Und sie springt hinab….

Hallo liebe Freunde des Lesens,

was ist wenn auf einmal in einer perfekten Welt Anomalien auftauchen? Was ist wenn das Menschliche im Menschen überhand nimmt? Die Autorin Julia von Lucadou zeigt mit ihrem ersten Roman „Die Hochhausspringerin“ eine Gesellschaft, die fern der Realität spielt und dennoch unsere heutige Gesellschaft zeigt.  Ein gekonnter Widerspruch in sich vereint. Erschienen ist das Buch beim Hanser Berlin Verlag.

Inhalt:

Die junge Hitomi Yoshida ist eine junge Psychologin, die Beste aus ihrem Abschlussjahrgang. Nun wurde sie von einer Firma engagiert und das kann für ihre Karriere ein Sprungbrett in den oberen Kreisen sein. Der Patient ist Riva Karnosky, eine berühmte Hochhauspringerin. Sie wird dauerüberwacht, Millionen Fans folgen ihr und kommentieren ihr Leben. Sie ist das Aushängeschild der Firma. Doch eines Tages hört sie auf zu springen. Der Chef der Firma, Master, hat ein Problem, weil die Sponsoren Druck machen und drohen Ihre Gelder zurückzuziehen. Auch der Freund von Riva, Aston, sieht seine Karriere als Fotograf in Gefahr, weil sein Erfolg an Riva hängt. Hitomi sichtet etliches Filmmaterial und untersucht das Leben von Riva. Ihren Weg von der Peripherien zu der Akademie zum Star. Wo ist der Knackpunkt, der sie dazu gebracht mit dem Springen aufzuhören und somit ihren Stand in der Gesellschaft zu gefährden? Dabei wird Hitomi immer mehr in den Strudel hinein gerissen und sie selber hat auf einmal Zweifel denkt über ihren eigenen Werdegang von den Peripherien zur Akademie nach und über ihre Freundschaft in der Ausbildung mit Andorra. Rita befindet sich im freien Fall, doch bei diesem Fall hat sie keinen Flyingsuit an, sondern sie nimmt Hitomi Yoshida mit.  Kann die junge Psychologin ihre Karriere noch retten?

Warum dieser Titel?

Die Autorin Julia von Lucadou trifft mit ihrem Debüt einen Nerv der Gesellschaft. Sie zeigt eine Gesellschaft in der Bindungen nichts mehr Zählen und nur noch auf Leistungen geguckt wird. Die Autorin erzeugt im Leser ein beklemmendes Gefühl, doch die ganze Überwachung und Kontrollen von Außenstehenden und man sieht eindeutig Parallelen zur unserer heutigen Gesellschaft in dieser Geschichte. Dabei zeigt die Autorin in drastischer Weise wie Leistungsdruck und fehlenden Bindung nicht einer Gesellschaft schadet, sondern wie auch der Mensch darunter leidet. Es ist ein Drama, das zeigt wie ein Mensch durch Erfolg und Druck in Leben scheitern kann und zu was sich unsere Gesellschaft entweder entwickelt oder schon in manchen Zügen ist.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die ein fesselndes Drama über Erfolg, Leistungsdruck und Überwachung in der Gesellschaft lesen wollen.

Titel: Die Hochhausspringerin

Autor/in: Julia von Lucadou

ISBN: 978-3-446-26039-9

Verlag: Hanser Berlin

Preis: 19,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

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Der größte Komiker aller Zeiten?…..

Hallo liebe Freunde des Lesens,

sie gehörten zu den erfolgreichsten Duos in der Comedy in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie haben den Aufbau von Hollywood erlebt. Die Zeit vom Stummfilm zum Tonfilm. Der Autor John Connolly zeigt in seinem Roman „Stan“ die Geschichte eines Mannes, der ohne den anderen nicht kann. Erschienen ist das Buch beim Rowohlt Verlag.

