Das Kurze Ende (Weihnachtsgeschichte)

Hallo liebe Freunde des Lesens,

dieses Jahr habe ich es leider nicht geschafft an den Adventsonntage eine Geschichte zu präsentieren. Aber ich habe es geschafft wenigstens eine kleine Weihnachtsgeschichte zu schreiben. Um eine Frage vorher zu beantworten: Ich weiß auch nicht wieso meine Weihnachtsgeschichte ein wenig Düster geworden ist.

Ansonsten wünsche ich euch Allen, die das hier lesen, schöne besinnliche Feiertage.

Das kurze Ende

Von Jan Erichson

Die Straße liegt im Dunklen. Kein Licht brennt. Die Straßenlaternen sind aus und hintern den Fenstern der einzelnen Häuser wirkt die Schwärze wie eine gähnende Leere. Es ist so still. Ratlos steht er mitten auf der Straße. Es knirscht der Schnee unter seinen Stiefeln, wenn er sich umguckt. Eine einsame Katze schleicht oben auf der Straße im Schnee entlang. Sie bleibt stehen und schaut sich diese männliche Gestalt an, die eine verlorene Einsamkeit ausstrahlt. Als die Katze verschwunden ist, ist somit auch das letzte Zeichen vom Leben gegangen. Es ist kalt und die Kälte kriecht in den Mantel. Zum ersten Mal spürt er es, fängt leicht an mit den Lippen zu zittern und schüttelt seinen Körper wegen der Kälte. Die Spuren seiner Stiefeln sind verdeckt von dem neu gefallenen Schnee. Es sieht so aus, als ob er wie aus dem Nichts gekommen ist. Der Leinensack liegt achtlos neben ihm, schneebedeckt, während er sich die behandschuhten Hände reibt um Wärme zu erzeugen. Eine Illusion, denn die Kälte ist unbezwingbar. Ist es wirklich die Kälte, die ihn Zittern lässt oder ist es etwas Anderes? Er traut sich nicht sich vom Fleck zu bewegen, auf die Häuser zu, um zu schauen, ob jemand dort wohnt. Er fühlt etwas was er vorher nicht kannte. Die Schwärze wirkt wie ein lebendiges Wesen, das nur auf ihn wartet um ihn zu verschlingen. Unsicherheit und Zweifel packen ihn, ob er überhaupt hier richtig ist. Dieses Gefühl ist für ihn neu, denn eigentlich war er sich seiner Sache das Richtige zu tun immer sicher. Er fängt an sich Dinge einzubilden. Vögel fliegen am Himmel, doch er kann sie nicht hören. Nur das Krächzen einer einzelnen Krähe, die sich oben auf der Spitze einer Tanne sich befindet, dringt in sein Ohr. Der Zweifel und die Unsicherheit breiten sich in ihm weiter aus und er kann es nicht verhindern. Nicht nur die Schwärze von außen bedroht ihn, sondern auch die inneren Schwärze, die sich immer mehr ausbreitet.  Er hat das Gefühl von innen aufgefressen zu werden. Sein Herz schlägt noch, jedenfalls glaubt er das, denn sonst würde er hier nicht stehen. Aber die Wärme, die sonst von ihm ausgeht ist verschwunden. Die Wangen sind nicht mehr rosa, sondern blass und eingefallen und das Schneeweiß seine Haare ist zu einem matschigen Grau geworden. Er sieht es nicht, aber er spürt es, dass er sich verändert hat. Seit er diese Straße betreten hat. Die Dunkelheit hat in dazu gebracht stehen zu bleiben und seitdem hat er sich nicht von der Stelle bewegt. Er konnte es nicht. Der Zweifel und die Unsicherheit haben ihm die Kraft genommen die Beine zu heben. Die Kälte hat ihn fest umklammert. Es kommt die Sehnsucht auf nach dem Zuhause. Zweifel und Unsicherheit bilden diese Sehnsucht, die ihn ihm einen Schmerz auslösen, den er vorher noch nie kannte. Das Gefühl sein Herz verkrampft sich, breitet sich in seinem Kopf aus. Das kann doch nicht sein? Wieder dieser Zweifel und diese Unsicherheit.

Schritte sind zu vernehmen am Ende der Straße. Zuerst ganz leise. Sie werden lauter. Sie bewegen sich auf ihn zu. Die Krähe ist verstummt. Er guckt hoch zu Tanne wo sie sitzt. Ist das nur Einbildung oder blickt sie ihn direkt an? Sie öffnet ganz leicht ihren Schnabel. „Hallo“ Sein Verstand spielt ihm ein Streich, für einen kurzen Moment denkt er die Krähe hat ihn begrüßt. Doch die Stimme kommt aus der Richtung, woher auch die Schritte gekommen sind. Sein Blick wandert von der Krähe auf der Spitze der Tanne wieder auf die Straße. Eine Gestalt steht vor ihm und guckt ihn an. Er kann nicht erkennen, ob sie weiblich oder männlich ist. Die Gestalt steht aufrecht wie ein Mensch und doch ist es keiner. Aber warum erkennt er etwas Fragendes in der Gestalt. Ohne das eine Frage gestellt wurde ist hat er das Gefühl antworten zu müssen. Aber worauf eigentlich? Er weiß es nicht und trotzdem sprudeln die Worte aus seinem Mund. Es fühlt sich an wie ein Strahl Wasser, der den Mund verlässt und sich wie ein Wasserfall in der Luft ergießt. „Ich bin ein alter Mann, der sich anscheinend verirrt hat.“ Keine Antwort. Aber er ist sicher, dass das Hallo von dieser Gestalt kam. Hat er sich das nur eingebildet? Ist er gefangen in einem Alptraum? Er hört ein rascheln. Die Krähe auf der Tanne hat ihre Flügel ausgebreitet. Sie schwebt auf ihn zu. Er muss sich ducken und guckt ihr hinterher, wie sie in der Dunkelheit verschwindet. „Nein du bildest es dir nicht ein. Ob es ein Alptraum ist kann ich nicht beurteilen. Für die einen ist es ein Alptraum, aber genauso sehen es manche als einen Wunschtraum an. Dabei ist es nichts von Beidem.“ Es ergibt keinen Sinn was die Gestalt erzählt. Aber er scheint nicht mehr  in der Welt zu sein, die er kennt. Aber wieso passiert ihm das? Er hat noch so viel zu erledigen. „Nein hast du nicht. Du bist am Ende des Weges angekommen.“ „Für mich gibt es kein Ende.“ Diese Situation ist für ihn gänzlich neu. Diese Unbehaglichkeit ist unangenehm. Eine Nervosität lässt seinen Blick umherirren. Sein brauner Leinensack unter einer weißen Schicht. Er guckt hinter sich. Kann aber nicht mehr die Straße sehen, wo sein Schlitten eigentlich steht. Er schaut auf seine Armbanduhr. Doch die Uhr ist, seit er diese Straße betreten hat, stehen geblieben. Es ist still. Zu still. Bis die Stille von der Gestalt wieder gefüllt wird. „Weiß du was? Eigentlich habe ich nicht an dich geglaubt. Für mich warst du ein Fantasieprodukt. Aber jetzt wo ich dich sehe muss ich mir eingestehen, dass ich mich getäuscht habe.  Eigentlich täusche ich mich nie. Es geht gar nicht und doch ist es passiert. Es macht mich froh aber auch gleichzeitig traurig. Es ist das erste Mal, dass ich diese Empfindungen gleichzeitig spüren kann. Überhaupt etwas zu spüren ist schon ungewöhnlich für mich.“ Wovon redet er? Die Stimme stiftet Verwirrungen in seinen Kopf. Woher kommt diese Gestalt? Wieso sollte er ein Fantasieprodukt sein? Er ist real. Er war es schon immer. „Natürlich bist du Real. Doch der Nachteil an jedem Realen ist es, dass es zu einem Ende kommen muss.“ Jetzt wird ihm bewusst wo er ist und wer vor ihm steht. Seine Kehle wird trocken. Sein Gesicht wirkt eingefallen. Die Augen weiten sich. Mit aller letzten Kraft versucht er etwas zu sagen. Es gleicht einem krächzen. „Aber Sie brauchen mich.“ Ist es ein Kichern und ist es der eiskalte Wind, der auf einmal in sein Gesicht weht? „Du weißt die Antwort und du weißt auch wer ich bin. Du kannst es nicht mehr ändern. Das kann keiner. Du hast es aber geschafft, dass du nicht vergessen wirst. Du wirst auf ewig in Erinnerung bleiben und das schaffen die Wenigsten.“ Er weiß nicht ob es ein Trost ist. Wahrscheinlich wollte die Gestalt dies bezwecken, aber irgendwie ist  es kein Trost. Aber er fühlt wie sich eine Akzeptanz in ihm breit macht, das einer wohligen Wärme gleicht, die sich in ihm ausbreitet. Er nimmt seinen braunen Leinensack in die Hand und geht auf die Gestalt zu. Zusammen gehen Sie die Straße entlang, an den dunklen Häusern vorbei, die wie Attrappen aussehen. „Wie viele haben verstanden wer du bist und haben geglaubt was du Ihnen sagst?“ Dieses Mal war er sicher, dass es ein Kichern ist, das er hört. „Keiner und Jeder.“ Zusammen werden Sie von der Dunkelheit verschluckt.

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Das wirklich wahre Schlossgespenst

Hallo liebe Freunde des Lesens,

kommen wir nun zu einer Lektüre, die für die kleinen Leser ist, aber an der auch der große Leser Spaß hat. Alex und Axel habe eine Geschichte entworfen, in dem die Kinder erfahren was wirklich eine wahres Schlossgespenst ausmacht. In „Zippel“ steht es geschrieben. Erschienen ist das Buch beim dtv Junior Verlag.

Inhalt:

Paul kommt etwas früher von der Schule nach Hause zurück. Er wurde wieder von seinen Mitschülern Tim und Tom gehänselt. Das Problem der Lehrer Herr Altmeier bekommt das nicht mit. Als Paul voller Frustration die Tür aufschließen möchte mit seinem Schlüssel hört er auf einmal eine Stimme. Die Stimme kommt aus dem Türschloss, in dem Paul gerade seinen Schlüssel reingesteckt hat. Es ist ein Schlossgespenst, dass im Türschloss sein Zuhause eingerichtet hat. Paul ist verwirrt. Für ihn sind Schlossgespenster eigentlich Gespenster, die in Schlössern leben, dort wo damals auch Ritter, Könige und Prinzessinnen gelebt haben. In dem Schlossgespenst findet Paul einen neuen Freund. Er beschließt ihn Zippel zu nennen. Zippel ist noch ein junges Gespenst, das noch viel lernen muss. Doch als Pauls Eltern beschließen das Türschloss zu wechseln ist auf einmal Zippels Zuhause in Gefahr. Paul muss für Zippel einen neues Zuhause finden bzw ein neues altes Schloss je verstaubter, desto besser. Wird es Paul schaffen? Warum ist sein Vater vormittags in der Wohnung? Während seine Mutter abgelenkt ist wegen ihrem bevorstehenden Opernauftritt versucht Paul mit seinem neuem Freund Zippel eine Lösung zu finden und schildert in ein unvergessliches Abenteuer.

Warum dieser Titel?

Alex und Axel. Der Alex hat die Geschichte von Paul geschrieben  und den Axel kennt man als fester Illustrator von Julia Donaldson (Grüffelo, Räuberratte, Superwurm) oder eigenen Werken (Pip und Posy). Die Geschichte ist liebevolle und lässt einen ganz neuen Blick auf das Schlossgespenst werfen. Paul ist ein Charakter, der ein nur mehr Selbstvertrauen braucht und im Schloßgespenst einen Freund findet. Dabei hintergfargt Zippel die Logik des Menschen über die man vorher nicht nachgedacht hat. Die Zeichung von Axel verleihen der Geschichte genau die richtige und liebevollen Bildern, die die Geschichte erzählt. Man kann die Geschihcte sehr gut vorlesen oder selberlesen.

Diese Lektüre ist für alle Leser und Vorleser, die eine lustige, liebvolle Geschichte über ein Schlossgespenst lesen wollen.

Titel: Zippel

Autor/in: Alex Rühle  (Illustrationen: Axel Acheffler)

ISBN: 978-3-423-76234-2

Verlag: dtv junior

Preis: 12,95 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

 

Bienen in Gefahr!

Hallo liebe Freunde des Lesens,

dass die Bienen ein wichtiger Bestandteil unserer Umwelt sind, müsste eigentlich jeder wissen. Ohne die Bienen, würden wir Menschen Nahrungstechnisch auf dem Zahnfleisch kriechen. Die Autorin Claudia Praxmayer greift mit ihrem Jugendthriller „Die Bienenkönigin“ das Bienensterben auf. Das ist auch ihr Romandebüt. Erschienen ist das Buch beim CBJ Verlag.

Inhalt:

Die neunzehnjährige Mel hat mit Josh in seiner Villa eine Art Community gegründet. Es soll ein Zusammenleben sein, in dem jeder etwas beisteuert und wo kein Streit, sondern Harmonie herrschen soll. Dabei bestehen die Bewohner sowohl aus Technikfreaks als auch aus Naturliebhaber. Mel ist besonders. Sie hat ein kleines Fell im Nacken und kann außerdem mit Bienen kommunizieren. Ihre Großmutter, zu der sie keinen Kontakt mehr gehabt hat wegen Mels Mutter, die das alles als Hirngespinste abtut, hat es ihr beigebracht. Als Mel eines Tages bei den Bienen ist, die sich in einen Baum im Garten ein Zuhause gebaut haben, passiert etwas Merkwürdiges. Die Bienen greifen eine schwarze Biene an. Mel und Ihre Mitbewohner finden heraus, dass diese schwarze Bienen eine Drohne ist. Doch was hat es mit dieser Drohne auf sich? Was hat es mit dem Bienensterben zu tun? Mel und Ihre Freunde machen sich auf die Suche und stoßen dabei auf etwas Ungeheuerliches. Kann Mel die Bienen retten?  Mel muss sich  nicht nur diesem Problem stellen, sondern sie muss selber herausfinden was sie im Leben machen möchte und wie Ihre Zukunft aussieht. Und wieso findet sie auf einmal den zurückgezogenen Mitbewohner Ozzy so sympathisch?  Wird es Mel schaffen die Bienen und Ihre Freundschaften zu retten?

Warum dieser Titel?

Die Autorin Claudia Praxmayer hat einen spannenden Jugendthriller geschrieben über das Bienensterben. Dabei legt die Autorin den Fokus darauf wie wichtig Bienen für die Menschen sind. Was zuerst wie eine Technik-gegen-die-Natur-Geschichte wirkt wird zu einem Zusammenspiel. Die Charakteren suchen dabei selber noch einen eigenen Platz in der immer schneller werdenden Welt und befinden sich noch ganz am Anfang. Dabei wird nicht nur die „Bestimmung“, sondern auch Freundschaft, Liebe und Familie als Thema bedient. Es ist kein Roman, der belehrend wirkt, sondern der zeigt wie die Situation ist und was daraus werden kann. Es werden die Konsequenzen dargestellt.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die eine spannende Geschichte über das Bienensterben und das Leben lesen wollen.

Titel: Die Bienenkönigin

Autor/in: Claudia Praxmayer

ISBN: 978-3-570-16533-1

Verlag: CBJ

Preis: 17,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt