Ein Unbekannter in einer fremden Stadt…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

wenn ein Unbekannter in eine kleine Stadt kommt ist er entweder unauffällig oder später wird die ganze Stadt über ihn reden.  Der Autor Francis Spufford hat in seinem Roman „Neu-York“ mit seiner Hauptfigur  den Weg gewählt der  für Gesprächsstoff sorgt. Die ist nach 5 Sachbüchern mal wieder ein Roman. Erschienen ist das Buch beim Rowohlt Verlag.

Inhalt:

Ein Mr. Smith ist mit einem Schiff aus der großen Metropolen London gekommen, in das kleine Neu-York. Natürlich sind die Bewohner der Stadt diesem fremden misstrauisch gegenüber. Was will er hier?  Kann man ihm trauen? Gerade der Händler Lovell, bei dem Smith um einen Wechsel bittet, der sehr viel Geld beinhaltet, zögert es hinaus ihn auszuzahlen, weil er Smith nicht traut. Doch Smith gewinnt mit Septimus einen Freund, der versucht ihm zu helfen. Noch dazu begegnet Smith der Tochter von Lovell Tabitha, Sie ist ein wildes, zorniges, junges Fräulein, die mit ihrer spitzen Zunge alles niederreißt. Dabei ist es ihr egal ob der gegenüber verletzt ist oder nicht. Smith kann sich nicht helfen irgendwie ist er fasziniert von ihr aber auch gleichzeitig haßt er sie. Aber auch die restlichen Bürger Neu-Yorks  bringen Smith in die ein oder andere unangenehme Situation. Er wird fast totgeschlagen, weil er für einen Spion gehalten wird und landet im Gefängnis wegen Betrug. Doch dass er seinem besten Freund Septmius später im Duell gegenüber steht auf Leben und Tod, daran ist Smith ganz von alleine Schuld. Smith wird zum Stadtgespräch. Wer ist er? Jeder versucht irgendwie das Geheimnis zu lüften. Dabei entstehen Gerüchte und Geschichten. Mr. Smith ist zu seinem Leidwesen immer die Hauptfigur. Hat er einen Plan? Flieht er vor etwas? Erst zum Schluss werden die Stadtbewohner zu ihrem entsetzen erfahren wer er wirklich ist.

Warum dieser Titel?

Spufford hat einen unbekannten Mr. Smith in die eine kleine Stadt Neu-York versetzt, die zur heutige Metropole New York sich entwickelt hat. Damals war Neu-York wirklich klein und hatte eine Einwohnerzahl von 7.000 während London zu der Zeit 700.000 hatte. Jeder kennt jeden und die Bürger und Händler versuchen in ihren Kreisen aufzusteigen und die Gunst anderer zu gewinnen. Dabei wählt der Autor eine Sprache die der Geschichte Schnelligkeit und Eleganz verleiht, die in dieses Zeitalter passen. Es wird die damalige Gesellschaft aufs Korn aber auch der Hauptcharakter hat seine Schwächen und eine geheimnisvolle Geschichte.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die einen historischen Roman lesen wollen in dem alles drunter und drüber geht in einem besonderem Ton.

Titel: Neu-York

Autor/in: Francis Spufford

ISBN: 978-3-499-29069-5

Verlag: Rowohlt

Preis: 12,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

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Ein Zwischenspiel…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

mein erstes Buch von Benedict Wells war „Becks letzte Sommer“ und das habe ich von meinem Tutor als Geschenk für das bestandene Abitur 2009 bekommen. Auch schon knapp 10 Jahre her. Seitdem habe ich von ihm alles gelesen außer Kurzgeschichten. Der Zufall will es so, dass mit „Die Wahrheit übers Lügen“ ein Buch herausgekommen mit 10 Kurzgeschichten von Benedict Wells. Erschienen ist das Buch beim Diogenes Verlag.

