Hart und Zynisch….aber Wahr!

Hallo liebe Freunde des Lesens,

der Rassismus ist überall ein Problem. Der Autor Paul Beatty hatte zuerst Probleme das Buch  irgendwo unter zubekommen. Der Roman „Der Verräter“  fügt wieder eine Trennung ein. Diese Trennung schlägt hohe Wellen, sehr hohe Wellen. Erschienen ist das Buch beim Luchterhand Verlag.

Inhalt:

Der Ich-Erzähler weiss nicht wie es zu alldem gekommen ist. Er gehört nicht zu denen, die gestohlen haben, beim Spielen betrügen oder sich in das Kino mogeln und das obwohl er Schwarz ist. Dass er sich einen Sklaven hält, der Hominy heißt und als kleiner  schwarzer Junge bei der rassischten Kinderserie die kleinen Strolche mitgespielt hat, ist Zufall beziehungsweise möchte Hominy auch ein Sklave sein. Er wollte doch nur, nachdem sein Vater (ehrfrüchtig der Nigger-Flüsterer genannt), der ihn selbst unterrichtet hat, von der Polizei erschossen worden ist, Dickens wiederbeleben (Vorort von Los Angeles). Dadurch, dass sein Vater ihn gezwungen hat sämtliche Studien der Diskriminierung von Afroamerikanern zu lesen, kam ihm eine Idee. Seine Idee ist gut und hat sogar Erfolg. Ein Bauer hat ein großes Problem gelöst. Doch nun sitzt er vor dem obersten Gerichtshof. Fall 09-2606: Heros gegen die Vereinigten Staaten von Amerika. Der schwarze Richter, der in seiner ganzen Karriere noch nie einen Fall kommentiert hat guckt, nachdem er die Anklageschrift durchgelesen hat, den Angeklagten an und sagt: „Bist du irre, Nigger?“

Jetzt kann die Geschichte anfangen……

 

Warum dieser Titel?

Paul Beatty holt zum Rundumschlag aus. Dabei nimmt er wortwörtlich kein Blatt vor dem Mund und bricht alle Tabus. Es ist gleichzeitig Zorn und Humor. Niemand ist vor ihm sicher. Er drückt einen Finger mit Salz in die noch offene Wunde und bohrt richtig tief rein. Kein Wunder, dass der Autor zuerst Probleme hatte das Manuskript unter zubekommen. Kein Wunder, dass er der erste Amerikaner ist, der den Man Booker Prize gewonnen hat. Es bleibt einem das Lachen im Halse stecken, den nicht zwischen den Zeilen, sondern in den Zeilen steckt sehr viel Wahrheit drinnen. Die amerikanische Gesellschaft wird als Zielscheibe genommen, besonders die Afroamerikaner. Beatty legt offen was das Problem ist und greift zu drastischen Mitteln um es zu verdeutlichen.  Man muss lachen, doch man fragt sich: Darf man überhaupt lachen? Der Humor ist -achtung unbeabsichtiges Wortspiel- rabenschwarz. In den USA ist der Autor Kult.

Diese Lektüre ist für die Leser, die eine bitterböse, zynische Gesellschaftskritik lesen wollen, bei der das Lachen im Halse stecken bleibt.

Titel: Der Verräter

Autor/in: Paul Beatty

ISBN: 978-3-630-87575-0

Verlag: Luchterhand

Preis: 20,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

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