Es war ruhig im Dezember…

Hallo liebe Freunde des Lesens,

es war ruhig im Dezember. Keine Buchtipps, keine Geschichte. Hatte einfach keine Zeit etwas vorzubereiten. Habe mich auf meine Arbeit konzentriert, Weihnachten ist eine sehr wichtige Zeit, und nebenbei habe ich angefangen das 10-Finger-Tipp-System zuerlernen, was schon einigermaßen klappt. (Übung macht den Meister oder so) Die Weihnachtsgeschichte kommt dann nächsten Jahr wieder. Ihr könnt ja die Bisherigen durchlesen. Da haben sich schon ein Paar angesammelt. Aber genug von mir beziehungsweise doch nicht, denn die Gedanken wollen mal wieder heraus:

Vor ein paar Tage hat ein neues Jahr angefangen. Und Kurz vor dem Wechsel kam mir der Gedanke: Will man überhaupt zurückblicken, will man überhaupt nach vorne gucken. Gerade in der jetztigen Zeit stehen Viele vor einem Scherbenhaufen. Man weiß einfach nicht was man im Leben machen möchte oder was man vom Leben erwarten kann oder soll. Es entsteht eine Machtlosigkeit, die von anderen aufgezwungen wird, weil sie etwas bestimmtes erwarten. Diese aufgezwungene Machtlosigkeit, der mann machtlos gegenübersteht, hinterlässt ein beängstigendes Gefühl, das einen ständig begleiten wird im Leben. Eigentlich war die Welt so weit auch in Ordnung. Unbewusst begleitet einem dieses Ängste, aber es gab auch genug Aktivitäten, die diese Machtlosigkeit oder Ängste verdrängt haben. Doch dann kam eine Pandemie, die einher geht mit Reduzierung der sozialen Kontakt und Aktivitäten. Das soziale Umfeld wird eingeschränkt. Man fühlt sich eingesperrt. Die Menschen, die eigentlich ein Umfeld um sich brauchen um unter Menschen zu kommen oder andere Menschen kennenzulernen oder etwas brauchen um etwas zu tun stehen auf einmal ganz allein da. Da hilft es auch nicht, wenn gesagt wird man muss damit klarkommen. Dazu kommt das Versprechen, dass es nicht lange dauern würde und dann ist man doch enttäuscht, wenn es länger dauert, weil man sich darauf fixiert hat, das es irgendwann aufhört. Was noch Menschen verunsichern und Ängst erschaffen kann ist das enorme Angebot der Möglichkeiten, die einem trotzdem immer noch entgegenworfen werden, wie man sein Leben gestalten kann, soll oder muss. Wer das nicht versteht sind meistens die Menschen, die schon fest im Sattel des Lebens sind. Aber anstatt Verständnis zu zeigen oder sich damit auseinanderzusetzen kommen Sätze wie „Stellt euch nicht so an“ „Reißt euch am Riemen“ „Ich will doch nur dein Bestes“ und so weiter und so weiter. Es gibt sogar Menschen, die eine Art Wut entwickeln und es dann an denjenigen auslassen nur, weil man es nicht versteht und weil man es sich gerne selber so gewünscht hatte. Es passiert auch in Familien. Dabei sollte doch eine Familie eine Art Schutz oder ein Rückzugsort sein, wo man seine Wunden lecken und neue Kraft tanken kann. Wenn es nicht die Familie ist, dann soll es doch wenigtens die vier Wände sein, in denen man glücklichsein kann leben zu können. Dabei spielt es keine Rolle ob es ein Zimmer, eine Wohnung oder ein Haus ist. Aber durch neue Technologien wird uns auch dieser Schutz genommen. Man wird nahezu frontal mit unendlich vielen Möglichkeiten im Leben konfrontiert. Sei es im Studium, im Social Media oder wenn man einfach so durch die Gegend geht. Man sieht unendliche Zukunftsbilder. Aber man sieht sie nicht nur, nein größtenteils wird vermittelt auch durch Worte und Sätze wie „Du kannst auch so sein“ „Es wird dir besser gehen, wenn du diesen Weg gehst“ und so weiter, dass das eigene Leben gar nicht so gut ist oder dass man sich unglücklich fühlen soll, weil man noch nicht an den angeblichen Punkt ist glücklich zu sein. Das kann eine Art Frust erzeugen, weil man einer Erwartung hinterläuft, die einem, sagen wir es mal böse, eingetrichert worden ist und als ob es ein Ziel im Leben gibt das man erreichen soll. Dabei können verschiedene Faktoren schon einen daran hindern diese angebliche „Ziele“ nie zu erreichen. Entweder ist es das Geld, die Bildung oder der allgemeine Lebensweg, die einen daran hindern. Doch man will sich das nicht eingestehen und jagt den „Träumen“ hinterher, die vielleicht nicht die eigenen sind. Man sieht ja bei Anderen, dass es funktionieren kann. Dabei ist das was man sieht nur ein geringer Teil und nicht die Mehrheit. Eine Minderheit. Als Beispiel nehmen wie die Kunstindustrie. Ja Ich weiß ein sehr dehnbarerbegriff dazu zählt zum Beispiel auch Musik, Fernsehen, Film, Literatur usw. Wenn man ein*e Künstler*in sieht mit Erfolg, dann muss man einfach im Hinterkopf haben, dass auf diese eine Person mindestens tausend kommen, die gerade so vom „Erfolg“ leben können und wenn sowas wie eine Pandemie kommt in Existenzängste kommen oder sie von vornerein gar nicht erfolgreich waren oder werden. Man Sieht nur einen kleinen Teil vom Erfolg bzw ist der Erfolg nur ein kleiner Teil, da gibt es keinen großen Bereich. Das Problem ist, dass dieser kleinen Teil sich nicht als kleiner Teil sieht, sondern als etwas Selbstverständliches, als etwas Großes und wenn man den Reichtum von gewissen Künstler*innen sieht kann man sagen, das ist etwas großes, aber wie gesagt etwas großes in einem kleinen Teil. Doch in der Gesellschaft allgemein und auch zeitunabhängig ist es nicht selbstvertsändlich mit der Kunst so viel zu verdienen, um es als sein Hauptberuf zu machen, um dann „sorgenfrei“ Leben zu können. Dabei weiß ich, dass das Wort Sorgenfrei ein sehr schwammiger Begriff ist und nur weil man viel Geld hat, nicht automatisch alle Sorgen verschwunden sind, denn dann kommen andere Sorgen dazu. Eine Art Teufelskreis bildet sich, den der Mensch selber erschaffen hat und auch sich selber immer wieder reinmanöviert. Aber ich glaube ich Schweife ab. Die Frage war: Will man nach Vorne gucken oder will man zurück gucken? In beiden Fällen, denke ich, kann die Angst herrschen. Einmal die Angst vor dem Ungewissen und dann die Angst vor der Wiederholung. Wir sollten nicht auf das Leben anderer schauen und uns Ziele setzen, die uns selber unter Druck setzen. Dabei ist aber auch für viele genau das, was das Leben ausmacht. Ohne Ziele kann man nicht Leben. Ist das so? Wann ist ein Ziel ein Ziel. Kann mann auch irgendwann sagen stopp, das reicht mir oder muss es immer mehr sein? Merkt ihr selber, dass es immer mehr wird und man hat das Gefühl man verpasst was? Aber was soll man verpassen? Das meiste was man verpasst kennt man nicht. Klar wenn andere sagen „Da hast du was verpasst“, dann hat man auch fälschlicherweise das Gefühl, dass man was verpasst hat. Dabei ist das eine rein subjektive Betrachtung und Erfahrung. Man kann nichts verpassen, außer wenn etwas zu einer festgeschriebenen Zeit geschieht. Das ist aber nur gefühlt zum Beispiel im Verkehrswesen, bei Terminen oder Öffnungszeiten möglich. Im Leben an sich ist es nicht möglich. Da ist nichts vorgeschrieben oder geplant, so das man sagen kann man verpasst was. Genauso wenig sind Ziele vorgegeben im Leben an sich, der Mensch macht sich Ziele. Diese Ziele sind so stark verankert in unserer Gesellschaft, das wir sie als nötig und notwendig betrachten. Dabei beruhen viele Ziele auf Versprechungen und gerade wenn eine Person oder Firma damit wirbt, dann steckt größtenteils zum Beispiel Kalkül und Profit dahinter. Dann ist es auch kein Wunder das Menschen zerbrechen, weil sie ständig wie schon vorhin erwähnt mit diesen Ziele konfrontiert werden und wenn sie sie nicht erreichen ihr eigenes Leben in Frage stellen. Doch wenn Menschen daran zerbrechen an diesen Druck und scheitern im Leben, dann gibt es auf einmal keine Lösungen. Persönlich glaube ich ist es wichtig sich eigene Ziel zu machen und nicht Ziele von anderen anzunehmen. Wobei ich einsehen muss, dass hier zu Überschneidungen kommen kann, aber das ist nicht schlimm. Klingt einfach ist es aber nicht. Doch es gibt Hilfe, das Problem dieses Hilfe kostet Geld, was die meisten nicht haben. Als wie kann man helfen. Die Gesellschaft muss einfach empatischer werden. Die Werbung und die so genannten Stars sollten empatischer werden. Berufe sollten allgemein empatischer werden. Es muss einfach verdeutlich werden, dass derjenige nicht allein ist. Denn man ist nie allein auch wenn es immer so wirkt denkt daran.

Aber ich bin keiner, der sich auskennt oder der Ahnung hat. Es ist einfach ein Gedanke, denn ich habe. Das erklärt auch die sprunghaftigkeit im Text. Es ist nicht in Stein gemeißelt. Zum Beispiel, wenn ich fünfzig bin denke ich vielleicht anders. Wichtig ist es sich nur bewusst sein. Also ich blicke nicht zurück und ich blicke nicht nach Vorne, wenn das neue Jahr beginnt, sondern versuche mir einen Moment zu schaffen, den ich in diesem Moment genieße. Aber das ist nur auf mich bezogen. Ihr habt größtenteils es selber in der Hand was ihr macht, denkt daran.

Das wars vom Gedanken. Ansonsten werden hier auch wieder Bücher erscheinen, doch die müssen erstmal gelesen werden.

In der Hoffung ihr hatten schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich auch ansonsten

Viel Spaß beim Lesen

Meineliteraturwelt (Jan Erichson)

2 Gedanken zu “Es war ruhig im Dezember…

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