Inhalt:

Ein alter Mann sitzt im Oceana Apartment Hotel und erinnert sich an sein Leben. Es fing alles in England vor dem 1. Weltkrieg an. Der englische Komiker Stanley Jefferson lernt die Welt der fahrenden Theaterkomponie kennen. In dieser Welt herrscht große Armut und ein Überlebenskampf, doch dabei lernt er auch wie man es schafft Leute zum Lachen bringen.  Die Truppe zieht nach Amerika und dort lernt einen Künstler kennen, der sehr besonders ist. Dieser nennt sich Charlie Chaplin. Stanley Jefferson beschließt seinen Namen zu Ändern in Stan Laurel seiner Partnerin zu Liebe, weil einfach die Initialen S.L. & M.L. besser aussehen als S.J. & M.L. . Sie sind aber nicht verheiratet. Schliesslich kommt er nach Hollywood und dort lernt er Oliver Hardy kennen. Er wird von allen nur Babe genannt.  Zusammen werden sie zum erfolgreiches Duo Hollywoods. In der Kunst sind erfolgreich im Privatleben sind sie arm dran. Stan Laurel wird achtmal heiraten.  Doch seine Liebe gilt nur einem Mann. Seinen Komikerkomparse Oliver Hardy alias Babe. Gemeinsam werden durch die Höhen und Tiefen gehen. An Ihrer Seite ihr Anwalt Ben Shipman, der die Beiden liebt und alles für Sie tunen wird. Stan Laurel wird bis zum Tod vom Babe im Filmgeschäft bleiben, doch nach dem Tod seines Freundes sieht er keinen Sinn mehr in der Komik und in Hollywood. Er sieht sich zurück und erinnert sich an die Zeit mit Babe zurück, dem Mann dem seine Liebe gehört. Auf ewig.

Warum dieser Titel?

John Connolly betont, dass dieser Roman fiktive ist. Trotzdem zeigt er ein stimmiges Bild von einem Mann, wo manche  auch behaupten der größer und besser war als Charlie Chaplin. Es wird hinter die Fassade des Hollywoods des 20, Jahrhundert geworfen. Die Entstehung eine Fabrik in der die Menschen scheitern, sterben oder erfolgreich sind. Es ist der Einblick in das Leben eines Mannes der einfach erfolgreich will und die Leute zum Lachen bringen möchte. Obwohl es fiktiv ist wirkt es stimmig und man spürt als Leser eine Freundschaft und Liebe zwischen zwei Männern und bekommt einen Einblick in das schonungslose und abgrundtiefe Leben von Schauspielern bzw. Künstler in Hollywood.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die ein stimmiges fiktives Porträt eines Künstlers lesen wollen im Hollywood des 20. Jahrhunderts.

Titel: Stan

Autor/in: John Connolly

ISBN: 978-3-498-00946-5

Verlag: Rowohlt

Preis: 24,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

„God keep our land glorious and free“

Hallo liebe Freunde des Lesens,

die Zeile, die den Eintrag schmückt, stammt aus der englischen Version der kanadischen Nationalhymne. Die Autorin Louise Penny präsentiert einen Krimi, der sowohl das Negative als auch das Positive zeigt von dem Land, das zwischen den USA liegt. Erschienen ist  das Buch beim Schweitzer Verlag Kampa, der diesen Herbst 2018 sein erstes Programm präsentiert.

Inhalt:

Chief Superintendent Armand Gamache hat erst vor kurzem die Leitung der Sûréte du Québec übernommen. Nun sitzt er im Zeugenstand und muss über einen Vorfall reden, der sich im malerische Städtchen Pines nahe der amerikanischen Grenze, wo er sich selber immer  von den Strapazen erholt, passiert ist. Nach Halloween stand auf einmal ein ganz in schwarz gehüllte Gestalt auf dem Dorfpranger. Niemand weiss wer es ist oder was es mit ihr auf sich hat. Die Gestalt löst in vielen Dorfbewohnern und  in den Gästen ein Unbehagen aus. Es gibt Geheimnisse, die schwerwiegend sind. Als dann in Pines nach dem Verschwinden der schwarzen Gestalt eine Leiche auftaucht ist das Chaos perfekt. Armand muss herausfinden, wer hat Geheimnisse und wem kann man trauen. Denn in der kanadischen Behörde gibt es ein Korruptionsproblem, dass den Drogenkartellen ermöglicht in Kanada sich auszubreiten und somit achtlos mit Menschenleben in Gefahr bringen. Doch wie kann sich Armand und seine Kollegen dagegen wehren? Der Chief Superintendent steht einer hilflosen Situation gegenüber. Aber nicht nur die Armand Gamache und seine Kollegen haben Probleme auch im beschaulichen Städtchen baut sich eine Stimmung auf, die einem Pulverfaß gleicht, das gleich in die Luft geht. Doch ist die Angeklagte wirklich die Mörderin? Die Richterin merkt, dass etwas nicht stimmt in dieser Verhandlung. Was ist das für eine agressive Stimmung zwischen den Superchief und dem Staatsanwalt? Sie ahnt noch nicht welch kompromissloser Plan verfolgt wird….

Warum dieser Titel?

Die Autorin Louise Penny zeigt ein Kanada, das sowohl die Schönheit als auch die Hässlichkeit des Landes präsentiert. Sie zeigt mit Charakter Gamache keinen Kommissar, der selber Probleme hat sondern einer, der alle Last auf seine Schulter nimmt, damit die Gerechtigkeit siegt. Es ist ein Krimi, der sowohl auf die Charaktere, die geheimnisvoll als auch skurril sind, eingeht und die Handlung spannend hält, in dem er zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt und dem Leser somit erst nach und nach die ganze Geschichte präsentiert. Es kommt zum Ende ein Finale, dass das Dörfchen auf den Kopf stellt. Es ist ein Krimi über das wahre Gesicht eines Landes, dass laut Meinung vieler weltweit zu den freundlichsten Ländern gehört.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die einen Krimi über Land und Leute mit einer spannenden Handlung lesen wollen.

Titel: Hinter den Kiefern

Autor/in: Louise Penny

ISBN: 978-3-311-12002-5

Verlag: Kampa

Preis: 16,90 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

 

Verrückt, Verrückter, Night Vale…

Hallo liebe Freund des Lesens,

nach dem Debüt folgt nun der zweite Roman aus der Stadt Night Vale. Mit „Der Lächelnde Gott“ haben die Autoren Joseph Fink und Jeff Cranor mal wieder eine total verrückte Geschichte geschrieben über einen Welt, die einfach anders und verrückt ist. Erschienen ist der Roman beim Klett-Cotta Verlag.

Inhalt:

Nilanjana ist eine Wissenschaftlerin in der Stadt Night Vale. Doch obwohl Sie schon ein paar Jahre dort lebt, wird sie immer noch von den anderen Bewohner als Eindringling bezeichnet. Carlos, ihr Chef ist zwar auch ein Eindringling aber seitdem er mit dem Moderator von Night Vale Radio Cecil verheiratet ist, wurde er mehr und mehr akzeptiert. Außerdem muss sich Nilanjana immer noch ein wenig an die Night Vale Welt gewöhnen. Es ist eine Stadt in der man sterben kann, wenn man die Bibliothek besucht kann und es ist fast unmöglich die Stadt zu verlassen. Niemand in den U.S.A weiß, dass es die Stadt gibt und wenn es jemand schafft sie zu verlassen, dann vergisst er die Stadt wieder. Als Nilanjana auch noch auf Darry trifft, der einer Sekte angehört, die den lächelnden Gott anbetet, der alles verschlingen soll, ist das Chaos perfekt. Denn es verschwinden Häuser und Bewohner von  Night Vale als ob jemand sie verschlingen würde. Nilanjana muss dem auf den Grund gehen und zwar wissenschaftlich. Was hat die Sekte mit dem Verschwinden zu tun? In wieweit ist der Stadtrat von Night Vale in diesen Geschichte involviert und was hat es mit Carlos Experiment auf sich, der versucht Night Vale vor der Anderswelt zu beschützen? Es sind Fragen auf die Nilajana eine Antwort sucht, doch je mehr sich dem auf die Schliche kommt desto verrückter wird die eigentliche Geschichte. Obwohl es ist Night Vale…..

Warum dieser Titel?

