Und sie sprachen: Es werde Licht

Hallo liebe Freunde des Lesens,

wir halten das elektronische Licht für selbstverständlich. Doch es gab eine Zeit in der  auch die Elektrizität noch in den Kinderschuhen steckte und argwöhnisch beäugt wurde. Graham Moore entführt uns mit seiner Geschichte in die Anfänge der Elektrizität. Man muss nicht erwähnen, dass der Autor auch 2015 den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch gewonnen hat. Erschienen ist der Titel beim Eichborn Verlag.

Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1881. In New York ereignet sich ein schrecklicher Vorfall. Ein Monteur wird elektrisch gegrillt als er versucht Kabel zu reparieren. Paul ein junger Anwalt, der gerade mal 27 Jahre alt ist aber schon eine Partnerschaft in einer Kanzlei bekommen hat, sieht diesen Vorfall. Eines Tages wird Paul vom Erfinder Thomas Edison zu einem Gespräch eingeladen. Edison versucht Paul zu drohen, weil dieser für seinen Kontrahenten Westinghouse als Anwalt arbeitet. Zwischen George Westinghouse und Thomas Edison herrscht schon ein jahrelanger Machtkampf über das Stromnetz der Vereinigen Staaten von Amerika und dem Patent der Glühbirne. Dabei hat Edison alle Trümpfe in der Hand mit seinem Gleichstrom. Paul schafft es aber den Erfinder Nikola Tesla, der aus Sibirien kommt und für Thomas Edison gearbeitet hatte, für deren Seite einzuspannen. Dieser wiederum hat ein Verfahren entwickelt, in dem es möglich sein soll statt Gleichstrom Wechselstrom als Energiequelle zu nutzen. Diese würde Westinghouse in einen Vorteil bringen vom dem Edison sich nicht mehr erholen würde. Doch Edison wird sich nicht so leicht geschlagen geben. Paul muss nun mit seiner Unerfahrenheit alles daran setzen nicht unterzugehen. In der Welt der Genies versucht ein Anwalt den Durchblick zu waren. Dabei werden ihm Freunde aber auch durchtriebene  Feinde begegnen und er selber muss zu drastischen Mitteln greifen. Denn Eines ist gewiss: Ein Erfinder ist zu soviel mehr bereit, wenn es um seine Idee geht. Willkommen im Stromkrieg zwischen Westinghouse Electric Company und Edison General Electric Company. Die Welt wird danach nicht mehr dieselbe sein.

Warum dieser Titel?

Graham Moore schafft es gekonnt historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte zu verknüpfen. Dabei verschiebt er zeitliche Geschehnisse beziehungsweise verkürzt sie um eine spannende Geschichte zu kreieren. Es entsteht ein interessantes Bild der Genies vom Ende des 19. Jahrhunderts, die die Welt massgeblich beeinflußt haben. Jedes Kapitel wird mit einem Zitat von einem Genie über Genies, Idee/Erfindungen und Werdegang eingeleitet sei es von Steve Jobs, Bill Gates oder Graham Bell um nur einige zu nennen. Im Anhang merkt Moore an was er alles ändern, verschieben und erfunden hat. So viel ist es nicht was er erfunden hat. Die Erfinder und die Wirtschaft eine Welt für sich.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die einen spannenden gut recherchierten historischen Roman lesen möchten, der einen in die Anfänge der Welt der Elektrizität entführt. Es geht ein Licht auf.

Titel: Die letzten Tage  der Nacht

Autor/in: Graham Moore

ISBN: 978-3-404-17706-6

Verlag: Bastei Lübbe

Preis: 11,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

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Das Abenteuer im Buch

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

Kinder sollen einfach Spaß haben beim Lesen. Es muss keine sinnvolle beziehungsweise logische Geschichte sein. Hauptsache es ist ein spannendes / lustiges Abenteuer. Edward Beary hat mit dem Titel „Das verschwundene Buch“ genau so eine Geschichte geschrieben. Es ein Abenteuer für die Kleinen unter uns, noch dazu spielt es in Spanien und ein Kinderklassiker dient als Grundlage. Erschienen ist der Titel beim  Sanssouci Verlag.

Inhalt:

Alba und Diego sind Geschwister und gehen in dieselbe Klasse, obwohl sie fast ein Jahr auseinander sind. Beide gehen auf den Straßen in Barcelona auf die Drachenjagd. Ihre mysteriöse Tante Bea, die eine Buchhandlung führt, hat sie auf die Idee gebracht. Diego und Alba finden ihre Tante toll, wegen der Buchhandlung die Abracadabra heisst und die beiden Lesen lieben. Am heutigen Tag soll ein ganz besonderes Buch erscheinen. Die beste Geschichte der Welt. Diego und Alba  rätseln  wie der Titel heißen könnte, aber es will  ihnen absolut nicht einfallen und das obwohl es überall in den Medien besprochen wurden ist. Selbst der Literaturexperte Leo Gutenberg hat über dieses Buch geschwärmt und dem Titel ganz seltene von ihm verliehene fünf Sterne gegeben. Doch als das Buch in den Läden ist und die Leute es kaufen wollen kommt es zum großen Skandal. Die Geschichte ist weg. In dem Buch sind nur noch leere Seiten. Aber nicht nur das ist passiert. Auf einmal tauchen in den Kinderklassikern Figuren und Gegenstände auf, die dort nicht hingehören. So hat zum Beispiel Kapitän Hook im Klassiker Peter Pan eine Laserpistole und kann damit schliesslich Peter Pan besiegen.  Die Literatur wird automatisch von den Kindern nun gemieden und in Quarantäne versetzt. Alba und Diego müssen dagegen etwas tun. Zusammen mit der Hilfe von Tante Bea beschließen die Geschwister in das Buch von J.M. Barrie einzutauchen um Peter Pan zu helfen. Werden Diego und Alba es schaffen? Es lauern Gefahren im Nimmerland, doch die schlimmste wäre, wenn sie es nicht hinbekommen wieder die Geschichte in ihrem Ursprung zu wandeln und es nicht zurück schaffen in die Realität.

Warum dieser Titel?

Edward Beary spielt mit der Literatur und macht daraus für Kinder ein lustiges aber auch spannendes Abenteuer. Für das Abenteuer in der Geschichte dient der Roman von J.M. Barrie „Peter Pan“. In dieser Ausgabe wird das Buch vom Insel Verlag (Übersetzung: Adelheid Dormagen) als Grundlage genommen. Es gibt verschiedene Charakteren, die einfach aber doch detailreich beschrieben sind. Die Geschichte wird unterstützt durch Comiczeichnungen womit der Roman fast schon wie ein Film wirkt.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die ein schnelles, aufregendes Abenteuer lesen wollen, dass sie in die Welt von Nimmerland entführt.

Titel: Das verschwundene Buch

Autor/in: Edward Beary

ISBN: 978-3-99056-027-3

Verlag: Sanssouci

Preis: 15,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Dieses Buch sollte Schullektüre werden

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

kommen wir zu einer selbstbewussten starken Frau, die für mehr Gerechtigkeit kämpft. Caroline Emcke hat zu Recht 2016 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels bekommen. Verliehen wird der Preis jedes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse vom Börsenverein des deutschen Buchhandels. Hier wird nun das aktuellste Buch von Caroline Emcke vorgestellt. Erschienen ist der Titel beim Fischer Verlag.

Inhalt:

Der Haß ist weit verbreitet und die Menschen nehmen ihn als selbstverständlich an.  Doch warum ist das so? Wieso beschimpfen Menschen in Clausnitz Frauen und Kinder und bedrohen sie? Wieso ist es für amerikanischen Polizisten eine Selbstverständlichkeit Afroamerikaner zu drangsalieren beziehungsweise billig ihren Tod in kauf zu nehmen?  Caroline Emcke sagt, dass der Haß einen Ursprung hat. Man muss ihn an den Wurzeln packen, damit er nicht ensteht. Dabei spielen Liebe, Sorge und Hoffnung eine zentrale Rolle, die zur Haß und Missachtung führen. Als Beispiel dienen der Fall in Clausnitz und in den Vereinigten Staaten in Staten Island (New York). Caroline Emcke sieht das Problem auch in den vorgefertigten Bildern, die der Mensch sich vorschreibt.  Dabei spricht sie über folgenden Themen: Homogen, Natürlich/Unnatürlich und Rein. Was bedeutet es Natürlich zu sein? Was sehen die Menschen, die andere Haßen? Nur weil man anders ist? Dabei wirft Emcke einen Blick auf die Transsexuellen, die besonders Probleme haben in der Gesellschaft akzeptiert zu werden, als das  was sie sich fühlen. Auch werden hier die Aussagen der AFD auseinander genommen, die Angst und Haß fördern. Als letztes Beispiel wird dann der IS beleuchtet. Wie unlogisch deren Aussagen sind und auf welche Literatur sie sich beziehen. Das Letzte Kapitel ist dann ein Lob auf das Unreine. Wie schaffen wir es die Schranken beziehungsweise die vorgefertigten Bilder zu durchbrechen um eine bessere, offenere und tolerantere Gesellschaft zu gründen in der jeder Mensch das gleiche Recht hat?

Warum dieser Titel?

Caroline Emcke weiß auch aus eigener Erfahrung wie schwer es ist in der Gesellschaft akzeptiert zu werden durch ihre Homosexualität. Doch sie verurteilt niemanden. Jeder darf seine eigene Meinung haben. Sie versucht dem Haß auf dem Grund zu gehen und ihren Gegner zu verstehen, um dann deren Argumenten zu entkräften. Dabei formuliert sie es verständlich und unkompliziert. Durch die vielen Absätze und den kurzen Passagen  wirkt es übersichtlich und klar strukturiert. Dabei wirkt es nicht nur sachlich sondern auch menschlich. Auch zu empfehlen ist die Rede zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels und die anderen Bücher von ihr. Dieses Werk sollte, spätestens wenn es als Taschenbuch erscheint, als Schullektüre genutzt werden.

Diese Lektüre ist für die Leser, die sehen wollen woran es noch in der Gesellschaft hapert und wie man die Probleme lösen könnte für mehr Toleranz und Akzeptanz.

Titel: Gegen den Hass

Autor/in: Caroline Emcke

ISBN: 978-3-596-29687-3

Verlag: Fischer

Preis: 11,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2016

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

der Ingeborg-Bachmann-Preis gehört zu den wichtigsten Literaturpreisen in Deutschland. Schriftsteller stellen/lesen noch nicht veröffentliche Texte vor und eine Jury aus Experten gibt ihre Meinung dazu ab und kürt den Sieger. Warum musste ich an Harpe Kerkeling und seinen Sketch Hurz denken als ich es mir auf 3Sat angeschaut habe? Egal, kommen wir zur gekürten Siegerin. Erschienen ist ihr Buch beim Fischer Verlag.

Inhalt:

Das Buch beinhaltet 2 Novellen von der Autorin Sharon Dodua Otoo.

die dinge,die ich denke, wenn ich höflich lächle:

In der ersten Novelle geht es um eine Frau, die von ihrem Mann verlassen wird. Dabei stellt sie sich die Fragen wie es dazu gekommen ist und wie die Menschen in ihrem Umfeld agieren. Sie denkt über Ihre Beziehungen und das Verhalten ihrer beiden Kinder (die Zwillinge sind), über ihre Eltern, Freunde und ihrer Tante, bei der sie in London aufgewachsen ist nach. Dabei ensteht eine Auseinandersetzung mit ihr selber und ihrem Umfeld. Warum reagiert sie so wie sie reagiert? Warum verlässt ihr Mann sie?

Synchronicity:

In der zweiten Novelle geht es um eine Graphikdesignerin, die in Berlin lebt. Sie verliert an verschiedenen Tagen nach und nach den Blick für die Farben. Es fängt mit Gelb an. Sie verfällt in Panik, denn sie ist in ihrem Beruf auf die Farben angewiesen. Sie muss unbedingt einen Auftrag erledigen sonst muss sie die Wohnung räumen. Ihre Mutter hatte dasselbe Problem doch sie wird ihr in einem Brief die Antwort geben. Bis dahin muss Sie von Tag zu Tag erleben wie die Farben schwinden. Ihr fallen die Unterscheidungen immer schwerer und in ihrem Beruf wird es auch nicht leichter es zu tarnen. Was wird in dem Brief ihrer Mutter stehen? Gibt es eine andere Möglichkeit die Farben wahrzunehmen?

Warum dieser Titel?

Sharon Dodua Otoo schafft es in ihren beiden Novellen gesellschaftskritische Themen zu packen und dabei nicht die Leichtigkeit zu verlieren. Es wirkt nicht schwermütig. Sie kann mit der Sprache umgehen und beweist es auch in beiden Geschichten, wobei die Novelle Synchronicity auch noch von den Illustrationen der Künstlerin Sita Ngoumou begleitet wird. Die Bilder sind passend und verdeutlichen das Gefühl der Novelle. Es gibt diese beiden Novellen auch in der englischen Sprache.

Diese Lektüre ist für die Leser, die  kleine aber feine Geschichten lesen wollen. Es steckt so viel drinne auf den wenigen vorhandenen Seiten.

Titel: die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle und Synchronicity

Autor/in: Sharon Dodua Otoo

ISBN: 978-3-596-29874-7

Verlag: Fischer

Preis: 9,99 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Ein Ungar in Rom

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

kennt jemand Sándor Lénárd? Nein? Dann wird es sich mit diesem Buch ändern. Soviel sei gesagt: Seine lateinische Übersetzung von Winnie the Pooh hat die Bestsellerlisten der USA erobert und ein österreichischer Journalist meinte sogar in ihm den KZ-Arzt Mengele zu erkennen. Doch wer ist er wirklich? Die Antwort findet man in seinem Buch „Am Ende der Via Condotti“. Erschienen ist der Titel beim DTV Verlag.

Inhalt:

Sándor Lénárd ist geboren in Ungarn, wuchs in Österreich und hat in Wien Medizin studiert. Doch bevor er sein Studium beenden konnte floh er 1938 vor den Nationalsozialisten nach Rom. Dort angekommen muss er sich durchschlagen. Er lernt anderen europäische Immigranten kennen. Sie alle treffen sich im Caffé Breco und diskutieren wild und freundschaftlich. Dabei entwickeln sie alle ganz persönliche Ansichten auf Mussolini, die Mentalität der Italiener und den Faschismus. Sándor muss sich währenddessen durch das Leben kämpfen. Jeden Tag muss er auf das Geld achten. Er rechnet nicht in Geldeinheiten sondern in Essenseinheiten. Einige Zeit ist er sogar Obdachlos. Seiner  Meinung nach war er richtig Obdachlos hatte weder  einen Unterschlupf noch eine Baracke zum schlafen. Doch irgendwie schafft er es durch Bekanntschaft und als ambulanter Blutdruckmesser genug Geld zu sammeln, dass er wieder sich ein Zimmer mit einem Bett leisten kann. Sándor begegnet in Rom unterschiedliche Charakteren. Somit bekommt er  skurrile aber auch überzeugte Ansichten über die Regierung Italiens, seinem DUCE (Mussolinie), der italienischen Literatur, dem italienischen Leben und den verzweifelten Versuchen Rom zu verlassen mit. Der 2. Weltkrieg fängt an und stürzt Europa in ein blutiges Bad. Während die Bomben in Neapel fallen sitzen Sándor und seine Bekannten gemütlich bei einer Tasse Tee lauschen den Einschlägen der Bomben und reden darüber wie dieser Krieg enden wird. Rom hat sich kaum geändert. Sándor weiß es klingt unglaubwürdig aber was er berichtet ist die reine Wahrheit.

Warum dieser Titel?

Sándor Lénárd lebt als Ungar in Rom und beobachten und beschreibt das Leben dort. Dabei legt er sehr besonderen wert auf die verschiedenen Menschen und Ihre Meinungen, den Schauplätzen und seinen Erfahrungen. Es ist erstaunlich wie optimistisch er klingt wobei er manchmal ganz unten im Leben angekommen ist. Mit Humor kontert er seinen prekären Lagen. Er ist ein Lebemann, der nie aufgibt sondern immer das Positive sieht. Rom wird durch seine Beschreibungen und Beobachtungen vor dem inneren Auge lebendig. Man kriegt als Leser ein Gefühl für das Leben in dieser Zeit.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die mehr über Rom 1938-1943 wissen wollen aus der Sicht eines Ungarn, der gekonnt mit Worten umgehen konnte.

Titel: Am Ende der Via Condotti

Autor/in: Sándor Lénárd

ISBN: 978-3-423-28112-6

Verlag: DTV

Preis: 22,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Auf der Suche nach sich selbst

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

Dave Eggers ist ein bekannter Autor und viele seiner Bücher wurde auch schon verfilmt wie zum Beispiel Hologramm für einen König mit Tom Hanks. In kurzem wird auch sein erfolgreicher Roman The Circle in den Kinos laufen. Nun hat er einen neuen Roman herausgebracht. Es ist etwas anderes als sein vorheriger Welterfolg (The Circle). Erschienen ist der Titel beim Verlag Kiepenheuer & Witsch.

Inhalt:

Josies Leben ist ein einziger Trümmerhaufen. Sie hat sich ein Wohnmobil geschnappt, ihre beiden Kinder Paul und Ana und ist mit ihnen nach Alaska gefahren. Sie weiß nicht was sie machen soll. Ziellos fahren sie umher. Josie war Zahnärztin und hatte ihre eigene Praxis. Doch sie war mit dem Leben, dass sie führte unzufrieden. Sie fühlt sich verantwortlich für den Tod eines Patienten. Jeremy war ein junger Mann, der des Öfteren auf ihre Kinder aufgepasst hat. Sie weiß nicht mehr warum, aber als er ihr gesagt hat, dass er zum Militär will und seine Eltern dagegen sind hat sie ihn tatkräftig unterstützt. Doch er ist in einem Einsatz ums Leben gekommen und seit dem reden seine Eltern nicht mehr mit Josie und sie selber fühlt sich verantwortlich. Ein andere Patientin namens Evelyn hat Josie auf 2 Millionen Dollar verklagt, weil sie meint, das die zahnärztliche Untersuchung bei ihr Krebs erzeugt hat. Josie musste daraufhin ihre Praxis verkaufen. Das Fass zum überlaufen hat aber ihr Exmann Carl gebracht. Dieser Versager, der feige ist, leere Versprechungen macht und den halben Tag auf der Toilette verbringt will wieder heiraten. Es wurde Josie alles zu viel. Die Menschen, die auf ihr herumtrappeln und was die Gesellschaft von ihr verlangt. In Alaska wird Josie sowohl mit ihrer Vergangenheit als auch mit ihrem bisherigen Leben konfrontiert. Was hat sie bis jetzt erreicht und wollte sie das auch? Wer ist sie wirklich? Die Welt ist ein einziges Chaos und Josie versucht mit ihren Kindern einen eigenen Platz zu finden. Josie muss zu sich selbst finden und bis an die Grenze gehen

Warum dieser Titel?

Dave Eggers erzählt mit diesem Roman, dass eine Frau sich fragt was sie eigentlich vom Leben erwartet. Dabei enstehen tragisch komische Momente, die das Leben ausmachen. Die Charaktere in diesem Buch sind besonders und real. Die Landschaft wunderschön. Die Realität wird auch durch die Sprache gegeben. Es wird nichts umschrieben sondern auf den Punkt gebracht. Dabei wirft Eggers einen kritischen Blick auf die Gesellschaft und wie die Menschen heutzutage ticken. Vielleicht will Eggers damit die Frauen aufrufen ihre Rolle zu überdenken und sich nicht in die vorgezogenen Grenzen, die die Gesellschaft gezogen hat, sich reindrängen zu lassen.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die eine Geschichte mögen in dem ein Charakter zu sich selbst finden muss um zu erkennen was er vom Leben will. Komisch aber auch Nachdenklich.

Titel: Bis an die Grenze

Autor/in: Dave Eggers

ISBN: 978-3462051858

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Preis: 12,- €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Beweise für die Märchenwelt

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

Märchen sind etwas Schönes. Sie entführen uns in eine magische Welt wo Tiere sprechen können, Zauberer und Feen existieren und insgeheim wünscht man sich, dass sie doch wahr sind. Der Roman „Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle“ ist ein modernes Märchen. Es verbindet Märchen mit der realen Welt. Timothée zeigt hier, das es auch noch heute möglich ist Märchen zu erzählen, dazu muss man nicht unbedingt sich an die alten Klassiker halten. Erschienen ist der Titel beim Gerstenberg Verlag.

Inhalt:

Joshua Perle ist kein gewöhnlicher Mensch. Eines Nachts als es stark geregnet hat stand er vor  der Familie Perle, die den Laden Schaumzucker Maison Perle führen.  Jacques Perle und seine Frau nehmen den Jungen bei sich auf.  Weil ihr Sohn früh verstorben ist bauen sie schnell elterliche Gefühle für ihn auf. Doch dieser Junge ist etwas besonderes. Er heißt eigentlich Ilian, kommt aus einem Märchenreich und wurde von einem Zauberer verbannt. Denn sein Bruder, der König ist ein schrecklicher Tyrann, der das Volk unterjocht und quält. Außerdem gibt er Ilian die Schuld am Tod derer Mutter weswegen er ihn jagt. Mit dem Ausruf tot oder lebendig. Deswegen bedeutet auch Ilians Name „Der, der niemals König werden wird.“ Doch Ilian will unbedingt wieder zurück in das Märchenreich, denn seine große Liebe wartet dort. Er hat sich in  Olia verliebt. Olia ist eine Fee, die ihn früher im Märchenreich ständig beschützt hat. Zwischen den beiden entwickelt sich eine große Liebe, die weit über die Märchenwelt hinausgeht. Ilian beziehungsweise Joshua Perle begibt sich auf die Suche einen Weg zurück zu finden. Dabei stößt er auf Beweise, die zeigen, dass es eine Verbindung gibt zwischen der realen Welt und der Märchenwelt. Wird es Ilian schaffen in seine Welt zurück zu kehren? Was ist mit Olian der Fee, die sich auch auf die Suche macht nach ihm und was hat das mit dem Erzähler zu tun, der Joschua Perle als kleinen Jungen das erste Mal begegnet ist? Es beginnt ein Märchen, das zeigt das Märchen real sind. Man muss nur fest daran glauben.

Warum dieser Titel?

Dieser Roman ist ein Märchen, dass von einem Liebespaar erzählt, dass zwischen zwei Welten wandert. Dabei verbindet Fombelle die Märchenwelt mit der realen Welt gekonnt und spannend. Dadurch ensteht ein Märchen, dass uns aufgeklärt warum es Märchen gibt und wieso sie wichtig sind, dass man sie weiter erzählt. Es wechselt zwischen der Märchenwelt und der realen Welt und baut somit einen interessanten Spannungsbogen auf. Einfach Zauberhaft und es ist ein bisschen mehr als nur ein Märchen. Es liegt am Leser ob es ein Happy End gibt oder nicht.

Diese Lektüre ist für alle Leser geeignet, die eine märchenhafte Liebesgeschichte lesen wollen, die kein klassisches Happy End hat.

Titel: Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle

Autor/in: Timothée de Fombelle

ISBN: 978-3-836-95879-0

Verlag: Gerstenberg

Preis: 18,95 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

meineliteraturwelt

Ein Dschihad erzeugt von den Deutschen

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Hallo liebe Freunde des Lesens,

der 1. Weltkrieg fand nicht nur auf dem Kontinent Europa statt. Der Autor Kopetzky zeigt mit seinen Roman Risiko, dass das deutsche Reich eine wahnsinnige Strategie geplant hatte. Vielleicht hatte der damalige Verteidigungsminister diese Geschichte im Kopf, als er sagte Deutschland wird am Hindukusch verteidigt. Erschienen ist der Titel beim Heyne Verlag.

Inhalt:

Sebastian Stichnote ist Funker auf dem Kriegsschiff Breslau, dass im Mittelmeer stationiert ist. Er gehört zu den besten Funkern, den die Deutschen aufbieten können. Doch eines Tages wird der Kronprinz von Österreich erschossen. Diese Aktion bringt das Faß zum Überlaufen. Es tritt das ein wo nach die Menschen geschrien haben. Noch ahnt keiner, dass es zu den größten Kriegen der Weltgeschichte kommen wird. Nämlich zum 1. Weltkrieg. Die Deutschen sind optimistisch, dass sie diesen Krieg gewinnen können. Nach einem feigen Angriff auf einen französischen Stützpunkt in Nordafrika fliehen die Deutschen Kriegsschiffe vor den Schiffen der englischen Marine, die erheblich mehr Feuerkraft haben und ihrem Verbündeten Frankreich zu Hilfe kommen wollen. Da Italien sich absolut neutral verhält müssen die Deutschen nach Konstantinopel fliehen in die Türkei. Die Schiffsmannschaften der Deutschen werden zu Türken, damit die Engländer keinen Grund haben die Schiffe der Deutschen zu beschlagnahmen. Die Türkei tendiert aber immer mehr dazu Deutschland und Österreich zu unterstützen. In Konstantinopel schmieden die Deutschen unter der Führung von Max von Oppenheim einen verrückten Plan. Sie wollen in Ägypten einen Dschihad erzeugen um damit die Briten zu schwächen. Sie brauchen aber auch die Unterstützung der Stämme in Afghanistan um dort Britisch-Indien anzugreifen eine der wichtigsten Kolonien Englands. Sebastian Stichnote rutscht in diese Mission hinein, weil er beim einem Brettspiel ein außergewöhnliches Talent in Strategie und Taktik zeigt. Werden es die Deutschen schaffen ihre Mission zu erfüllen? Was ist mit Sebastian wie schlägt er sich in dieser riskanten und geheimen Mission? Einer der größten Kriege hat angefangen und das Deutsche Reich wird am Hindukusch verteidigt.

Warum dieser Titel?

Steffen Kopetzky hat eine spannende und wahre Geschichte entworfen, die die Stimmung des 1. Weltkriegs einfängt. Dabei wird nicht nur auf den Charakter Stichnote eingegangen sondern auch auf Figuren, die mal mehr oder weniger eine Rolle spielen. Dadurch wirkt die Geschichte schnell und abwechslungsreich, weil der Leser verschiedene Perspektiven und Gedanken über diesen Krieg mitbekommt. Kopetzky schafft es neben der eigentliche Geschichte auch die politische Machtverhältnisse und die verschieden Konstelationen zu erklären.

Diese Lektüre ist für alle Leser, die einen historischen Roman lesen wollen, der mal nicht im Mittelalter spielt sondern in der „modernen Welt“.

Titel: Risiko

Autor/in: Steffen Kopetzky

ISBN: 978-3-453-41956-8

Verlag: Heyne

Preis: 12,99 €

im öffentlichen Handel erhältlich

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

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