach einer Eskalation mit Joe muss Jack vor der Polizei fliehen. Er macht sich auf die Reise nach Andalusien wo Acacia lebt. Jack wird neue Freunde finden aber auch Feinden wieder begegnen. Können Acacia und er glücklich miteinander werden? Was hat es eigentlich mit dem Herzen auf sich?…

Warum dieser Titel?

Die Mechanik des Herzens ist ein wunderschönes modernes Märchen über die Liebe. Mathias Malzieu schafft es mit der Sprache Bilder zu formen, die einem im Kopf bleiben. Inhaltlich hat die Geschichte etwas sehr poetisches. Dabei ist es spannend zu lesen wie Jack, die Liebe für sich entdeckt und der Autor macht deutlich, dass in der Liebe und im Herzen Schmerz und Freude Hand in Hand gehen. Eine wunderschöne, träumerische, poetische Geschichte.

Diese Lektüre ist für die Leser geeignet, die wunderschöne Geschichte mögen, die eine lebendige Welt direkt vor die Augen enstehen lassen. Der Roman hat die Tiefe, die ein Herz besitzt.

Titel: Die Mechanik des Herzens

Autor/in: Mathias Malzieu

ISBN: 978-3-442-74780-1

Verlag: btb

Preis: 8,99 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Der Glaube hat verschiedene Gesichter…

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

kommen wir zu einem Titel, dem leider viel zu selten Beachtung geschenkt wird.  Das Buch „Theos Reise“ von Chatherine Clément ist ein Jugendroman, der helfen könnte, dass die Menschen ein wenig aufgeschlossener sind gegenüber anderen Religionen und sie nicht gleich verdammen. Erschienen ist der Titel beim DTV Verlag in der Kinder- und Jugendbuchreihe Hanser.

Inhalt:

Theo ist 14 und eigentlich ein ganz normaler Junge. Sein Vater ist Forschungsarbeiter am Institut Pasteur und seine Mutter ist Lehrerin für Naturwissenschaft am Gymnasium George Sand. Dazu hat Theo zwei Schwestern. Die eine heißt Irene und hat gerade das Studium der Volkswirtschaft angefangen, die andere heißt Athena und kommt gerade in die Fünfte Klasse. Eigentlich ist in der Familie alles in Ordnung. Doch die Geburt von Theo war schwierig und langwierig. Eigentlich haben die Eltern Zwillinge erwartet doch nur Theo hat überlebt.  Dadurch hat er Schlafstörungen und ist sehr anfällig was Krankheiten angeht. Theo ist ein sehr intelligenter Junge. Wenn er nicht gerade Bücher liest sitzt er vor dem Computer. Er ist der Klassenbeste und seine Familie weiß, dass er anders ist als die anderen Jungs in seinem Alter. Seitdem er sehr schnell gewachsen ist leidet Theo unter einer seltsamen Schwäche, die ihn sogar daran hindert Sport zu machen. Die Ärzte fangen an ihn zu untersuchen. Doch niemand sagt Theo was er hat. Er merkt nur wie sein ganzes Umfeld sich ändert. Seine Familie ist traurig, er muss nicht mehr zu Schule gehen und ständig wird er gefragt wie es ihm geht. Eines Tages taucht seine Tante Marthe auf und im Gegensatz zur Rest der Familie  gibt sie nicht auf. Sie will Theo aus dieser Depression in der er sich befindet heraus helfen und nimmt ihn mit auf eine Reise. Diese Reise führt Theo um die ganze Welt mit Stationen wie Rom, Jerusalem, New York, Istanbul, Tokio und noch andere Städte. Zuerst versteht Theo nicht wozu die Reise dient, doch nach und nach wird ihm bewusst was seinen Tante vorhat. Wird Theo sich darauf einlassen oder wird er die Reise abbrechen?…

Warum dieser Titel?

Chatherine Clement schafft es mit diesem Roman für Jugendlichen verschiedene Religionen darzustellen. Mit der Figur Theo hat sie einen Charakter entworfen, der genau die richtigen Fragen stellt um eine Religion besser kennenzulernen. Dieses Buch ist aber nicht nur für Jugendliche geeigent es können auch Erwachsene lesen. Zwar hat der Roman teilweise seine Strecken aber man bekommt einen sehr guten Einblick in die Religionen. Sie werden leicht und verständlich besprochen. Die Autorin geht nicht tiefer in die Materie hinein aber das würde auch den Rahmen sprengen.

Diese Lektüre ist für die Leser geeignet, die über andere Religionen wissen wollen, wie die Menschen denken und was deren Philosophie ist. Ein kleiner Anstoß für mehr Wissen und Toleranz.

Titel: Theos Reise

Autor/in: Catherine Clément

ISBN: 978-3-423-62019-2

Verlag: DTV Reihe Hanser

Preis. 9,95 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Das Bob-Dylan-Phänomen

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

Benedict Wells hat schon sehr früh angefangen zu schreiben. Mit seinem zweiten Roman „Becks letzter Sommer“ gelang ihm ein Buch, dass ihm mehr Aufmerksamkeit schenkte. Er zählte damals mit seinen 23 Jahren zum jüngsten Autor, der bei diesem Verlag unter Vertrag stand.  Der Roman ist beim Diogenes Verlag, dessen Sitz in der Schweiz sich befindet, erschienen.