Inhalt:

Wie schon anfangs erwähnt handelt es sich um 10 Kurzgeschichten. Dabei sind 2 Geschichten, die es nicht seinem vorherigen Roman „Am Ende der Einsamkeit“  geschafft haben. Die anderen Geschichten handeln von Menschen, die sich in bestimmten Situationen befinden. Ein  Mann geht wandern und danach ist es nichts wie es vorher war. Ein Sohn und sein Vater  fahren mit einem Oldtimer. Eine Frau versucht endlich ihren eigenen Weg zu gehen und es gibt den erfolgreichen Filmregisseur, der dem Journalisten erzählt, dass nicht er, sondern George Lucas eigentlich Star Wars erfand. Diese Geschichte ist auch der Namensgeber dieses Buches. Dann wäre noch ein Foto, das Jugenderinnerungen hervorruft. Eine Schriftstellerin, die eine Beziehung mit der Muse eingeht und dann zwischen Liebe und Erfolg wählen muss. Ein Tischtennisspiel, was mehr ist als nur ein Spiel und über Richard einer Katze. Es sind 10 Geschichten entstanden zwischen 2008 und 2018, die der Autor Benedikt Wells niedergeschrieben hat und nun präsentiert.

Warum dieser Titel?

Benedict Wells hat bis jetzt nur Romane herausgebracht. Nun zeigt er, dass er auch auf wenigen Seiten eine atmosphärische Stimmung aufbauen kann. Dabei werden neben den Dramen auch eine Sience-Fiction Geschichte präsentiert. Der Autor schafft es den Leser zu überraschen, denn manchmal wird erst auf den letzten Seiten der Geschichte der Sinn erkennbar. Wells schafft eine Stimmung aufzubauen, die manchmal eine zum Lachen bringt aber auch Dramen enthält und den Leser fragend zurücklässt. Bei den beiden Geschichten, die zu seinem Roman gehören erklärt Wells  warum sie es nicht in das Buch geschafft, wie sie einzuordnen sind und ob man Vorkenntnisse haben muss oder nicht. Dabei zeigt Wells dem Leser ein wenig die Gedankenwelt eines Autors, wenn er einen Roman schreibt und seine Beweggründe für die entsprechenden Szenen.

Diese Lektüre ist für die Leser, die atmosphärische Kurzgeschichten über das Leben lesen wollen mit der ein oder anderen Überraschung.

Titel. Die Wahrheit über das Lügen – Zehn Geschichten

Autor/in: Benedict Wells

ISBN: 978-3-257-07030-9

Verlag: Diogenes

Preis: 22,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Es ist wieder da…..

Hallo liebe Freunde des Lesens,

es kam wie es kommen sollte. Es ist wieder da und zusammen mit Marc-Uwe hat es erst gerade angefangen. Der Autor Marc-Uwe Kling hat mit Känguru-Apokryphen sein Hauptwerk erweitert. Also genau wie die Bibel. Jetzt steht nichts mehr im Weg das meistverkaufte Buch der Welt zu werden. Erschienen ist der Titel beim Ullstein Verlag.

Inhalt:

Es geht wieder los. Das Känguru ist noch nicht fertig und sein Asozialesnetzwerk ist natürlich auch wieder dabei. Vor Jahren hat der Marc-Uwe Kling noch alleine gewohnt als eines Tages das Känguru vor seiner Haustür stand. Ohne zu fragen zieht es bei ihm ein und seitdem geht es drunter und drüber. Nicht nur, dass das Känguru kommunistisch ist und beim Vietcong gearbeitet hat. Nein. Es gründet mit Marc-Uwe das Asozialenetzwerk, sie verüben Antiterroranschläge, legen sich mit den Nachbarn an, der ein Pinguin ist. Es gibt tiefe philosophische und systemkritische Diskussionen mit Freunde in der Kneipe von Herta. Zu dem Allem legt sich das Känguru mit der Obrigkeit an: Dem Ordnungsamt. Außerdem hat es die Schnapspraline erfunden und hat immer welche in seinem Beutel. Es sind 33 Geschichten, die es in das Hauptwerk nicht geschafft haben beziehungsweise aus dem Programm „Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen“ und aus den Anthologien „Über Wachen & Schlafen“ und „Über Arbeiten & Fertigsein“ stammen.

Warum dieser Titel?

