Schöne heille Welt….

Hallo liebe Freunde des Lesens,

diese Woche hatte ich 2 Bücher von einer Autorin vorgesstellt. Weswegen ich spontan und der Woche eine „kreativen“ Namen gegeben. habe Es handelten sich von 2 Romane von der irischen Autorin Sally Rooney (Rooney-Woche) und wie schon erwähnt in meinen Besprechungen schildert sie nicht nur Situationen von Menschen, sondern trifft mit Ihrer Sprache genau den Nerv vieler Leser*innen. Es sind Geschichten von Menschen, die keinen Halt in der Welt haben, ihn suchen oder erst gar nicht finden. Das hat mich dazugewogen mal wieder ein wenig meine Gedanken aufzuschreiben.

Wie die Charakteren in den Romanen von der Rooney gibt es sehr viele Menschen, die überfordert sind mit der Welt. Deswegen steigt die Zahl an Depression erkrankten Menschen immenz und gerade Corona hat es nochmal in die Höhe getrieben. Was ganz wichtig ist, was aber anscheinend noch nicht vielen verstanden haben ist das Depression eine Krankheit ist und deswegen auch wie jede andere Krankheit behandelt werden muss. Es ist keine Phase oder wie manchen sagen eine Laune. Aber hier geht es nicht um die Krankheit, obwohl es auch ein sehr wichtiges Thema ist und viele bekannten Menschen wie z.B. Torsten Sträter oder Kurt Krömer sich dafür stark machen sowie Organisationen wie z.b. Deutsche DepressionLiga e.V., dass es endlich Gehör findet und von der Gesellschaft und Politik anerkannt und ernst genommen wird.

Nochmal zur Erinnerung: Ich schreibe meine Gedanken auf. Eher spontan. Das heißt ich bin kein*e Expert*in, dies geht nicht in die Tiefe und wahrscheinlich kratzen ich nur an der Oberfläche. Dass heisst ihr sollt euch nicht gezwungen fühlen es zu lesen. Aber fahren wir nun fort mit meinen Gedanken.

Übrigens zum akutellen Roman von der Rooney findet ihr hier auf den Blog eine Vorstellung (Wo ist die schöne Welt?).

Die Welt wird offener, größer. Grenzen verschwimmen und unter anderem durch das Internet können selbst Rassisten es nicht aufhalten, dass die Menschen sich miteinander austauschen, sich kennenlernen und vielleicht schaffen Vorurteilen abzubauen und Freundschaften oder andere Beziehungen zubilden oder auch endlich zu sich selbst finden, weil Ihre Stimme endlich gehört und nicht mehr unterdrückt wird. Doch je offener die Welt wird desto mehr zeigt der Mensch auch seine Verletzlichkeit. Das ist auch gut, denn schliesslich feiern wir es schon immer in der Kunst sei es in der Literatur, im Film/Theater und in der Musik, wenn es sehr gefühlvoll ist. Dann kommen auch auf einmal Themen, die wenn man sie genauer bertachtet eigentlich schon immer da waren, zur Sprache. Doch vielen haben Angst. Anders kann ich es mir nicht erklären. Der Ton ist schärfer, aggresiver geworden (vllt war er es aber auch schon immer nur wird er jetzt umso mehr sichtbar) wenn es um die Themen wie Rassismus, Abtreibung, Missbrauch oder Gewalt gegen Frauen, Kinder usw. geht. Aber wieso ist unsere Gesellschaft so, wieso fahren Menschen die Krallen aus, wenn es darum geht sich für Andere einzusetzen. Dadurch dass diese agressive Reaktion stattfindet, wenn man sich offenbart, haben viele Angst und diese Angst kann durchaus auch zu Krankheiten führen. Man sagt ja immer so schön es tut einem nicht gut alles in sich hineinzufressen. Die offenen/ heille Welt, die fassenweise schon leicht durchschimmert, nimmt einem die Angst. Egal was dich bedrückt, egal wie du aussiehst, egal was du fühlst, sag es und die Menschen werden dich verstehen und eine Empathie haben.

Stellt euch mal so eine Welt vor:

Keiner interessiert sich welches Geschlecht du hast und auch keiner interessiert sich für deine Sexualität. aber nicht in dem Sinne das es unnatürlich ist, sondern in dem Sinne, dass alle Menschen von sich aus sagen, wenn du glücklich bist dann erfreue ich mich an deinem Glück. Keiner hat mehr Angst. Das Outen ist dann absolut überflüssig und nimmt den Menschen eine menschengemachten Druck weg. Es würde nicht mehr auf das Aussehen reduziert. Klar würde es den Begriff Schön noch geben, doch er wird nicht mehr so eingeschränkt sein und würde nicht mehr einen Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen haben.

Leider ist die Welt nicht so, aber in kleinen Schritten kommen wir vielleicht ansatzweise hin. Dann werden Beziehungen weniger kompliziert, weil man sich selber nicht mehr im Weg steht, eine Last mit sich schleppt, die irgendwann einen Zusammenbruch erzeugt oder von anderen Urteilt abhängig ist.

Das Problem ist aber immer noch dieser große Unterschied zwischen Kunst und das sogenannte „reale“ Leben. Wie schon erwähnt feiert es die Gesellschaft, wenn ein Künstler sich offenbart bzw. Gefühle zeigt in einem Kunstwerk, sei es ein Lied oder ein Buch oder ein Bild oder einer Darstellung. Die Zuschauer*innen denken immer die Kunst spiegelt die Gesellschaft wieder, aber es ist eher, dass die Menschen in der Kunst die Zuflucht suchen und finden, die sie in der Gesellschaft nicht bekommen oder finden. Das ist in meinen Augen das Fatale. Anstatt sich in die Kunst zuflüchten sollte doch die Gesellschaft gerade Poltiker*innen, dafür sorgen dass Menschen auch im wirklichen Leben halt finden und sich nicht ausgrenzt fühlen. Diese Flucht birgt auch die Gefahr, dass sogennannte Blasen enstehen und wenn du sie verlässt es dich auf einmal hart erwischt. Die Kunst wird es übrigens überleben, wenn man sich diesen Themen in wirklichen Leben widmet. Man kann immer noch die Kunst genießen, doch anstatt, dass nur die Künstler*innen dich verstehen ist es doch ein viel besseres Gefühl, wenn man sagen kann die Gesellschaft versteht mich.

Aber nichts desto trotz ist es gerade in der heutigen Zeit wichtig, dass es Künstler*innen wie z.b. Sally Rooney gibt, die diesen Menschen eine Stimmen gibt und zeigt, dass es für das Leben keine Schablone gibt. Wir sollten aufhören nach etwas zu streben, dass gar keine Zukunft hat oder nur Hass, Gewalt und Ausgrenzung fördert. Wir brauchen mehr Menschen, die erfolgreich sind und zeigen wie vielfältig unsere Welt ist oder was die momentanen Probleme sind, die sich in Situation hinein fühlen können und uns einen Spiegel vor das Gesicht halten. (Besonders in der Politik muss da eingies aufgeholt werden) Denn es vergessen ganz viele das Künstler*innen auch nur Menschen sind, die genau dieselbe Problem haben wie jeder Andere auch bloss halt als Sprachrohr bzw wichtiger Botschafter*in dienen können. Den Vorteil, denn du als Nichtküsntler*in hast ist, du brauchst keinen Erfolg, du verdienst kein Geld mit Schmerz und du wirst nicht beobachtet. Aber das heißt nicht das keiner Notiz von dir nimmt. Mach dich für dein Umfeld sichtbar, auch wenn es vielleicht nicht groß ist. Teile dich mit und sensibelisiere somit Menschen für gewisse Themen, denn nur wenn man aus eigner Erfahrung spricht, hören Menschen besser zu.

Aber genug der Worte von mir. Ist hat ein Geschwafel bzw sind lose Gedanken, die druch das Lesen und mein Leben gerpägt werden, aber durch diese Gedanken entstehen auch meine Ideen bzw auch teilweise mein Charakter.

Ich wünsche euch totzallem einen schönen Sontag

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

Jan Erichson (Meineliteraturwelt)

Ein Gedanke zu “Schöne heille Welt….

  1. Ich bin ganz entzückt von Deinen Gedanken. Denn auch mich beschäftig das Thema. Die Angst zu helfen, weil es zu einer Konfrontation führen kann. Konfrontationen vermeiden Nichts sehen nichts hören nichts sagen ist leicht vieles wegzudenken.

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