Joseph Fink und Jeffrey Cranor zeigen mal wieder die verrückte Welt von Nigth Vale. Dabei hat man als Leser wieder das Gefühl, dass die Ideengeber im positiven Sinne voll auf Drogen sind. Aber gerade in dieser Verrücktheit wird auch die Beziehung zwischen Wissenschaft und Religion geklärt, die in den Charakteren Nilanjana und Darry repräsentiert wird. Man trifft auch wieder auf Altbekannte aus dem ersten Roman. Wenn man mehr von dieser Welt erfahren möchte, die so verrückt abgefahren ist, der kann sich den kostenlosen Podcast anhören, in dem noch mehr Geschichten von Night Vale präsentiert werden. Hier geht es zum Anfang vom Warnsinn

Diese Lektüre ist für die Leser, die über eine durchgeknallte aber gutdurchdachte verrückte Welt lesen wollen.

Titel: Der lächelnde Gott

Autor/in: Joseph Fink und Jeffrey Cranor

ISBN: 978-3-608-96263-5

Verlag: Hobbit Presse Klett-Cotta

Preis: 22,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Kann jeder zum Mörder werden?…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

der Mensch ist ein Wesen, das nach Gewalt schreit. Wenn man den Menschen in die Enge treibt, dann schlummert in jedem das Potenzial, dass es braucht um zum Mörder zu werden. Melanie Raabe beschwört mit Ihren Thriller „Der Schatten“ eine solche Situation hinauf. Erschienen ist das Buch beim btb-Verlag.

Inhalt:

Norah ist erst vor kurzem nach Wien gezogen Sie hat ihr altes Leben in Berlin zurückgelassen, nachdem in ihren Beruf als Journalistin eine Situation eskaliert ist und sie in Berlin an den Pranger gestellt wurde. Dann hat sie ein Angebot aus Wien bekommen und das trotz ihrer Vorgeschichte, das sie in Ihrer Situation nicht ablehnen konnte um spontan einen Neuanfang zu starten. Doch bei der Arbeit tut sich schwer mit den neuen Kollegen. Norah hat das Gefühl, dass sie ausgegrenzt wird und keinen guten Draht zu ihren Kollegen hat. Als dann noch eine Bettlerin sie auf offener Straße anspricht, dass sie der Tod ist und am 11. Februar im Parker einen Arthur Grimm erschießen wird ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Sie hat von den Namen noch nie etwas gehört und warum sollte sie freiwillig ihn töten? Doch es passieren mehr merkwürdige Sachen und ein Schatten legt sich über Norah. Bildet sie sich das alles nur ein? Was hat es mir Ihr zu tun?  Norah muss sich Ihrer Vergangenheit stellen, denn in der Vergangenheit liegt der Schatten, der sie dazu treiben wird zum Mörder zu werden. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein…

Warum dieser Titel?

Melanie Raabe zeigt mit ihren Thriller wie sehr eine Situation jemanden verfolgen kann und was passiert, wenn man über das Geschehene nicht redet und nur in sich hinein frisst. Raabe zeigt das ihr Hauptcharakter nicht frei von Fehlern ist und sich das Leben selber schwer macht. Dabei wird aber auch ein Blick darauf geworfen welche Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft geschehen und wie Menschen einfach darüber weggehen oder wie manchen Menschen unangreifbar sind, obwohl sie unmoralisch handeln. Es entsteht eine Spannung in dem  der Charakter immer mehr in den Wahn gerät und draan zweifelt, dass es Zufall ist. Es wird ein Schatten erzeugt, der sich mehr auf die Person legt bis es sogar soweit ist, dass man von ihm verschlungen wird. Der Hauptcharakter weiss bald nicht mehr was Realität oder nur Einbildung ist.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die eine spannende Geschichte über Lasten der Vergangenheit und Verfolgung lesen wollen.

Titel: Der Schatten

Autor/in: Melanie Raabe

ISBN: 978-3-442-75752-7

Verlag: btb

Preis: 16,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Eine Freundschaft und das Meer….

Hallo liebe Freunde des Lesens,

als Kind hat man manchmal diesen Drang ein eigenes Leben zu führen und den Erwachsenen ein Schnippchen zu schlagen. Der Roman „El Greco und ich“ vom Autoren Mark Thompson handelt von zwei Kindern, die durch ihre eigene Welt gehen und die Realität erst kennen lernen müssen. Erschienen ist das Buch beim Mare Verlag.

Inhalt:

J.J. hat einen besten Freund mit dem er abhängt. Es Tony Papadakis, der für seine zehn Jahre für J.J. eine der klügsten  Menschen ist  und eine Weisheit ausstrahlt, die untypisch ist für sein Alter. Deswegen nennt ihn J.J. auch ehrfürchtig El Greco. Zusammen treiben sie sich in ihrer kleinen Stadt in Oceanside herum. Sie rauchen heimlich und genießen das Leben. Dabei passieren etliche Sachen wie zum Beispiel, dass die Beiden einen Großbrand verursachen, der ein Altenheim bedroht. J.J. versucht immer solange wie möglich mit El Gredo zusammenbleiben und dessen Mutter, die er schon mal halbnackt gesehen hat und seitdem ihr nicht mehr in die Augen sehen kann. Zuhause erwarten ihn nämlich sein tyrannischer Bruder Cecil, den er auch hinter dessen Rücken Adolf nennt,  und sein Vater der seinen wilden Musikgeschmack ( Rolling Stones) nicht akzeptiert und allgemein eine sehr konservative und patriotische Haltung hat. J.J. erlebt so viel und sein großes Vorbild ist sei  bester Freund El Greco in dessen Gegenwart er das Gefühl hat alles zu schaffen. Doch das Leben hat anderes mit Ihnen vor und gemeinsam machen sie sich auf eine abenteuerliche Reise um endlich den Pazifik zu sehen. Denn das Ende steht bevor und das Leben ist nicht immer fair oder gerecht. Das müssen auch J.J. und El Greco am eigenen Leib erfahren.

Warum dieser Titel?

Mark Thompson schildert das Leben von „weißen“ Kindern 69/70: Dabei zeigt er die Träume eines Jungen und eine Freundschaft, die in diesem tristen Leben eine große Bedeutung hat. Der Autor zeigt die Verlorenheit und die Perspektivlosigkeit der Kinder und angehende Jugendliche. Die Träume und die Charaktereigenschaften werden durch die Beziehungen beider Jungen verdeutlicht und auch andere Figuren bekommen ihre Geschichten und haben einen Einfluss. Man bekommt als Leser einen Einblick in ein Amerika mit den typischen Problemen der Diskriminierung der Afroamerikaner und der rebellischen Jugendlichen. Es geht aber auch um Träume und dass das Leben seine eigene Geschichte schreibt und man manchmal vor einer Situation steht, an der man nichts mehr ändern kann.

Diese Lektüre ist für die Leser, die über eine besondere Freundschaft und das gnadenlose Leben lesen wollen.

Titel: El Greco und ich

Autor/in: Mark Thompson

ISBN: 978-3-86648-279-1

Verlag: Mare

Preis: 20,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Keine Rechte und nur 100 Wörter…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

VOX klingt erst einmal nach einem bekannten deutschen Fernsehsender und Mitglied der „niveauvollen“ RTLGroup. Aber hier ist es der neue Roman von der Autorin Christina Dalcher. Eine Geschichte, in der das weibliche Geschlecht mit Füßen getreten wird. Beängstigend, denn so unrealistisch ist das leider nicht. Erschienen ist das Buch beim S. Fischer Verlag.

Inhalt:

In den U.S.A  sind die Reinen an der Macht. Sie kommen aus dem gläubigen Sektor und haben mit dem Reverend Carl Corbin einen Vertreter, eine Führungsfigur, der den Mann über der Frau sieht und es mit der Bibel begründet. Man hat diese Bewegung unterschätzt, nicht ernstgenommen und nun ist sie an der Macht. Frauen dürfen nicht arbeiten, nicht ausreisen und müssen zu allem die Erlaubnis des Mannes einholen. Doch das Schlimmste ist: Jede Frau trägt ein silbernes Armband, der die Wörter zählt die gesprochen werde. Dabei dürfen die Frauen nicht mehr als 100 Wörter im Monat sprechen ansonsten gibt es „elektrische Maßnahmen“. Jean war eine erfolgreiche Forscherin im Bereich der Gehrinforschung. Innerlich verzweifelt sie immer mehr an der Lage in der sie und die anderen Frauen sich befinden und ihre Tochter aufwächst. Ihre Ehe ist am Ende und auch immer mehr Frauen stimmen dem Reverend zu beziehungsweise haben den Präsidenten, der diese Themen unterstützt, gewählt. Doch auf einmal braucht der Reverend Jean, denn der Bruder des Präsidenten hat durch einen Skiunfall eine Sprachstörung bekommen und Jean soll ihn mit ihrem alten Team heilen und das obwohl sie eine Frau ist. Sie wird auf ihre Affäre den Italiener Lorenzo treffen und Lin, ehemalige Doktorin und homosexuell, das auch strafrechtlich verfolgt wird. Was wird aus Jean und ihrer neuen „Freiheit“? Wird sie endlich kämpfen oder  wird es zu spät sein? Jean muss schnell entscheiden, denn ihr ältester Sohn Steven wird manipuliert, ihr Mann Patrick nickt alles ab und die Regierung hat einen perfiden Plan.

Warum dieser Titel?

Die Autorin Christina Dalcher nimmt die momentan gespaltene amerikanische Gesellschaft und das aktuelle Staatsoberhaupt um ein Szenario zu entwerfen, das bedrohlich und gar nicht so weit von der Realität entfernt scheint. Dabei spielen Frauen eine große Rolle, wobei man als Leser auch sehen kann, dass es der Autorin darauf ankommt wie wichtig die Sprache und die Kommunikation ist.  Alle Charakteren habe ihre Fehler und agieren in manchen Situationen nicht sympathisch. . Dabei zeigt die Autorin verschiedene Charakteren die unterschiedlich mit diese verzwickte Lage umgehen und manchmal trügt der Schein beim ersten Blick. Die Geschichte zeigt zu was der Mensch in der Lage ist und das so eine Situation schneller entstehen kann als man denkt.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die eine Szenario lesen wollen, das realistisch ist und Frauen und der Sprache eine wichtige Stellung gibt.

Titel: VOX

Autor/in: Christina Dalcher

ISBN: 978-3-10-397407-2

Verlag: S. Fischer

Preis: 20,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Die Trauer und die Quallen…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

es passieren manchmal Dinge auf dieser Welt wo man sich fragt warum passieren diese Dinge ausgerechnet mir? Der Autor Ali Benjamin hat mit seiner 12- Jährigen genau dieses Problem, das Dinge passieren, die einfach nicht hätten passieren sollen. Der Roman „Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ ist beim Hanser Verlag erschienen.

Inhalt:

Suzy Swanson kann es einfach nicht akzeptieren. Ihre ehemals beste Freundin Franny ist letzte Sommer ertrunken und das obwohl sie zu den besten Schwimmern ihres Alters gehörte. Es muss einen Grund geben warum sie einfach gestorben ist. Vielleicht hat es mit den Quallen zu tun. Suzy hat angefangen wegen der Trauer nicht mehr zu sprechen, weil ihr die Sprache nicht wichtig vorkommt. Ihre Eltern, die geschieden sind am verzweifeln und schicken sie deswegen zu einer Psychiaterin beziehungsweise zu der Frau Doktor über der du über alles reden kannst. Doch Suzy sieht es nicht ein zureden. Das Problem sie merkt wie schwierig das ist. In der Schule wird sie von ihren Mitschülern immer mehr ausgegrenzt und außerdem muss sie ein Referat halten vor gesammelter Klasse. Suzy will unbedingt herausfinden  und beweisen das ihre ehemalige Freundin an dem Stich eine Qualle gestorben ist. Also geht sie alle Quallenexperten durch bis sie den richtigen findet. Suzy muss aber die Wahrheit herausfinden über die Dinge, die einfach passieren und dabei wird sie mehr entdecken: Neue Freunde, Erinnerung an eine Freundschaft und mehr Wissen über Quallen.