Inhalt:

Robert Beck ist ein Lehrer, der Kinder in Musik und Deutsch unterrichtet. Mit seinen Ende 30 steuert er auf eine Midlife-Crisis zu. Denn er ist unzufrieden mit seinem Leben und flüchtet sich in belanglose Beziehungen mit Frauen. Damals musste er seine Musiktträume vergraben, denn er wurde aus der Band herausgedrängt. Sein einziger Freund ist Charlie, der auch aus der ehemaligen Band kommt und Ziellos im Leben herumtreibt. Charlie leidet an  Hypochondrie und erfindet immer wieder Krankheiten, an denen er sterben könnte. Eines Tages wird Beck auf einen Schüler von sich aufmerksam. Es ist  der 17-Jährige Rauli Kantas. Er stammt aus Litauen und sieht aus wie ein kleiner Junge noch dazu als Einzelgänger zählt, der zurückgezogen lebt. Eines Tages zeigt der Junge in Anwesenheit von Beck sein musikalisches Talent an der Gitarre. Beck sieht in dem Junge seine Chance gekommen wieder einen Fuß in das Musikbuisness zu faßen. Gemeinsam arbeiten sie zusammen. Sowohl Beck schreibt für den Jungen Stücke als auch Rauli selbst hat Texte geschrieben. Eines Tages taucht Holger Gersch auf. Nicht nur dass dieser der ehemalige Bandkollege von Beck ist, der ihn herausgedrängt hat sondern Holger Gersch arbeitet auch bei Sony BMG und will Rauli unter Vertrag nehmen. Dabei zwingt er auch wieder Beck zurückzutreten. Doch Beck lässt es sich nicht gefallen. Gemeinsam mit Rauli und Charlie begibt er sich auf einen Roadtrip nach Istanbul, weil Charlie seine Mutter besuchen möchte. Kann Beck doch noch seinen Traum wahr werden lassen? Wird Rauli dem Drängen von Holger Gresch nachgeben und kann Charlie seine Ängste hinter sich lassen? Dieser Roadtrip wird das Leben aller Beteiligten ändern oder doch nicht?…..

Warum dieser Titel?

Benedict Wells ist mit diesem Roman eine schöne Geschichte gelungen über gescheiterte Träume, noch vorhandene Träume oder Ängste. Sowohl Charlie als auch Beck und Rauli sind drei Charakteren, die versuchen ihren Weg im Leben zu finden. Dabei entsteht eine Geschichte in der sich die Charakteren sowohl mit der Vergangenheit, mit der Gegenwart und mit der Zukunft sich auseinander setzen müssen. Wells baut dabei ein schönes Phänomen ein, dass es mit dem Sänger Bob Dylan zu tun hat. Es ist keine komplizierte Geschichte und liest sich leicht.

Diese Lektüre ist für Leser geeignet, die sowohl Musik mögen als auch Geschichten über das Leben. Eine junge Lektüre mit einer Portion Weisheit.

Titel: Becks letzter Sommer

Autor/in: Benedikt Wells

ISBN: 978-3-257-24022-1

Verlag: Diogenes

Preis: 12,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Das zweitgrößte Land Afrikas…

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

was weiß man eigentlich über das Land Kongo? Dafür dass es zu den größten Ländern Afrikas gehört recht wenig. David van Reybrouck wird das ändern. Mit dem Titel Kongo: Eine Geschichte widmet sich der Autor diesem großen uns unbekannten Land. Erschienen ist der Tiel beim Suhrkamp Verlag.

Inhalt:

David von Reybrouck widmet sich der Geschichte vom dem Staat Kongo, der fast in der Mitte Afrikas liegt. Nicht nur dass der Staat von der Fläche der Zweitgrößte und von der Bevölkerung der Viertgrößte ist und dass der Fluss Kongo durchfließt, dieses große Land war auch die Kolonie von einem der kleinsten Ländern Europas. Belgien gehörte dieses Land und der König von Belgien, Leopold II., hat Kongo als sein „Privatbesitz“ angesehen. Es war wie fast jeden Kolonialherrschaft eine brutale Herrschaft und das Gebiet wurde wegen seinen Rohstoffvorkommen ausgebeutet. Erst im Jahre 1960 konnte das Land seine Unabhänigkeit erlangen. In dem Land herrscht  mit knapp 80 Millionen Menschen eine enorme Vielfalt von ungefähr 200 Ethnien. Zwar ist die Verkehrssprache weiterhin Französisch trotzdem herrscht in dem Land eine große Sprachvielfalt. Diese Land hat trotz der langen Fremdherrschaft eine eigene Kultur und eine eigene Geschichte.  Reybrouck reist in dieses Land befragt unter anderem einen über Hundertjährigen, der wirklich fast alles miterlebt hat. Er reist durch das Land lernt Menschen kennen und die Geschichte, Träume und Hoffungen, die in diesem Land schlummern.

Warum dieser Titel?

Reybrouck schafft es einen wirklichen objektiven Blick auf die Geschichte des Landes Kongo zu werfen. Dabei geht er nicht nur auf die Geschichte  des Landes mit historischen Fakten ein sondern auch auf die Kultur und die Menschen, die dort leben. Dabei versucht er auch einen Blick in die Zukunft zu werfen. Der Autor ist selber sehr neugierig und bringt dem Leser ein sehr interssantes Bild vom Land bei. Er zeigt auf was die Herrschaft von Belgien angerichtet hat und das Land um meherere Jahre zurückgeworfen hat. Kongo ist ein Land, dass sehr viele verschieden Einflüße in sich trägt und aufjedenfall das Interresse weckt.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die sich für andere Kulturen und deren Geschichten interressieren. Afirka ein bischen besser kennenlernen.

Titel: Kongo: Eine Geschichte

Autor/in: David Van Reybrouck

ISBN: 978-3-518-46445-8

Verlag: Suhrkamp

Preis: 14,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt