Rassismus ist keine Meinung

Hallo liebe Freunde des Lesens,

letzte Woche war die Frankfurter Buchmesse. Die Messe ist eigentlich was schönes. Wo Vertreter der Branche sich treffen, wo man Kontakte knüpfen, Autoren hautnah erleben und sonst die Welt der Literatur entdecken kann z.b. mit dem Gastgeberland, das einen extra literarischen Fokus und Hervorhebung bekommt. Es ist eine friedliche Umgebung, in der sich jeder sicher fühlen soll. Wenn man so will bildlich gesprochen und als Vorstellung geht man Hand in Hand hüpfend, pfeiffend und mit einem breiten Lächeln durch die Halle und man wird überall freundlich begrüßt und es strahlen einem Gesichter entgegen.

Frau Kuhnke eine Autorin, die ihr erstes Buch (Schwarzes Herz) vorstellen wollte, hatte sich auch auf die Messe gefreut. Doch dann wurde bekannt, dass auch Verlage daran teilnehmen (u.a. Jungeuropa), die auffallen durch Rassismus, Gewaltandrohungen und Menschenfeindlichkeit. Frau Kuhnke selbst wurde von gewissen Mitgliedern bedroht, so schlimm sogar, dass sie mit Ihrer Familie umziehen musste, weil Ihre Adresse geleakt wurde und sie somit wortwörtlich zum Abschuss freigegeben wurde. Natürlich kann ich Frau Kuhnke verstehen, dass sie zu einer Veranstaltung in der Personen sind, die ihr Leben bedroht haben und immer noch dabei sind, nicht auftreten möchte. Das Schlimme ist auch nicht die Absage der Autorin, wie gesagt persönlich kann ich es absolut verstehen. Das wahre Schlimme sind die Reaktionen darauf. Klar im Internet kennt man die sogenannten Trolle, die aus dem Kontext gerissen Statements von der Frau Kuhnke präsentieren und versuchen das Opfer als Täter*in hinzustellen. Sie selber provziert gerne und ist sich auch dessen vollbewusst. Frau Kuhnke ist stark genug um sich mit diesen Nonames, die ihren Frust im Internet herauslassen, an sich abprallen zu lassen bzw spielt sie auch satirisch mit Ihnen. Doch wenn das Leben bedroht wird, da hört der Spaß dann auf. Aber es geht um andere Aussagen.

Die Literaturszene z.b. die Frankfurter Buchmesse auch als der Deutsche Börsenverein sehen die Messe als eine Ort für alle an. Genau hier haben wir das Problem. Irgendwo hört das „für alle“ auch mal auf. Es können andere Meinung toleriert werden, aber Rassismus ist keine Meinung. Sondern einfach nur ein Hass auf Menschen, die nichts verbrochen haben und nur durch ihre Herkunft und Aussehen benachteiligt oder wie einzelne Amokläufe und Terror zeigen zu Todesopfer werden. Das schon seit Jahren, Jahrzehnten, eigentlich schon immer. Muss man diese Menschen, die diesen Hass verbreiten tolerien? Nein muss man nicht. Doch dann liest man Zeitungen oder Teilnehmer*innen /Veranstalter*innen der Messe werden interviewt und dann kommen solche Aussagen, jetzt überspitzt gesagt, „Sie soll sich nicht so anstellen“, „Selber schuld mit ihren Provokationen“, „Die Messe grenzt niemanden aus“ oder „eine Demokratie muss das aushalten“. So so muss sie das? Muss man den Mord an Politiker*innen (Lübcke), an wehrlosen Bürger*innen (NSU-Morde oder Amokläufe) oder Chat-Gruppe von der Polizei, die Hass und Menschenfeindlichkeit verbreiten, aushalten? Ist Rassismus einfach nur ein bockiges Kind was, wenn es genug geschmollt hat, irgendwann aufhört? Manchmal hat man das Gefühl, dass gerade Verwantwortliche das so sehen. Doch habe wir nichts aus der Geschichte gelernt?

Persönlich lesen ich zum Beispiel gerne Geschichte oder Bücher, die mir eine andere Perspektive geben, die mich erkennen lassen worunter gelitten wird und was ich vielleicht sogar besser machen kann. Im Gegensatz zu manchen weiss ich, das ich in einer Position bin, in der ich absolute Priviligien genieße. Doch anstatt, dass ich mich angeriffen fühle, wenn jemand sagt er/sie ist Opfer von Rassismus oder Diskriminierung, höre ich zu und ich muss meistens, weil auch faktisch nichts anderes übrig bleibt, auch zustimmen. Mir bleibt nichts anders übrig, weil die Geschichte und die Fakten lügen nicht, die Erfahrung, die andere machen sind leider real. Allein schon die Reaktionen, die den exsistierenden Rassismus realitivieren, (s. oben genannte Aussagen) zeigen doch offentsichtlich, dass wir immer noch ein Problem haben und weit davon entfernt sind ein Land zu sein, wo sich Menschen jegliches Aussehens sich sicher fühlen können. Ja man hat das Gefühl, dass man sich ständig wiederholt. Wenn Jemand sagt „Die Flüchtlinge können doch alle zurück, sind doch freiwillig gekommen“ dann muss man den Mund aufmachen und sagen das stimmt einfach nicht, es ist einfach nicht wahr. Man muss erkennen das Armut, Hungersnot, Krieg und Verfolgung (ausgenommen sind natürlich Straftatten) die Gründen sind, deswegen nennt man sie ja auch Flüchtlinge. Man verlässt nicht freiwillig das eigene Land, sondern man wird gezwungen, sonst würde würden wir sie Auswanderer nennen und nicht Flüchtlinge. Aber anstatt Flüchtlingen bin ich dafür das wir sie „Menschen, die Hilfe brauchen“ nennen, ist zwar länger klingt aber nicht so abwertend und nach Schubladendenken. Vielleicht würde diese Formulierung auch bei vielen Menschen im Denken etwas ändern.

Was auch ganz wichtig ist, dass Deutschland sich endlich mit der Geschichte des Kolonialismus auseinandersetzen muss. Denn wie kann es sein, dass der Völkermord an der jüdischen Bevölkerung und auch der Raub derer Kunst sehr gut und ausführlich aufgearbeitet wird, während der Völkermord an die Hereo und Nama in Afrika nicht erwähnt, als auch die Ausstellungen von offensichtlichen Raubgut aus Afrika immer noch toleriert wird sogar verteidigt wird, wenn man darauf hinweist? Warum kümmern wir uns um den einen dunklen Fleck der deutschen Geschichte ignorien aber den anderen, wobei das genau wie die NS-Zeit eindeutig und wiederruflich zum Rassismus gehört? Wenn wir ihn bekämpfen wollen dürfen wir auch diesen Teil der deutsche Geschichte nicht ignorien. Nur so nebenbei auch ganz interressant: Eine Art moderner Kolonialismus hat auch nach der Wende stattgefunden, worunter Ost-Deustchland immer noch leidet und wie wir heute sehen den Rassismus im Osten gestärkt hat.

Aber genung davon. Was hat jetzt die Situationen mit Frau Kuhnke auf der Frankfurter Buchmesse uns wieder gezeigt? Das Männer, größenteils weiße Männer, es wieder realitivieren und sich dessen nicht bewusst sind aus welcher Position sie argumentieren, wir schaffen es einfach nicht uns um die Opfer zu kümmern und ganz wichtig wir schaffen es nicht das Menschen sich sicher fühlen. Klar muss man sich eindeutig gegen Rassismus positionieren, doch man muss nicht einen Ort besuchen, wo Menschen sind, die einen bedrohen, den Tod wünschen bzw. menschenverachtend beleidigen. Anstatt auf Frau Kuhnke herumzutreten sollte sich doch die Veranstalter*innen fragen ob sie es in kauf nehmen wollen ein Ort zu sein, an dem man sich nicht sicher fühlt oder wie andere es formulieren „Ein Ort der Freiheit“ (wobei hier das Wort Freiheit anders interpretiert wird) . Und ja ich bin weiß, hetero und mänlich, deswegen kann ich auch nicht viel zu den Thema Rassismus und Diskriminierung sagen, weil ich persönlich davon nicht betroffen bin. Aber im Gegensatz zu anderen Menschen würde ich nie auf die Idee kommen als „weißer“ in einer Sendung über Rassismus aufzutretten und über ein Thema zu reden worüber ich keine Erfahrung haben kann aufgrund meiner Hautfarbe oder meines Geschlechts. Haben die Veranstalter*innen und auch eingeladenen Gäste keine Empathie bzw. können die Eingeladenen nicht einfach sagen: „Hä wieso ich? Das ist doch unlogisch und spiegelt das Thema nicht wieder“ oder ist Geld und PR doch so wichtig , dass man Opfer mit Füßen tritt? Aber und das ist ganz wichtig man kann Empathie haben, sollten man haben, dass ich rate auch Medizinern und Juristen. Frau Kuhnke muss nicht nur gegen Rassismus kämpfen, sondern dass sie eine Frau ist spielt auch eine Rolle. Krieg an allen Fronten sozusagen. Keine Vernschaufpause. Also ich frage nochmal wie ist es möglich von Sicherheit und Schutz zu sprechen, wenn die Gesellschaft immer noch rassistisch und frauenfeindlich agiert? Wann merken die Menschen, die in der Verwantwortung sind, dass sie eher Zuspruch bekommen, wenn sie mal hart durchgreifen und zeigen dass sie Menschen schützen kann und zwar berechtiger Schutz?

Das hat auch nicht mehr mit Meinungsfreiheit zu tun. Wenn du jemanden bedrohst und beleidigst, dann ist das keine Meinung. Es auch keine Meinung den Angriff zu realitivieren. Da gibt es nichts schön zureden auch kein „aber“ gibt es. Einfach nein. Wenn wir eine Gesellschaft wollen, in der Menschen jeglicher Hautfarbe sich sicher fühlen, dass Frauen nachts als auch Tagsüber allein und sicher durch die belebte Stadt gehen können, dann müssen wir endlich Flagge zeigen. Es fatal und brandgefährlich, wenn man Menschen sagen hört: „Jetzt ist aber genug mit dem Thema“. Nein ist es nicht. Solange es Menschen gibt, die meinen andere zu bedrohen, wenn nicht sogar gewalt anwenden aufgrund des Geschlechts, Ihrer Identität (z.b. Hautfarbe oder Religion) oder Ihrer Sexualität, dürfen wir nicht müde werden. Wir dürfen vor Aggressionen uns nicht einschüchtern lassen (dazu zählt auch eine Messe nicht zu besuchen, was viele aber als Einschüchterung sehen was einfach falsch ist ). Der Staat sollte nicht nur reden, sondern auch endlich sich dafür einsetzen, Menschen zu schützen und keine Fremdbestimmung über sie ausüben (z.b. Paragraph 219 a auch ein wichtiges Thema, wo es eigentlich menschlich gesehen bzw empatisch keine zweite Meinung geben darf).

Auch wenn dieser Blog nur für Bücher steht, dann sollte eins klar sein wie er sich politisch als auch menschlich orientiert. Es tut gut das aufzuschreiben. Es tut gut das zu sagen. Weiterhin werden auch Bücher kommen, die auf diese Thematik setzen. Auf Aufklärung, Toleranz und ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander. Noch dazu muss ich sagen dies ist nur eine Meinung zu diesem Thema, es ist ein Gefühl, das ich aufschreibe. Gerne lassen ich mich von guten Menschen und da gibt es viele, aufklären, höre ihnen zu und bilden mir dann eine Meinung, wir ihr sehen könnt eine sehr eindeutige. Das ist auch nicht wie manche jetzt sagen würden, dass mir eine Meinung aufgezwungen wird, sondern dass ist das Verständnis für Empathie, die leider vielen abhanden gekommen ist. Meinungsfreiheit ist, das den Unterdrückten zugehört wir, dass sie die Chance haben auf sich aufwerksam zu machen. Dafür wurde die Meiungsfreiheit eingeführt und nicht, dass die Unterdrücker ihr menschenverachtendes System weiter legitimieren. Ein Großteil der weißen Menschen (besonders Männer) sind einfach nicht unterdrückt, weswegen es in meinen Augen ein bisschen lächerlich wirkt, wenn dann sowas kommt wie „aber….“.

In MeinerLiteraturWelt bzw auf diesen Blog ist jeder willkommen, soll sich jeder wohlfühlen und jeder kann auch hier Bücher entdecken. Es wird nicht beleidigt, es wird kein Hass/Rassismus verbreitet und niemand diskriminiert. Leider ist dieser Zustand nur virtuell möglich. In Wahrheit haben wir noch eine ganz langen Weg vor uns. Wir sind erst ganz am Anfang. Gibt nicht auf. Geht weiter. Lasst euch nicht bremsen. Setzt euch für die Menschlichkeit ein und das ist und kann nur ein Miteinander sein.

Trotz allem solltet ihr bzw. wünsche ich euch

Viel Spaß beim Lesen

Meineliteraturwelt (Jan Erichson)

Ein jahrelanger Kampf…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

Afrika ist eine Kontient, der durch das Kolonialzeitalter beraubt und ausgebeutet wurde. Die Auswirkungen sind bis heute spürbar und ausgebeutet wird dieser Kontinent auf Kosten von Menschenleben immer noch. Die Autorin Imbolo Mbue zeigt es anhand eines Dorfes in ihrem neuen Roman. Erschienen ist das Buch beim Kiepenheuer & Witsch Verlag.

Inhalt:

Kosawa ist ein kleines Dorf in dem die Menschen ein ganz normales Leben führten. Sie jagten und die Kinder wuchsen glücklich auf. Doch dann kam eine amerikanische Öl-Firma namens Pexton. Sie haben Wohlstand und eine rosige Zukunft versprochen. Es wurde Pipelines gebaut. Denn unter dem Land befindet sich ein großer schwarzer Schatz. Doch statt einer rosigen Zukunft vergiften sie den Boden, verseuchen das Wasser. Die Menschen werden krank, die Kinder sterben. Doch das Dorf begehrt auf. Sie fangen an zu kämpfen. Es wird ein jahrelanger Kampf. Es werden sehr hohe Opfer bezahlt für eine bessere Zukunft. Durch diese jahrelangen Kampf wird ein Mädchen zu einer jungen Frau, die sich auch in den Kampf stürzt. Kann Sie das Dorf retten? Kann Sie die Hoffnung, die die Menschen in ihr haben erfüllen? Eins ist klar sie und ihr Kampf werden zur Legende, die die Menschen nie vergessen werden.

Warum dieser Titel?

Schon mir Ihrem ersten Buch (Träume sind Schäume! – nicht wahr U.S.A.? ) hat Imbolo schon gezeigt, wie die USA immer noch von Afrikanern wahrgenommen wird, wobei es nicht mehr so ist. In diesem Roman versetzt sie den Schauplatz nach Afrika, wo eine amerikansiche Firma ein Dorf zersört. Sie zeigt die Hoffnungslosigkeit der Menschen und was kompromisslos zerstört wird. Es wird ein Kontienent gezeigt damals und heute noch ausgebeutet wird. Es wird aus der Sicht von vererschiedenen Charakteren geschlidert. Die Leser*innen bekommen somit den Kampf, den Verlust und den Zorn mit und auch einen Einblick in einem Teil der afrikanischen Kultur. Es ist ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist, weil die westlichen Mächte schon zu viel kaputt gemacht hat aber mann kann ihn durchbrechen.

Diese Lektüre ist für alle Leser*innen, die eine Geschichte über das Schicksal von Charakteren und eines afrikanischen Dorfes lesen wollen.

Titel: Wie wir schön waren

Autor*in: Imbolo Mbue

ISBN: 978-3-462-05470-5

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Preis: 23,- €

In der jeweiligen Buchhandlung eures Vertrauens erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünsch euch

meineliteraturwelt

Die Schuld eines Unschuldigen….

Hallo liebe Freunde des Lesens,

was ist wenn, man Unschuldig ist aber das Verhalten und das Aussehen bestimmen wie du wahrgenommen wurdest und was das Urteil ist? Die Autor*in Nadifa Mohamed zeigt in ihrem Roman ein dreckiges, rassistisches, brutales Cardiff anfang der Fünfziger Jahre. Erschienen ist das Buch beim C.H. Beck Verlag.

Inhalt:

Es ist das Jahr 1952. Als in Tiger Bay ein berüchtigtes Hafengebiet von Cardiff eine schrecklicher Mord passiert. Die Ladenbeitzerin Violet mit aufgeschnittener Kehle von Ihrer Schwester Daisy gefunden, die nebenan mit Ihere Tochter Garcie gespielt hat. Es wurde nichts gesehen oder gehört. Schnell hat aber die Polizei einen Verdächtigen: Mahmood Matta. Matta ist Somalier, war Schiffsmatrose und ist jetzt schon seit Jahre in Tiger Bay, hat auch dort Wurzeln geschlagen. Er wettet gern, ist aufbrausend und stiehlt ab und zu. Doch die Polizei ist felsenfest davon überzeugt, dass er der Mörder ist. Es gibt auch Augenzeugen. Durch sein unsicheres Englisch und auch dass er nicht die ganze Wahrheit sagt, landet im Gefängniss. Doch er ist wirklich unschuldig. Warum lügen die Menschen? Warum glaubt ihm keiner? Was passiert mit seiner weißen Frau Lisa und seinen Kindern auf die er stolz ist? Das Gefängnis macht in mürbe und die Ungerechtigkeit wird immer deutlicher und spürbarrer. Kann Matta seine Unschuld noch beweisen oder werden Sie einen Unschuldigen hängen aufgrund seiner Herkunft?

Warum dieser Titel?

Nadifa Mohamed zeigt in ihrem neuen Roman die Geschichte eines Mannes, der mit einem brutalen Mord in Verbindung gebracht wird. Dabei zeigt sie eine düstere Hafenstadt, die geprägt ist von Gewalt und Rassismus. Mit somalischen als auch arabischen Begriffen schafft sie ein dichte Atmosphäre. Sie schildert die Stimmung sehr detailreich und als Leser*in merkt man in welcher harten und brutalen Welt sich man befindet. Es ist eine Mischung aus Thriller als auch Gesellschaftsroman. Man bekommt anhand des Charakters seine ganze Geschichte mit und fühlt mit ihm die rassistischen Vorurteile, aber auch dessen vom Leben geprägte Sturrheit.. Aber auch Gier und Skrupellosigkeit dieser Gesellschaft wird wiedergespiegelt.

Diese Lektüre ist für alle Leser*innen, die eine atmosphärische, dreckige und hoffnugslose Geschichte, die in Cardiff spielt. lesen wollen.

Titel: Der Geist von Tiger Bay

Autor*in: Nadifa Mohamed

ISBN: 978-3-406-77682-3

Verlag: C.H. Beck

Preis: 24,- €

In den jeweiligen Buchhandlungen eures Vertrauens erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Achtung! Auswirkung des Papiermangels.

Hallo liebe Freunde des Lesens,

es ist jetzt mal Zeit, dass ich euch über etwas Informiere. Dies ist jetzt nicht mein künstlerischen Ich sondern mein berufliches Ich.

Die Wirtschaft erholt sich ganz langsam von Corona. Doch wie schon einige Medien berichten, kann man auch nachlesen, herrscht in Deutschland ein Papiermangel. Dies ist schon vorab eine Erklärung warum es für den Konsumenten zu Problemen kommen kann, gerade wenn man zu Weihnachten ein Buch verschenken möchte. Auch Verlage und Buchhandlungen werden Probleme haben. Aber in erster Linie wende ich mich an die, die gerne Bücher verschenken wollen. Damit es zur Entspannung kommt und wir alle keine Panik schieben.

In Deutschland ist ein Liefernetzwerk vorhanden für den Buchhandel, der es ermöglicht falls das Buch nicht im Laden ist, das man es zum nächsten Tag bestellen kann. Zu den größten Unternehmen, die als Großhändler aggieren, die das ermöglichen, gehören unteranderem Zeitfracht (ehemals KNV), Libri oder Umbreit. Es ist eigentlich in jeder Buchhandlung möglich zum nächsten Tag Bücher zu bestellen (ausnahme sind fremdsprachige Titel, es gibt wenige Ausnahme, als auch teilweise, aber sehr gering, deutschprachige Bücher ). Größtenteils ist aber alles zum nächsten Tag lieferbar. Dies ermöglicht, dass das Buch genau so schnell in der Buchhandlung ist, wenn nicht sogar schneller, als wenn du es online bestellt. Wenn ihr es bis jetzt nicht wusstet jetzt wisst ihr es. Also der Gang zur Buchhandlung lohnt sich immer.

Was hat jetzt der Papiermangel für Konsequnezen in der Buchbranche, also wie betrifft es dich als Konsument bzw. Einkäufer? Ich weiß nicht ob es vielen bewusst ist, aber das beschriebene Netzwerk ist einzigartig und auch purer Luxus. Denn es ermöglicht, dass die Buchändler*innen sagen können: „Kann ich Ihnen zu morgen bestellen.“ Das ist vielen Konsument*innen nicht bewusst.

Das Buch gehört auch heute noch zu den Top-Geschenken. Das Weinachtsgeschäft kann bei einer Buchhandlung min. 2/3 des Jahresumsatzes sein. Also wenn das Weinachtsgeschäft nicht gut läuft ist es immer Umsatztechnisch ein schlechtes Jahr, wenn nicht sogar Existenzbedrohung. Also nochmal der Gang zur Buchhandlung lohnt sich immer mehr.

Da zu Weihanchten Titel sehr gefragt sind, drucken die Verlage in der Regel Bücher schnell nach. Dies wird aufgrund des Paipermangels nicht möglich sein.

Kleiner Exkurs: Bei den Großhändler wie z.B. Zeitfracht oder Libri werden Titel, die nicht zu morgen bestellbar sind mit Meldenummer versehen. Damit Buchhändler*innen sehen können, was es mit dem Titel auf sich hat. Kleines Beispiel: Wenn bei einem Titel die Meldenummer #007 auftaucht, dann bedeutet das, dass das Buch vergriffen ist, nicht mehr produziert wird und nur noch antiquarisch (gebraucht) zu besorgen ist. Der Antiquariatmark ist ein eigener selbstständiger Markt und z.B. in kleinen Buchhandlungen nicht automatisch integriert bzw. vorhanden. Die beliebte Meldenummer bei stark nachgefragten Titel ist in der Regel die Meldenummer #015. Das heißt das der Titel kurzfristig im Lager des jeweilgen Lieferanten fehlt. In der Regel bedeutet es das man so in 3-5 Werktagen damit rechnen kann, dass Buch kommt, wenn man es direkt bestellt. Was auch meistens zutrifft.

Nun hat der Papiermangel folgendes Problem verursacht. Dadurch, dass ein Mangel herrscht können die Verlage nicht so schnell oder viel drucken bzw. tun es auch gar nicht erst. Was bedeutet, dass auch die gefragten Titel nur begrenzt erhältlich sind und nicht so schnell wieder lieferbar sind wie sonst.

Warum Titel nachgefragt werden. Die meisten Menschen, die auf Titel stoßen, haben die Information aus bekannten Literatur- und Kultursendungen (wie z.b. Druckfrisch, Literarischen Quartett, Kulturzeit, ttt u.v.m.), Zeitungen/Zeitschriften (wie z.B. Zeit, FAZ, Welt u.v.m) oder Socialmedia. Die Krux an der Sache ist sobald ein Titel vertreten ist in Medien, die sehr verbreitet sind, steigt die Nachfrage. Dann taucht bei Buchhändler*innen des öfteren die Meldenummer #015 auf. Als Buchhändler*in liegt man zu 90 % richtig, wenn man die Kunden fragt: Wurde der Titel besprochen? Wir können nämlich nicht alles mitbekommen. Wie schon schon erwähnt dauert es in der Regel (s. Kleiner Exkurs) 3-5 Werktage. Doch dieses Mal leider nicht aufgrund des Papiermangels.

Was heisst es nun für euch? Also erstmal keine Panik schieben. Ihr könnt und solltet immer noch Bücher verschenken zu Weihnachten. Bücher werden nicht aussterben. Doch wenn ihr einen Titel seht, wo ihr denkt das könnte ein gutes Geschenk sein, dann kauft es jetzt schon vorsorglich oder wenn ihr eine Bericht seht über ein Buch oder von einen Buch hört das gut ist, ruft eure Buchhändler*innen des Vertrauens an oder geht sofort zur Buchhandlung eures Vetrauens und bestellt das Buch oder fragt ob es lieferbar ist, vielleicht ist der Titel auch vorhanden. Diese Weihnachten wird somit ein spontan Kauf und einen Kauf auf letzen Drücker schwieriger. Aber das soll euch nicht bremsen. Kauft soviel ihr wollt und selbst, wenn ihr nicht lest, aber jemaden beschenken wollte der gerne liest, traut euch in die Buchhandlung, wir beißen nicht (also nicht das ich wüsste) und es auch nicht verwerflich einen Gutschein zu verschenken (Menschen, die viel Lesen freuen sich sogar vielleicht mehr über einen Gutschein mehr als über ein Buch, was sie nicht interessiert).

Jetzt nochmal ein kleiner Aufruf an die Journalist*innen, fall es welche gibt die dies lesen sollten. Es ist super, wenn ihr Titel in den Zeitungen ( auch Digital) vorstellt. Schön zu sehn diese Begeisterung für Titel und auch das es auch nicht so die gängigen Titel sind, sondern auch welche auf die man sonst nicht stößt. Es ist wichtig für Bücher, dass Sie Fürsprecher haben und toll ist es obendrein. Doch wenn ihr auf einen Titel stößt, der euch begeistert, informiert euch über die Lieferbarkeit. Es gibt genug Möglichkeiten, die man nutzen kann und es auch nicht aufwändig, also es kostet auch nicht viel Zeit. Ihr tut nicht nur dem Buchhändler*innen einen gefallen. sondern besonders den Lesern. Das sorgt für eine unkomplizierte Kommunikation zwischen Medien, Handel und Konsument*in.

Jetzt sollten wir für Weihnachten gewappnet sein und ihr könnt mir der nötigen Ruhe und Enstpannung einkaufen gehen, euch austoben. Untertsützt die Buchhandlungen eures Vertrauens. Es lohnt sich immer und wir Buchändler*innen sind euch immer Dankbar. Denn Bücher sind immer noch ein tolles Geschenk und werden es auch bleiben. Lasst auch nicht abschrecken. Verbreitet es es. Sagt allen Bescheid.

Viel Spaß beim Lesen und Verschenken wünscht euch

meinelitertaurwelt

Was passiert, wenn es dich zweimal gibt?

Hallo liebe Freunde des Lesens,

das Wort Anomalie kommt vom Griechischem und bedeutet Unregelmäßigkeit. Es ist sozusagen eine Abweichung vom „Normalen“. Hervé le Tellier hat in seinen Roman eine solche Abweichung, doch es ghet darum wie der Mensch auf so eine Abweichugn reagiert. Erschienen ist das Buch beim Rowohlt Verlag.

Inhalt:

Es der Juni 2021. In der USA meldet sich im Funkturm der Flug von Paris nach New York. Der Kapitän bittet um Landung, da sie gerade durch eine schweres Unwetter geflogen sind und die Maschine Schäden aufweist. Doch die Flugleitung ist verwirrt. Das Flugzeug stimmt extakt mit dem überein was im März 2021 schon gelandet ist, exakt mitdenselben Passagieren und der Besatzung. Wie kann das sein? Die Wissenschaftler stehen vor einem Rästel, keiner kann sich diese Anomalie erklären beziehungsweise jeder hat einen anderen Ansatz. Auch die Politik und alle Glaubensgemeinden sind ratlos. Doch auch die Passagiere vom Juni sind konfrontiert mit einen unerklärlichen Phänomen. Für Sie ist es immer noch März 2021. Doch was ist in den drei Monaten passiert? Sie werden auf einmal mit einem Leben konfrontiert, das zwar mit Ihnen gelaufen ist aber irgendwie dann doch nicht. Was passiert, wenn sie sich selber gegenüberstehen, einer Person die sie selber nicht sind aber doch sind?

Warum dieser Titel?

Der Autor Hervé le Tellier hat für seinen Roman ein wissenschaftlcihes Thema genommen, wozu es durch aus Theorie und eine wissenschaftliche Diskussion gibt. Nämlich kann es passieren, dass eine Zeitanomalie existieren kann und somit eine Situation wie in den Roman hervorgerufen wird. Doch das interresante ist wie werden die Menschen darauf regaieren. Anhand von den unterschiedlichen Charakteren zeigt Herve unterschiedliche Lösungen. Dabei schafft der Autor zwischen Drama, Satire, Wissenschaft, Seriösität, Philosophie und auch Humor eine gelungenen Spagat. Besonders der amerikanische Präsident. (Keine Ahnung, wenn der Autor speziel im Kopf hatte, trifft aber genau den Ton). Es ist eine Geschichte über die man selber nach dem Lesen nachdenkt, die Leser*innen werden mitgenommen auf eine beängstigend surrealen Geschichte.

Diese Lektüre ist für alle Leser*innen, die einen spannenden Roman über ein Phänomen und seine Auswirkungen lesen wollen.

Titel: Die Anomalie

Autor*in: Hervé le Tellier

ISBN: 978-3-498-00258-9

Verlag: Rowohlt

Preis: 22,- €

In den jeweiligen Buchhandlungen eures Vertrauens erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Eine Freundschaft, die keine ist…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

eine Freundschaft sollte etwas beständiges im Leben sein, etwas worauf man zurückgreifen kann, wenn es einem schlecht geht und dem man helfen kann. Es ist ein Geben und Nehmen. Die Autorin Sullivan zeigt in ihrem neuen Roman ein hohle Freundschaft als auch Gesellschaft. Erschienen ist das Buch Zsolnay Verlag.

Inhalt:

Elisabeth und Andrew sind in eine neues Haus gezogen. In eine typische amerikanische Nachbarschaft. Elisabeth ist Autorin und versucht gerade ihr drittes Buch zu schreiben und sie muss sich um ihr Kind Gil kümmern, während Andrew versucht mit einem Solagrill erfolgreich zu sein. Doch Elisabeth kommt mit der Mutterrolle und den anderen Mütter nicht klar deswegen organsiert sie einen Babysitter*in. Sam, eine junge Kunststudentin, nimmt den Job an. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine Art von Freundschaft. Doch ist es wirklich eine Freundschaft? Auch Sam hat in Ihrem Leben Probleme. Sie verliebt sich in Clive, der in London lebt und sieht die Ungerechtigkeit an der Uni und will dagegen angehen. Doch die Ratschläge die Elizabeth gibt sind hohl, denn sie selber verheimlicht Sachen und belügt sich selber. So entsteht auch bei Elizabeth eine Ehekriese. Ist doch was an der Sache dran, die Andrews Vater George vertritt, nämlich die Theroie des hohlen Baumes, ein Sinnbild für die heutige Gesellschaft?

Warum dieser Titel?

Mit diesem Roman zeigt Sullivan wieder gekonnt die menschlichen Beziehungen. Sie lässt die Leser*innen hinter die Fassade schauen. Dabei zeigt Sie anhand von Situationen die Theorie der Romanfigur George vom „Hohlen Baum“. Aber auch Freundschaft und Zukunftspläne spielen eine Rolle. Ist eine eingebildete Freundschaft wirklich hilfreich? Es werden Lügen gezeigt, die Dramen auslösen, die sich doch sehr real anfühlen. Dabei wirken manche Charakteren nicht gerade sympatisch. Es wird aber auch gezeigt was aus der Gesellschaft geworden ist und welche instabilen Säulen sie steht. Es ist ein Roman über eine hohle Freundschaft, die irgendwann zerbrichen wird.

Diese Lektüre ist für alle Leser*innen, die über Freundschaft, Lügen, Liebe, Beziehungen und Dramen lesen wollen.

Titel: Fremde Freundin

Autpr*in: J. Courtney Sullivan

ISBN: 978-3-552-07251-0

Verlag: Zsolnay

Preis: 24,- €

In den jeweiligen Buchhandlungen eures Vertrauens erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Ein Sommer, Zwei Männer, ein Ziel

Hallo liebe Freunde des Lesens,

mit dem Roman „Offene See“ ist dem Autoren Benjamin Myers ein wunderschönes und erfolgreiches Debüt gelungen. Nun kommt sein zweiter Roman „Der perfekte Kreis“. Soviel sei gesagt schön geschrieben aber Thematisch geht es in eine ganz andere Richtung. Erschienen ist das Buch beim Dumont Verlag.

Inhalt:

Es ist das Jahr 1989. Auf einmal tauchen in England auf den Feldern Kornkreise auf. Dahinter stecken zwei Männer, die sich immer am Wochende Nachts auf den Weg machen. Calvert ist ein ehemaliger Soldat, der das Gelände überprüft und die Aktion anführt, Redbone ist der keratvie Kopf, der sich die Muster ausdenkt. Zusammen sind sie ein eingespieltes Team, dass immer ausgefallene Muster veranstaltet ohne das Getreide zu beschädigen. Dabei begegnen sie diesen Sommer auf einmal unterschiedlichen Menschen in der Nacht. Zum Beispiel ein alte Damen, die ihre Hund sucht oder einen betrunken Aristokraten. Doch die Männer lassen sich von nichts abbringen, selbst als Ihre Kunstwerke immer mediale Präzens hervorruft und auch Schaulustige anlockt. Sie haben ein Ziel diesen Sommer. Werden Sie es schaffen? Wer sind diese Männer eigentlich? Was treibt sie an? Dieser Sommer wird anders werden….

Warum dieser Titel?

Benjamin Myers zeigt mit seinem neue Roman ein ganz andere Seite. es sind nicht nur die Männer sondern auch das Land England wird charakterisert. Die Geschichte ist sozialkritischer, politischer und hat auch ein sehr dramtsiches Ende. es wird ein Land gezeigt, das Gefangen zwischen der Aristokratie, die größtenteils immer noch das land beherrscht und der Moderne. Die beiden Charakteren fühlen sich verloren in der Gesellschaft und haben aber mit dieser Aufgaben wieder einen Sinn gefunden. Ein Sinnbild für auch andere Menschen. es hat eine dramatsiche Höhepunkt, der die Leser*innen zum nachdenken bringen soll. Also sei nochmal hier gesagt es ist was ganz Anderes als „Die Offene See“ Einfach ein schönes Gefühl… .

Diese Lektüre ist für alle Leser*innen, die ein ruhige, aber doch gesellschaftskritische Geschichte über zwei Männer und ihre Kornkreis lesen wollen.

Titel: Der perfekte Kreis

Autor*in. Benjamin Myers

ISBN: 978-3-8321-8158-1

Verlag: Dumont

Preis: 22,- €

In den jeweiligen Buchhandlungen eures Vertrauens erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Der Anfang von etwas Großem…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

kommen wir nun zu einer Lektüre, die nur der Auftakt von einer wahnsinnige gigantischen Trilogie ist. Jonathan Franzen hat mit „Crossroads“ den Anfang eines Familiendarma, aber nicht nur, geliefert das in den siebzigern in den USA anfängt. Erschienen ist das Buch beim Rowohlt Verlag.

Inhalt:

Das Jahr 1971: Die Familie Hildenbrandt lebt in einer Gemeinde in Chicago. Russ ist Pastor einer Gemeinde zusammen mit seiner Frau Marion und Ihren vier Kindern Clem, Becky, Perry und dem jüngsten Judson. Doch diese Familie hat Probleme. Clem studiert und findet eine Liebe, die ihn aber in einen noch nie gespürten Strudel hineinzieht und er selsbt sein bisheriges Leben hinterfragt. Becky leidet das Clem nun weg ist. Sie waren ein Herz und eine Seele. Sie gehört zu den beliebstesten und schönsten Mädchen. Sie fängt in der christlichen Jugendgruppe Crossroads an. Sie entfernt sich immer weiter von der Familie. Auch in Crossroad ist ihr Bruder Perry, denn sie hasst. Perry dealt udn nimmt Drogen, doch er hat sich vorgenommen ein besserer Mensch sein. Doch es geht komplett nach hintenloss. Der Vater, Russ, war auch in der Jugendgruppe bis er sich mit Ambrosen, der viel beliebter ist, sich angelegt hat. Nun nähert er sich einer jungen Witwe und gibt seine Ehefrau Marion auf. Doch Marion selber hat ihre Geheimnisse und dass, sie damlas eine pysischen Nervenzusammenbruch hatte verschweiget sie Ihrer Familie. Sie ahnt, dass ihre Ehe zu Ende geht. Doch Russ hat weder für Sie noch für seine Kinder Augen. Die Familie ahnt nicht was für Dramen an diesen einen Wintertag ausgelöst werden, die nicht nur das Leben, sondern auch die Familie dauerhaft ändern wird.

Warum dieser Titel?

Jonathan Franzen hat mit diesem Roman den Auftakt eines gewaltigen Familienepos geliefert, Dies ist der erste Band einer Trilogie unter den Namen „Ein Schlüssel zu allen Mythologien“. Er beschäftigt sich nicht nur mit den Dramen und den menschlichen Bezihungen und Selbstzweifel, sondern setzt sich auch aufgrund der Charakteren sehr Stark mit dem Glauben/ der Religion aus. Es finden Disskusionen und Szenen statt, die ein hohes Niveau und Inhalt wiederspiegeln. Doch auch der Umgang mit den Nativeamerican und auch der immer noch stattfindende Vietnamkrieg spielen ein Rolle in dieser Familiengeschichte. Franzen zeigt gekonnt die menschliche Fehler und Dramen und schafft es eine druchgehenden Spannung aufrecht zuerhalten. Man will umbedingt wissen wie es weiter geht.

Diese Lektüre ist für alle Leser*innen, die ein opulentes spannendes Familendrama lesen wollen, in dem noch so viel mehr steckt.

Titel: Crossroads

Autor*in: Jonathan Franzen

ISBN: 978-3-498-02008-8

Verlag: Rowohlt

Preis: 28,- €

In den jeweiligen Buchhandlungen eures Vertrauens erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Zehn Tage Arrest….

Hallo liebe Freunde des Lesens,

Russland ist ein besonderes Land. Nicht nur das es von der Fläche das größte Land auf Erde ist, sondern es gibt auch starke politische Spannungen, wo Freiheit gegen Unterdrückung kämpft. Kira Jarmysch, selbst Regimekritiker*in, verarbeitet in ihrem Roman weit aus mehr als nur die Geschichte einer jungen Frau. Erschienen ist das Buch beim Rowohlt Verlag.

Inhalt:

Anja Romanow ist eine junge Frau und wurde auf einer Demonstration gegen die Korruption der Politiker*innen festgenommen. Während die Anderen, die auch mit ihr Festgenommen wurden, nach und nach freigelassen werden, werden ihr zehn Tage Arrest aufgebrummt. Das Arrest ist eine Art Gefängniss, in der Menschen festgehalten werden und ist eine Vorstufe zur Strafkolonie. Im Arrest lernt Anja andere Frauen kennen, die aus den unterschiedlichsten Gründen dort sind. Anja lässt auch nochmal ihre Leben revue passieren und betrachtet ihre zerütteten Familienverhältnisse. Doch erlebt Anja auch Situtationen, die eine Mischung aus Traum und Realität sind. Was passiert hier? Was will es ihr sagen? Fragen, die sich Anja in dieser Isolation stellen muss. Schafft es das System sie zu brechen oder wird sie neue Kraft für den Kampf finden?

Warum dieser Titel?

Die Autorin Kira Jarmysch verarbeitet in diesem Roman auch ihre eigenen Festnahme vom Regime. Sie gehört zu den engsten Mitarbeitern des Regimekritikers Nawolny. Es wird gezeigt wie belastend so eine Arresthaft sein kann und wie es auch auf die Pysche schlägt. Es wird durch das Leben des Charakteres nicht nur die Rolle der Frau in Russland, sondern auch die politische Lage als auch die Situation der jungen Menschen wiedergespiegelt. Es wird eine mystische Bedeutung miteingearbeitet, die nicht nur die Unäbhängigkeit der Frau, sondern auch die Hoffnung den Kampf aufrecht zuerhalten zeigt. Es wird eine Art Vorhang gehoben und gibt für Außenstehende ein Blick in ein Land, das in der Realität sehr verschlossen wirkt.

Diese Lektüre ist für alle Leser*innen, die über Isolation, Feminismus. über das Leben und die politische Situation in Russland lesen wollen.

Titel: DAFUQ

Autor*in: Kira Jarmysch

ISBN: 978-3-7371-0140-0

Verlag: Rowohlt

Preis: 22,- €

In der jeweiligen Buchhandlung eures Vertrauens erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

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Eine schöne Frau…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

wenn man etwas solzialkritischen geschrieben hat und Jahre später ist es immer noch aktuell ist, kann man sich freuen als Autor*in? Alix Kates Shulman Roman hat eine ganze Frauengeneration geprägt und wurde jetzt wieder neu herausgebrahct weil es leider an Akutalität nicht verloren hat. Erschienen ist das Buch beim Arche Verlag.

Inhalt:

Sasha ist eine junge gutausehende Frau, die in den 1960er Jahre in der klassischen amerikanischen Provinz aufwächst. Sie wird Schönheitskönigin und sowieso scheint ihre Schönheit ihr den Weg zu ebenen. Doch Sasha bricht für aus dem Elternhaus. Sie möchte ihren eigenen Weg gehen. Nicht das klassichen Bild der Frau abgeben, die von der gesellschaft erwartet wird. Sie stürtzt sich in das Studium, heiratet, fängt Affären an und wird Mutter. Doch es ist ein einseitiger Kampf gegen das Klischee und jedesmal versucht sie aus dem Korsett, dass die Gesellschaft der Frau aufzwingt, auszubrechen. Wird Sasha es schaffen ein eigenes selbstständiges Leben zu führen oder landet Sie wieder da wo sie eigentlich nie wieder hinwollte? Aufjedenfall wird Sie Erfahrungen sammeln, die nicht nur Sie, sondern viele Frauen Ihrer Generation prägen wird.

Warum dieser Titel?

Dieser Roman kam 1972 raus. Alix Kates Shulman hat mit der Geschichte eine ganze Frauengeneration geprägt und gehört zu der großen zweiten Emanzipationsbewegung der Frauen. Mit offenen Visier schildert Shulman, womit sich Frauen auseinandersetzen müssen und wie sie von der Gesellschaft behandelt werden. Es werden sowohl sexuelle Themen als auch Abtreibung offen und mit einer Selbstverständlichkeit thematisiert. Dabei hat die Geschichte von Sasha nicht an Akutallität verloren, dass die Autorin in einem Vorwort auch nochmal anspricht. Es ist der Kampf für eine selbstbestimmtes Leben gegen das toxische männliche Patrichart, das unsere Gesellschaft noch heute prägt.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die eine feministische Geschichte aus den 70er, die nicht an Aktuallität verloren hat, lesen wollen.

Titel: Erfahrungen eines schönes Mädchens

Autor*in: Alix Kates Shulman

ISBN: 978-3-7160-2796-7

Verlag: Arche

Preis: 22,- €

In der jeweiligen Buchhandlung eures Vertrauens erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

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