Warum dieser Titel?

Der Autor Ali Benjamin zeigt wie ein kleines 12-Jähriges Mädchen versucht die Trauer zu verarbeiten in dem sie nach einem Grund sucht.  Dabei  strukturiert der Autor diesen Trauerprozess wie eine wissenschaftliche Arbeit. Es einen Blick auf die Dinge einfach passieren und wo der Mensch einfach keinen Einfluß hat. Dabei sind die Fakten zu den Quallen, die der Autor mit in die Geschichte einbindet echt und die Experten gibt es wirklich. Es wird gezeigt, dass das dieser Art von Trauerprozess nicht auf Kinder sondern auch auf Erwachsene zutreffen kann. Man merkt wie sehr der Charakter versucht sich Vorwürfe zu machen und sich fragt was er hätte besser machen können. Eine Situation die jeder Mensch versteht und kennt. Die Gedanken des 12-Jährigen Mädchens  drehen sich um die Gegenwart und Vergangenheit und sie denkt keiner versteht sie. Dabei zeigt der Autor, dass die Lösungen näher dran sind als man denkt und man erst die Trauer bewältigen muss um offen zu sein für Neues.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die eine Geschichte über Trauer, Quallen und einen Neuanfang lesen wollen.

Titel: Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Autor/in: Ali Benjamin

ISBN: 978-3-446-26049-8

Verlag: Hanser

Preis: 17,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Eine brutale aussichtslose Flucht….

Hallo liebe Freunde des Lesens,

jeder Staat hat eine oder mehrere dunkle Kapitel in der eigenen Geschichte. Der Autor Colson Whitehead widmet sich mit seinem Roman „Underground Railroad“ einem Thema in der amerikanischen Geschichte, das bis heute in diesem Land und zu dieser Zeit sehr aktuell ist und hat zu Recht den Pulitzer-Preis 2017 dafür bekommen. Erschienen ist das Buch beim Hanser Verlag.

Inhalt:

Cora führt ein brutales und hartes Leben als Sklavin auf einer Plantage im Süden der heutigen USA, die damals noch in Südstaaten und Nordstaaten unterteilt waren. Coras Großmutter kam als Sklavin in die USA. Ihre Mutter war bis jetzt die einzige, die von dieser Plantage fliehen konnte. Cora hält das Leben dort nicht mehr aus. Nicht nur das sie dem brutalen Plantagenbesitzer ausgesetzt ist auch die Sklaven untereinander behandeln sich nicht besser, weil es nur Gesetze für die „Weissen“ gibt. In der Welt der Sklaven gibt es kein Gesetz und sie können sie an niemanden wenden, wenn ihnen unrecht getan wird auch von den eigenen Mitmenschen.  Eines Abends als die Gewalt gegenüber Cora eskaliert überredet der Sklave Sam sie mit ihm zu fliehen. Sie soll als eine Art Glücksbringer fungieren, weil Ihre Mutter die einzige war, die es geschafft hatte. Zusammen machen Sie sich auf den Weg. Die Odyssee von Cora fängt an und führt sie quer durch die Hölle des Südens auf der Strecke der Underground Railroad. Doch der Sklavenjäger Ridgeway ist ihnen dicht auf den Versen und hat noch eine Rechnung offen. Cora muss erkennen, dass der Mensch ein grausames Wesen ist und nicht nur Sie sondern auch die Menschen, die helfen ihre Leben riskieren.

Warum dieser Titel?

Whitehead zeigt in seinem Roman ein der brutalsten Akten der amerikanischen Geschichte. Diese Underground Railroad war ein Netzwerk, das Sklaven zu Flucht verholfen und sie von den Südstaaten in die Nordstaaten gebracht hat. Dieses Fluchtnetzwerk, das sowohl von „Weißen“ als auch von „Schwarzen“ betrieben wurde war zwischen 1750 und 1862 aktiv und konnte ungefähr 100.000 Sklaven befreien. Whitehead hat dieses Netzwerk mit Lokomotiven fiktional unter die Erde gebracht. Zwar ist das nicht ganz logisch verdeutlicht aber die Größe und Aufwendigkeit, die hinter diesem Netzwerk steckte. Der Autor zeigt schonungslos die brutale Zeit, in der andere Menschen schlimmer, als wie Tiere behandelt werden. Man hofft, dass es gut aus geht, aber man dieser Hölle, die der Autor mit einer klaren Verständlichkeit aufzeigt, nicht entkommen.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die etwas über das grausame, menschenverachtende  Kapitel der Vereinigten Staaten von Amerika lesen wollen.

