Eine unentdecke Geschichte….

Hallo liebe Freunde des Lesens,

kommen wir zu einem Roman, der ein Bild von Deutschland zeigt nach der Reichspogromnacht, die 1938 stattgefudnen hat. Es ist die Geschichte eines Flüchtenden von einem Flüchtenden selber geschrieben. Es handelt sich um den Roman „Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz. Erschienen ist es beim Klett-Cotta Verlag.

Inhalt:

Otto Silbermann hat alles. Er hat ein florierendes Geschäft, ist jüdischer Abstammung, obwohl nicht laut den Nazis wie ein klassischer Jude aussieht, glücklich verheiratet und genießt in der deutschen Gesellschaft einen hohen Stand. Doch als 1938 die Reichsprgromnacht stattfindet, sieht er es nicht als Anlass aus Deutschland zu fliehen. Er denkt die Nationalsozialisten werden nicht so weit gehen, schliesslich hat er im 1. Weltkrieg gedient und das Eiserne Kreuz verliehen bekommen. Doch es kommt anders. Zuerst wendet sich der Geschäftspartner gegen ihn und er verliert seine Firma und stürmen noch getarnte SS-Soldaten seinen Wohnung und er muss fliehen. 140.000 Mark im Koffer führt ihn seine Reise mit dem Zug quer durch Deutschland. Dabei trifft er auf Menschen, die sowohl für das System sind oder doch Menschlichkeit zeigen. Silbermann fühlt sich auf einmal gar nicht sicher und fragt sich wie es zu dieser absurden Situationen kommen konnte. Dabei trifft er auch auf andere Juden, die versuchen über die Grenzen zu fliehen. Silbermann befindet sich auf der Reise durch ein Land was sich immer dem schrecklichen System unterwirft und wie es von manchen als notwendig beziehungsweise als selbstverständlich angesehen wird. Der Verstand von Silbermann wird durch die Flucht immer zur Belastung. Er verliert seinen Status, sein Vermögen und schliesslich auch das letzte Verbliebene: Seinen Verstand.

Warum dieser Titel?

Der Autor Ulrich Alexander Boschwitz war selber deutscher und ist geflohen. Das Manuskript hat er während dieser Zeit geschrieben. Er starb bei einem U-Boot Angriff von den Deutschen auf ein Passagierschiff. Der Roman wurde erst im Englischem und dann auch im Französischem übersetzt. Es ein eindrucksvoller Roman, der zeigt wie die Gesellschaft von Deutschland sich radikalisiert, es immer noch Menschen gibt, die ein Herz haben oder einfach nur leben und wie man als Flüchtender immer mehr den Verstand verliert, weil man keinem mehr trauen kann. Es ist eine Geschichte, die das Bild der damaligen Gesellschaft wiederspiegelt anhand eines Verfolgten. Dabei ist es kein sympathischer Charakter, denn er zeigt eine gewisse Abneigung gegenüber seiner eigenen Herkunft und sieht sich eher als Deutscher.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die einen fast verlorene gegangene Geschichte lesen wollen über die Gesellschaft des Dritten Reiches.

Titel: Der Reisenden

Autor/in: Ulrich Alexander Boschwitz

ISBN: 978-3-608-98154-4

Verlag: Klett-Cotta

Preis: 9,95 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

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