Marc-Uwe Kling macht es wie das „Buch der Bücher“ (Bibel). Er ergänzt sein Hauptwerk mit Apokryphen. Apokryphen sind Schriften, die zu unbekannt, widersprüchlich oder zu ketzerisch sind um in den Hauptkanon aufgenommen zu werden. Trifft nicht ganz zu bei den Känguru-Apokryphen. Bei Marc-Uwe hat es andere Gründe. Der Titel klingt geil und er braucht wieder Geld. Deswegen tourt er mit seinen Lesungen/Programm durch das Land und es ist auch schon ein Kinofilm geplant von den Känguru-Chroniken. Jedenfalls ist das die Meinung des Kängurus, das sowie nicht verstehen kann wie man mit so einem Scheiß Geld verdienen kann beziehungsweise die Leute dafür bezahlen. Doch hinter jeder Pointe zeigt Marc-Uwe Kling auch die Wahrheit über unsere Gesellschaft auf und dabei verschont er sich selber nicht. Natürlich gibt es das Buch wie bei den Känguru-Chroniken auch als Hörbuch vom Autor selber gelesen.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die etwas kurzweiliges, satirisches über unsere Gesellschaft lesen wollen.

Titel: Känguru-Apokryphen

Autor/in: Marc-Uwe Kling

ISBN: 978-3-548-29195-6

Verlag: Ulltsein

Preis: 9,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Die Geschichte von Macht, Wohlstand und Armut…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

wir stellen uns doch des Öfteren die Fragen warum sind manche Nationen Reich und warum sind manche Nationen arm? Die Wissenschaftler Acemoglu und Robinson erklären die Entwicklungen und zeigen auf wie es Nationen immer wieder schaffen zu scheitern. Selbst in der heutigen Welt noch. Erschienen ist das Buch beim S. Fischer Verlag.

Inhalt:

Wenn man sich die Welt anguckt, ist sie klar unterteilt in Arm und Reich. Besonders Südamerika, Afrika und auch Asien stechen da hervor. Doch woran liegt es? Kann es an dem Unterschiedlichen Klima liegen? Liegt es vielleicht auch an der geografischen Lage der Länder? Manchen behaupten auch es liegt an den verschiedenen Kulturen wie zum Beispiel das der Volksmund sagt im Süden sind die Menschen fauler als im Norden? Nein nichts davon trifft zu. Wenn man sich die Entwicklungen von den Ländern anschaut und die verschiedenen Kulturen, dann gibt es verschieden Ansätze woran es liegt, dass Länder arm oder reich sind. Dabei spielt weder die Geografie noch das Klima und erst recht nicht die Kultur eine Rolle. Es hat vieles mit Zufall zu tun. Natürlich wäre die Geschichte anders verlaufen würden heute anderen Länder reich sein und andere wiederum arm. Es ist eine Frage der Institutionen sowohl den Wirtschaftlichen und Politischen. An Ihnen liegt es ob es eine Weiterentwicklung gibt und eine Gesellschaft, in der jeder die Chance hat aufzusteigen oder ob sie  den Reichtum für sich beanspruchen und damit die Armut vergrößern. Manche haben Angst vor dem Fortschritt, weil sie ihre Macht bedroht oder ihrer eigenen Kultur widerspricht. Aber gerade in der Entwicklung im Fortschritt ist das Potenzial für eine gerechtere und fairere Gesellschaft. Doch der Mensch ist der Mensch. Manchmal macht er es richtig und manchmal macht er es falsch.

Warum dieser Titel?

Die beiden Wissenschaftler Acemoglu und Robinson zeigen anhand von Beispielen woran es liegt, dass es auf der Welt dieses starke Gefälle von Reich und Arm gibt. Dabei zeigen sie h´anhand historischen Beispielen rund um die Welt wie sehr Nationen scheitern können durch Machtmissbrauch oder Gier. Es ist ein Teufelskreis in dem sich so manche Nation befindet. Robinson und Acemoglu zeigen aber auch anhand von Beispielen wie Nation diesen Teufelskreis durchbrechen und welche positive Sachen entstanden sind durch Fortschritt. Man kann den Fortschritt nicht aufhalten und man muss auch lernen Macht abzugeben zum Wohle der Nation um sie noch erfolgreicher zu mancher und damit die Menschen ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Es ist an der Zeit anders zu denken. Trotz ihres Alters ist die Lektüre immer noch brandaktuell.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die eine wirtschaftliche historische Erklärung für den Erfolg und das Scheitern von Nationen lesen wollen.

Titel: Warum Nationen scheitern – Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut

Autor/in: Daron Acemoglu / James A. Robinson

ISBN: 978-3-596-19558-9

Verlag: S. Fischer

Preis: 14,99 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Loyalität kann verheerend sein…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

es kann verheerend sein, wenn man schweigt, wenn man sieht wie anderen Menschen sich zerstören. Loyalität hört sich gut an kann aber auch genau das Gegenteil bewirken wofür es steht. Die Autorin Delphine de Vigan zeigt es in ihrem neuen Roman „Loyalitäten“. Erschienen ist das Buch beim Dumont Verlag.

Inhalt:

Théo ist ein fleißiger elfjähriger Schüler, der gute Leistungen in der Schule zeigt und recht unauffällig ist. Doch Hélène, die Klassenlehrerin merkt, das etwas mit ihm nicht stimmt. Er wirkt sehr Müde und auch unkonzentriert.  Immer zu hängt er mit seinem Schulkameraden Mathis herum.  Was die Lehrerin nicht weiß, Theos Eltern haben sich getrennt. Während die Mutter den Vater beleidigt und als das absolut Böse ansieht, versickert sein Vater in der Einsamkeit. Das alles lastet auf Theo. Er hat keine Lust mehr zwischen seinen Eltern zu wandeln immer abzuwägen was man erzählt um nicht den Zorn oder die Trauer des jeweiligen zu fördern. Sein Schulfreund Mathis ist fasziniert von Theo hat in ihm endlich wieder einen Freund gefunden zu haben. Doch auch er zieht nicht den Schmerz und die Trostlosigkeit, die in Theo herrscht. Mathis Mutter Cécile mag Theo nicht und befürchtet, dass er Mathis mit herunter zieht. Doch sie hat mit ihrem Ehemann ein Problem, der anscheinend ein Doppelleben führt.  Keiner merkt das Théo eine tickende Zeitbombe ist. Die einzige, die helfen möchte ist seine Klassenlehrerin Hélène, doch ihr sind die Hände gebunden als Lehrkraft, woran sie selber anfängt zu verzweifeln. Keiner hat einen Blick für Théo und dann ist es zu spät….

Warum dieser Titel?

Die französische Autorin Delphine de Vigan zeigt ein zerstörtes Bild der französischen Gesellschaft.  Sie zeigt wie sehr eine Scheidung Menschen zerstören kann, sowohl die Partner als auch die Kinder. Aber auch eine Ehe ist nicht immer perfekt und kann soziale Abgründe erzeugen, durch verschieden Situationen, die auf einmal das wahre Gesicht zeigen. Menschen zeigen ihren Zorn, ihre Trauer und Verzweiflung. Es wird auch gezeigt wie das Schulsystem mit Kindern umgeht wie mit Hühner in Legebatterien, weil sie es nicht sehen oder nicht helfen können, weil die Gesellschaft ihnen Fesseln anlegt. Dieses Drama steht nicht nur für die französische Gesellschaft, sondern für alle anderen westlich geprägten Gesellschaften. Man versucht in einem Leben aus Unsicherheit und Verzweiflung etwas Stabiles zu finden.

Diese Lektüre ist für die Leser, die über den Schaden, den Loyalität hervorufen kann lesen möchte.

Titel: Loyalitäten

Autor/in: Delphine de Vigan

ISBN: 978-3-8321-8359-2

Verlag: Dumont

Preis: 20,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Gefangen zwischen Diesseits und Jenseits…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

als Bardo wird im Yoga nach der Lehre im tibetischen Buddhismus  ein möglicher Bewusstseinszustand im Diesseits und Jenseits bezeichnet. Bardo heißt übersetzt Zwischenzustand, Einbeziehung, Versetzung, innewohnende Gegebenheit des Geistes. Der Autor George Saunders versetzt den Leser in ein Bardo der Toten. Erschienen ist das Buch beim Luchterhand Verlag.

Inhalt:

Es tobt der amerikanische Bürgerkrieg. Während der Krieg tobt muss der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Abraham Lincoln und seine Frau ein fruchtbares Ereignis verkraften. Ihr Elf Jährigen Sohn Will Lincoln ist an einem Fieber gestorben. Nun haben Sie ihn in der Gruft vergraben. Doch der Vater tut sich schwer mit dem Verlust seines Sohnes. Er besucht die Grabstätte um seinen Sohn noch ein letzte Mal in den Armen halten zu können. Dadurch weckt er die Geister der Toten, die aus ihren Krankenkisten (Särge) herauskommen. In ihrem Reich ist jemand neues hinzugekommen. Ein Junge im Alter von Elf Jahren. Doch im Gegensatz zu anderen Kinder, die nicht lange dort bleiben, will der Junge nicht weg. Dazu kommt, dass er auf einmal eine Erfahrung macht, die wieder bei den Geister Hoffnungen wieder einen Weg zurück zu den Lebenden zu finden. Sie weigern sich diese Zwischenwelt zu verlassen, die mehr einer Hölle gleicht. Doch was hält sie auf? Was bindet sie noch an der Welt der Lebenden? Die Toten habe ihren eigenen Geschichten und sie sind nicht grundlos gefesselt auf dem Friedhof. Sie wissen nicht, dass die Zeit vergangen ist, dass ihre Liebsten nicht wieder kommen werden. Sie wissen nicht oder ignorieren es, dass sie tot sind. Aber es ist eine Tatsache. Sie können nicht mehr zurück oder doch?

Warum dieser Titel?

Der Autor George Saunders hat einen Roman geschrieben der besonders ist allein schon wegen seiner Erzählweise. Dabei werden Fragen aufgeworfen wie was ist die Liebe und was macht das Leben aus. Die Toten klammern sich an etwas fest, was sie nicht mehr ändern können und verhalten sich immer noch menschlich selbst im Tod. Es ist nur eine Nacht, die geschildert wird. Es wirkt wie ein Theaterstück. Verschiedene Stimmen erzählen, werden unterbrochen oder ergänzen Stellen. Fiktive und Reale Personen. Sowohl die Toten als auch die Lebenden erzählen gegenseitig die Geschichte und bilden dabei einen roten Faden. Es wird der Rassismus, der Krieg und andere gesellschaftliche Themen selbst im Totenreich noch diskutiert. Gerade im Tod können die Seelen das Menschliche nicht loslassen und sind somit Gefangene ihres selbst geschaffenen Gefängnisses, das zwischen Leben und Tod sich befindet.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die einen Roman über das Leben, über den Tod und alles dazwischen sich befindliche lesen wollen.

Titel: Lincoln im Bardo

Autor/in: George Saunders

ISBN: 978-3-630-87552-1

Verlag: Luchterhand

Preis: 25,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Die Jagd nach dem Wolf…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

die Autorin Gianna Molinari zeigt in ihrem Roman „Hier ist noch alles möglich“ eine Situation in der eigentlich alles erzählt ist und trotzdem wird eine Geschichte präsentiert in der alles  noch möglich scheint. Was eigentlich sehr passend zum Titel ist. Erschienen ist das Buch beim Aufbau Verlag.

Inhalt:

Die Ich-Erzählerin ist eine Frau, die einen neuen Job sucht. Bei einer Papierkartonfabrik ist ein Nachtwächterjob freigeworden. Beim Einstellungsgespräch stellte sich heraus, dass die Firma größenteils verlassen ist und der Chef sie verkaufen möchte. Sie nimmt den Job an und bezieht eine leere Halle als ihr Wohnungsquartier. Sie in der Halle und die Welt ist draußen. Sie wird darüber informiert, dass der Koch von der Kantine einen Wolf gesehen hat, der sich anscheinend auf dem Gelände herumtreibt. Der Chef hat sorge, dass der Wolf gefährlich ist und die Nachtwächter doch aufpassen beziehungsweise Fallen aufstellen sollen.  Zusammen mit ihrem Kollegen Clemens wechselt sie sich in der Schichten. Dabei passieren anderen Sachen wie zum Beispiel die Geschichte vom Mann der vom Himmel gefallen ist, von dem Mitarbeiter Lose, der laut dem Koch ein verschollener Astronaut ist, sie lernt den Flughafen kennen und wird verdächtigt eine Bank ausgeraubt zu haben. In dieser Fabrik, die eigentlich am Ende ist schwebt aber immer die Gefahr in Form des Wolfes umher. Niemand hat den Wolf gesehen außer der Koch. Doch gibt es den Wolf wirklich? Wie schafft er es auf das Gelände? Was hat es mit dem Wolf auf sich oder steht der Wolf für eine Angst ,eine Bedrohung, die in einer anderen Form existiert? Die Nachtwächterin denkt über das Leben nach, über Grenzen, Inseln und ihre eigene Perspektive.

Warum dieser Titel?

Die Autorin Gianna Molinari erzählt eigentlich eine unspektakuläre Geschichte. Doch die Geschichte hat viele Details, die dem Leser begegnen. Dabei zeigt sie verschiedene Menschen mit ihren Charakterzügen. Es wird gezeigt wie der Mensch tickt beziehungsweise welche Fragen es zu beantworten gibt. Es wird veranschaulicht mit Zeichnungen und Bildern, die diese Stimmung dem Leser verdeutlicht. Es wird einer alten Zeit hinter getrauert, die durch den Wolf bedroht wird.  Doch warum empfinden die Menschen den Wolf als Bedrohung? Weil er ein Raubtier ist und für Gefahr steht oder weil er das Alte bedroht, wobei es eigentlich sinnlos erscheint. Es ist eine Geschichte, die zwar schnell zu lesen ist aber dennoch Fragen aufwirft.

Diese Lektüre ist für die Leser, die eine ruhige Geschichten mit besonderen gesellschaftlichen Charakteren lesen wollen.

Titel: Hier ist alles möglich

Autor/in: Gianna Molinari

ISBN: 978-3-351-03739-0

Verlag: Aufbau

Preis: 18,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Der alte Grum und das kleine Mädchen

Hallo liebe Freunde des Lesens,

wenn man Menschen verliert in seinem Leben, die einem nahe stehen kann es zu einer Depression führen besonders, wenn man sich selbst die Schuld daran gibt.  Der Autor John Cohen zeigt in seinem Roman „Die wundersame Mission des Harry Craines“ eine besondere Lösung von Trauer. Erschienen ist das Buch beim Insel Verlag.

Inhalt:

Harry Craine gibt sich die Schuld am Tod seiner Frau, die er über alles liebte: Beth.  Er denkt auf den Lottoschein, den er am Todestag sich gekauft hat liegt ein Fluch, der den Unfall verursacht hat an dem Beth gestorben ist. Nachdem sein Bruder Wolf ihn gezwungen hat die Baufirma zu verklagen hat Harry auch noch 4 Millionen Dollar für Beths Tod bekommen.  Daraufhin verlässt Harry sein Büro der Forstbehörde Amerikas, kauft sich ein Strick und versucht sich in einem Waldabschnitt zu erhängen. Der Ast bricht, weil er von etwas goldenem Glänzenden abgelenkt wird. Es ist der Anfang eines Märchens. Harry trifft auf Oriana, die ihren Vater Dean urplötzlich verloren hat. Während Amanda, die Mutter versucht mit der Realität klar zu werden flüchtet sich Oriana in eine Märchenwelt.  Denn sie ist der festen Überzeugung, dass Dean dafür gesorgt hat, dass sie Harry  trifft. Harry weiß nicht so recht ob er sich auf das Abenteuer einlassen soll. Doch nur so können alle über ihre Trauer hinweg kommen. Harry und Amanda müssen einsehen, das so viel mehr in Orianas Märchenwelt steckt als sie zuerst vermuten. Es gibt einen verwunschen Ort, einen Schatz,  einen Bösewicht, einen Wolf und andere skurrille Charakteren, die immer in einem Märchen vorkommen. Können Harry, Oriana und Amanda es schaffen die Trauer hinter sich zu lassen und einen neuen Weg beschreiten in eine Zukunft ohne Garantie? Es wird klar, dass hinter Orianas Fantasie weit aus mehr Realität steckt, als man zuerst vermutet.

Warum dieser Titel?

John Cohen hat mit seinem  Roman eine Geschichte entwickelt, in der es darum geht das die Charaktere über den Tod von geliebten Personen hinwegkommen müssen. Dabei helfen sowohl die Fantasy der Kinder als die Realität der Erwachsenen. Mit liebenswürdigen aber skurrile Charakteren wird eine Stadt lebendig gemacht. Dabei werden die Menschen von diesem kleinen Ort ein Hauch von einer „Märchenwelt“ streifen. Man wird mit der Vergangenheit konfrontiert, mit der man sich auseinandersetzen muss.  Der Autor versteckt dazu hinter der eigentlichen Geschichte, noch eine Geschichte in der es um die Wichtigkeit der Bücher geht und das Wissen über die Forstwirtschaft von den USA.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die eine bezaubernden Geschichte von Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe lesen wollen.

Titel: Die wundersame Mission des Harry Crane

Autor/in: John Cohen

ISBN: 978-3-458-36362-0

Verlag: Insel Verlag

Preis: 15,95 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

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