Titel: Underground Railroad

Autor/in: Colson Whitehead

ISBN: 978-3-446-25655-2

Verlag: Hanser

Preis: 24,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Mütter und die Probleme ihrer Kinder….

Hallo liebe Freunde des Lesens,

dieses farbenfrohe Buch, das den einfach Titel „Die Mütter“ hat, sieht nach einer Lektüre aus, die sanft, ruhig und entspannend zum Lesen ist. Die Autorin Brit Bennett zeigt aber mit ihrem deutschen Debüt, dass hinter den bunten Cover ein Drama steckt, dass es in sich hat. Erschienen ist das Buch beim Rowohlt Verlag.

Inhalt:

In der kleinen kalifornischen Gemeinde Oceanside kommt es zum großen Skandal von den Müttern der Gemeinde  beobachtet und furchtlos kommentiert. Die junge Nadia Turner, deren Mutter sich die Kugel gegeben hat und der Vater nun trostlos die Tochter ignorierend, der Gemeinde hilft., hat den Pastorensohn Lukas Sheppard getroffen und sich verliebt. Seine Mutter, die Mrs. Sheppard, ist eine alles kontrollierende Frau, die keine Hilfe annimmt und nur das Beste für ihren Sohn haben möchte.  Als Nadia ungewollt schwanger wird, das Kind nicht behalten möchte drückt Mrs. Sheppard ihrem Sohn 600 Dollar in die Hand, damit Nadia zur Klinik fahren kann. Das ist der Anfang des Untergangs der Gemeinde. Der Anfang des Konstrukts aus Lügen und Gerüchten. Denn als Nadia daraufhin die Kleinstadt verlässt wird nach vergangener Zeit auf einmal ein neues Paar gefeiert. Die einsame und gläubige Aubrey, die auch eine harte Geschichte hinter sich hat und beste Freundin von Nadia ist, und Luke Sheppard sind ein  Paar geworden, das kurz davor ist zu heiraten. Aubrey weiss nicht das Nadia und Luke ein Paar waren und weiss auch nicht das Nadia, die Unbekannte ist, die eine Abtreibung hinter sich hat.  Die Lunte ist gezündet, das Pulverfass ist voll und es wird hochgehen und mit dem Fass auch die ganze Gemeinde und der Chor der Mütter.

Warum dieser Titel?

Brit Bennett schreibt eine bitterböse Geschichte über eine kleine amerikanische Gemeinde. Es gibt keinen Charakter, der nicht fragwürdige Entscheidungen trifft. Es baut sich nach und nach auf und die Autorin treibt es gekonnt auf die Spitze. Doch es scheint nicht übertrieben zu sein, sondern realistisch. Dazu die bissigen Kommentare der Gemeinde. In diesem Roman werde viele soziale Brennpunkte angesprochen, sei es die Abtreibung, die Heuchelei mancher Kirchengänger und Gemeindemitglieder oder der Rassismus, der immer noch herrschend in den Vereinigten Staaten von Amerika ist. Die Autorin zeigt die soziale Abgründe der Gesellschaft, wo Freundschaft nicht viel zählt. Die Autorin nimmt kein Blatt vor dem Mund und verschönt auch keine Situation. Manchmal zeigt sie auch die wenigen Lichtblicke in diesen dramatischen Lebensläufen.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die ein dramatisches, zynischen Gesellschaftsdrama lesen wollen, in dem einfach mehr steckt als der Titel aussagt.

Titel: Die Mütter

Autor/in: Brit Bennett

ISBN: 978-3-498-00683-9

Verlag: Rowohlt

Preis: 20,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

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